--- title: "AUR-Fraktionschef rechnet mit Bestätigung der neuen Regierung" url: "https://adz.news/artikel/artikel/aur-fraktionschef-rechnet-mit-bestaetigung-der-neuen-regierung" subtitle: "Peiu: „Die PSD erwartet wohl zusätzliche Garantien“" date: "2026-10-12" modified: "2026-10-12" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # AUR-Fraktionschef rechnet mit Bestätigung der neuen Regierung **Bukarest** (ADZ) – AUR-Fraktionschef Petrișor Peiu gibt dem Kabinett des designierten Regierungschefs Luca Niculescu (parteifrei) durchaus Chancen, trotz der jüngsten Schlagabtausche zwischen PSD und PNL letztlich doch vom Parlament bestätigt zu werden. Dessen Schicksal hänge de facto von den Sozialdemokraten ab – diese würden aller Wahrscheinlichkeit nach zusätzliche Garantien bezüglich ihres vollen Zugangs zu den Ressourcen erwarten, sagte Peiu dem Nachrichtensender Digi24 am Wochenende. Sollte Niculescu es schaffen, die Bedenken der PSD zu zerstreuen, habe dessen Kabinett gute Aussichten bestätigt zu werden, zumal die Liberalen gegenwärtig geradezu darauf drängen würden, dieses abzusegnen und die Last einer interimistischen und damit kaum handlungsfähigen Regierung endlich abzulegen, so Peiu. Eine eventuelle Unterstützung seiner eigenen Partei für Niculescus Kabinett erachtete der AUR-Fraktionschef als „höchst unwahrscheinlich“ – die AUR-Fraktionen würden voraussichtlich bei der Investitur-Abstimmung gar nicht im Plenumssaal anwesend sein. Der Rechtspopulist erklärte sich des Weiteren davon überzeugt, dass Niculescus Designierung trotz der angeblich haushohen Empörung der PSD weder für die Partei noch für ihren Vorsitzenden eine reale Überraschung dargestellt habe: In puncto Regierungsauftrag habe es mit Sicherheit einen vo-rangegangenen Austausch zwischen Staatspräsident Nicușor Dan und PSD-Chef Sorin Grindeanu gegeben – hätte sich Grindeanu den Regierungsauftrag tatsächlich gewünscht, hätte er ihn erhalten, zeigte sich Peiu überzeugt. So aber habe es der Präsident vorgezogen, Grindeanu die Schmach einer Pleite im Parlament zu ersparen, die ihn womöglich das Amt des Parteivorsitzenden gekostet hätte, fügte der AUR-Politiker hinzu.