In der Lenau-Schule ist immer was los!

Projekte, die Sprachkompetenzen vertiefen und Kultur fördern

Seit über zwei Jahrzehnten wird das deutschsprachige Schul- und Jugendtheater in Temeswar durch eine starke Partnerschaft – der Lenau-Schule und des DSTT – gefördert. | Foto: Gabriel Amza

Ob internationale Austauschprogramme, kreative Theaterprojekte oder ein besonderes Jubiläum – am deutschsprachigen „Nikolaus Lenau“-Lyzeum in Temeswar ist immer einiges in Bewegung. Während Schüler bei Begegnungen mit Partnerschulen aus dem Ausland neue Kulturen entdecken und wertvolle Erfahrungen sammeln, bringt das traditionsreiche deutschsprachige Schul- und Jugendtheaterfestival junge Talente aus mehreren Ländern auf die Bühne. Gleichzeitig feiert die hauseigene NiL-Theatergruppe ihr 30-jähriges Bestehen – ein Anlass, der einmal mehr zeigt, wie lebendig und vielfältig das schulische Leben an der Lenau-Schule ist.

In der ersten Aprilwoche fand in Temeswar die 24. Ausgabe des internationalen Schul- und Jugendtheaterfestivals in deutscher Sprache statt. Seit 24 Jahren wird dieses Festival jährlich von der Theatergruppe des „Nikolaus Lenau”-Lyzeums – der NiL-Gruppe – organisiert. Die Gruppe aus Schülerinnen und Schülern des deutschsprachigen Lyzeums in Temeswar besteht aus „NiL Junior” (5. bis 8. Klasse) und „NiL” (Klassen 9 – 12). Sie arbeitet eng mit dem Deutschen Staatstheater Temeswar (DSTT) zusammen und wird von der Lenau-Schule unterstützt. Die Gruppe selbst feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen.

Bei diesem Festival führt jede teilnehmende Theatergruppe mindestens ein Stück auf. Im Rahmen des Festivals finden außerdem Workshops statt, in denen junge Künstler neue Techniken erlernen und ihre schauspielerischen Fähigkeiten vertiefen können, beispielsweise in den Bereichen Improvisation und Phonetik. Junge deutschsprachige Künstler aus Rumänien (aus Temeswar und Jassy/Iași) kamen in der diesjährigen Ausgabe des Internationalen Schul- und Jugendtheaterfestivals mit jenen aus Ländern wie Kroatien und Deutschland zusammen. 

Das Festival ist aber mehr als nur das: Es ist ein Ort der Begegnung, an dem lebenslange Freundschaften entstehen und der sowohl die Schüler als auch das Publikum kulturell prägt. Die schönsten Momente, an die sich jeder Teilnehmer dieses Festivals erinnert, stehen im Zusammenhang mit den wunderbaren Begegnungen zwischen den jungen Schauspielern aus den teilnehmenden Ländern.

Es ist eine sehr schöne Erfahrung, insbesondere für junge Menschen, die Gelegenheit zu haben, einen kleinen Einblick in diese künstlerische Welt, das Theater, zu gewinnen. Sie arbeiteten mit echten Schauspielern zusammen, tauschten sich mit ihnen auf dem Festival aus und konnten die Bühne eines deutschen Theaters betreten, um einen Einblick in das Leben eines Schauspielers zu erhalten. Dank dieses Festivals und dieser Theaterclubs haben viele junge Menschen eine intensive Leidenschaft für diese Kunst entwickelt und werden sie nach dem Schulabschluss weiterverfolgen. „Als junge Schauspielerin habe ich zum ersten Mal an diesem Festival teilgenommen und ich kann sagen, dass es mich nicht enttäuscht hat. Es hat mir sehr gut gefallen, für ein paar Tage in die Rolle einer Schauspielerin zu schlüpfen, mit meinen Freunden zu proben und vor einem bunten Publikum aus anderen Ländern und Städten auf die Bühne zu treten. Mir hat auch gut gefallen, ihre unterschiedlichen Theaterstücke anzuschauen. Dank dieses Festivals habe ich entdeckt, dass Theater nicht nur eine Aktivität ist, sondern auch ein kulturelles und ein emotionales Erlebnis”, erzählt Ecaterina Putz, Schülerin der 11 STS Klasse am „Nikolaus Lenau”-Lyzeum.