--- title: "Steuereinnahmen des rumänischen Staates auch 2025 die zweit-niedrigsten in der EU" url: "https://adz.news/artikel/artikel/steuereinnahmen-des-rumaenischen-staates-auch-2025-die-zweit-niedrigsten-in-der-eu" date: "2026-10-31" modified: "2026-10-30" category: "Wirtschaft" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Steuereinnahmen des rumänischen Staates auch 2025 die zweit-niedrigsten in der EU ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/revenue-taxes-social-contributions-2025.jpg) ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/changes-tax-to-gdp-ratio-2025-2024.jpg) **Bukarest** (ADZ) - Der rumänische Staat hat 2025 29,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) durch Steuern und Sozialabgaben eingenommen – weit unter dem Durchschnitt der Länder der Europäischen Union von 40,7 BIP-Prozent. Wie schon 2024 hatte unter den EU-Mitgliedern nur Irland mit 22,7 BIP-Prozent niedrigere Einnahmen. Wie aus einer [Mitteilung von Donnerstag des Statistikamts Eurostat](https://ec.europa.eu/eurostat/en/web/products-eurostat-news/w/ddn-20261029-3) weiter hervorgeht hatten auch Malta (30,3 BIP-Prozent) und Bulgarien (30,6 BIP-Prozent) relativ niedrige Steuereinnahmen, während die höchsten Raten in Frankreich (46 BIP-Prozent), Belgien (44,7 BIP-Prozent), Dänemark (44,3 BIP-Prozent) und Österreich (43,9 BIP-Prozent) verzeichnet wurden. Verglichen zum Vorjahr sind 2025 die Steuereinnahmen Rumäniens um 0,6 Prozentpunkte gestiegen, 2024 waren diese allerdings um 1,1 BIP-Prozent höher als noch 2023. EU-weit haben im Jahr 2025 sieben EU-Länder ihre Einkommen aus Steuern und Abgaben stärker erhöhen können als Rumänien, Spitzenreiter waren Deutschland (plus 1,1 Prozentpunkte auf 41,4 BIP-Prozent), Malta (+1,0 BIP-Prozent) und Spanien (+0,9 Prozentpunkte auf 38,1 BIP-Prozent). **Größte Lücke bei Einnahmen aus der Einkommenssteuer** Aus der [Steuer](https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Tax_revenue_statistics#Source_data_for_tables_and_graphs) für individuelle oder Haushalt-Einkommen nimmt der rumänische Staat nur 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung ein – 6,5 BIP-Prozent weniger als der EU-Durchschnitt von 9,6 BIP-Prozent. Einer der Hauptgründe hierfür dürfte in Abwesenheit einer in der EU üblichen progressiven Besteuerung der niedrigste Spitzensteuersatz in Europa sein. Laut einem Bericht der Nachrichtenseite [Euronews](https://de.euronews.com/2026/02/13/spitzensteuersatze-in-europa-wer-zahlt-2026-am-meisten) von Anfang des Jahres liegt die Besteuerung der höchsten Einkommen in den meisten europäischen Länder bei über 30 Prozent, der Durchschnitt bei fast 40 Prozent und in manchen Ländern wie Dänemark, Frankreich, Österreich oder Belgien werden auch 50 Prozent überschritten. In Rumänien und Bulgarien sind es lediglich 10 Prozent. Außerdem ist die [Lohnquote](https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/tec00013/default/table?lang=en&category=t_na10.t_nama10.t_nama_10_ma) in der rumänischen Wirtschaft unter den niedrigsten in der EU: Laut Eurostat gehen nur 38,2 Prozent des BIP an Arbeitnehmer in Form von Bruttolöhnen und Sozialversicherungsbeiträgen, der EU-Schnitt lag 2025 bei 47,8 Prozent der Wirtschaftsleistung. Rumänien hatte 2025 mit lediglich 69 Prozent auch eine der niedrigsten [Beschäftigungsquoten](https://adz.news/artikel/artikel/beschaeftigungsrate-in-rumaenien-2025-niedriger-als-in-griechenland) unter Personen im arbeitsfähigen Alter (EU-Schnitt bei 76,1 Prozent). In diesem Rahmen nimmt der rumänische Staat auch aus Sozialbeiträgen deutlich weniger Steuern ein als der Durchschnitt der EU-Länder, 11,7 BIP-Prozent gegenüber 14,3 BIP-Prozent, Staatseinnahmen aus der Gewinnsteuer sind mit 2,7 BIP-Prozent allerdings auch um 0,5 BIP-Prozent niedriger als im EU-Schnitt. Aus der Mehrwertsteuer hat der rumänische Staat 2025 7,1 BIP-Prozent eingenommen (EU-Schnitt bei 7,2 BIP-Prozent), aus anderen Produkt- und Verbrauchssteuer 2,9 BIP-Prozent (EU-Schnitt bei 3,0 BIP-Prozent).