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            <title>adz.ro: Nachrichten</title>
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            <description>Nachrichten von adz.news</description>
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                        <title>Workshop im Deutschen Kulturzentrum Temeswar </title>
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						Im Deutschen Kulturzentrum Temeswar fand ein Workshop zum Thema „Deutsche Sprache und Kultur in Temeswar“ statt, der sich an Studierende des ersten Studienjahres der Fachrichtung Übersetzen und Dolmetschen an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften richtete. Die gemeinsam mit dem Deutschen Kulturzentrum organisierte Veranstaltung bot den Teilnehmern die Gelegenheit, die Institution und ihre vielfältigen Bildungs- und Kulturangebote aus...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Deutschen Kulturzentrum Temeswar fand ein Workshop zum Thema „Deutsche Sprache und Kultur in Temeswar“ statt, der sich an Studierende des ersten Studienjahres der Fachrichtung Übersetzen und Dolmetschen an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften richtete. Die gemeinsam mit dem Deutschen Kulturzentrum organisierte Veranstaltung bot den Teilnehmern die Gelegenheit, die Institution und ihre vielfältigen Bildungs- und Kulturangebote aus nächster Nähe kennenzulernen. Im Mittelpunkt standen Einblicke in die Arbeit des Kulturzentrums, seine Sprachprogramme sowie seine kulturellen Projekte. In der Bibliothek setzten sich die Studierenden mit unterschiedlichen Textsorten und Wörterbüchern auseinander und erkundeten das Kulturzentrum im Rahmen einer interaktiven Rallye, bei der sie zugleich ihre landeskundlichen Kenntnisse unter Beweis stellten. Den praktischen Abschluss bildete die Übersetzung ausgewählter deutscher Texte ins Rumänische, eine Übung, die sprachliche Sicherheit ebenso wie erste translatorische Kompetenzen erforderte. Organisiert wurde der Workshop von Univ.-Lekt. Dr. Ana-Maria Dascălu-Romițan gemeinsam mit Bianca Barbu, Deutschlehrerin und Goethe-Prüferin am Deutschen Kulturzentrum Temeswar. Als Leiterin der Sprachabteilung, Beraterin des Lehrmittelzentrums und Verantwortliche für die Bibliothek engagiert sich Bianca Barbu seit vielen Jahren für die Förderung der deutschen Sprache und Kultur in Temeswar. Die Veranstaltung reiht sich in eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Kommunikationswissenschaften und dem Deutschen Kulturzentrum Temeswar ein. Ziel dieser Kooperation ist es, den Studierenden praxisnahe Einblicke in ihr zukünftiges Berufsfeld zu ermöglichen und ihre sprachlichen wie interkulturellen Kompetenzen nachhaltig zu stärken. Ein weiteres Beispiel dieser erfolgreichen Partnerschaft war der Workshop „Bild und Diskurs: Stadtporträt“ (11. Auflage), der für die Studierenden des zweiten Studienjahres der Fachrichtung Übersetzen und Dolmetschen stattfand und von Univ.-Assistentin Dr. Ruxandra Buglea gemeinsam mit der Leiterin des Kulturzentrums, Mona Petzek, organisiert wurde. Die langjährige Partnerschaft zwischen der Politehnica-Universität Temeswar, dem Deutschen Kulturzentrum Temeswar und der Deutsch-Rumänischen Kulturgesellschaft Temeswar schafft einen Rahmen, in dem akademische Ausbildung und kulturelle Praxis eng miteinander verbunden werden. Für die Studierenden eröffnet sie die Möglichkeit, Institutionen kennenzulernen, die das deutsche Kulturleben im Banat prägen, und ihre fachlichen sowie interkulturellen Kompetenzen unter realen Bedingungen weiterzuentwickeln. Heutzutage wird Sprache häufig vor allem als funktionales Kommunikationsmittel verstanden, während ihre eigentliche kulturelle und verbindende Kraft leicht aus dem Blick gerät. Sprache dient nicht nur dem Austausch von Informationen, sondern schafft Beziehungen, baut Brücken zwischen Menschen, Institutionen und Kulturen und eröffnet Räume des gegenseitigen Verständnisses. Gerade Initiativen wie dieser Workshop machen sichtbar, dass sprachliche Bildung weit über den Erwerb grammatischer und lexikalischer Kompetenzen hinausgeht. Die langjährige Kooperation zwischen der Politehnica-Universität Temeswar und dem Deutschen Kulturzentrum Temeswar ist dafür ein überzeugendes Beispiel: Sie verbindet Wissenschaft und Kultur, Theorie und Praxis sowie Hochschule und Gesellschaft. Nicht zuletzt gilt auch heute, was Ludwig Wittgenstein in seinem berühmten Satz formulierte: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ Sprachliche Bildung erweitert somit nicht nur den Wortschatz, sondern auch den Horizont des Denkens.</p>
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                                <category>Banater Zeitung</category>
                            
                        
                        
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			<pubDate>Thu, 16 Jul 2026 07:31:00 +0000</pubDate>
                    </item>
                
                    <item>
                        <title>Im Duett von Literatur und bildender Kunst</title>
                        <link>https://adz.news/banater-zeitung/artikel-banater-zeitung/artikel/im-duett-von-literatur-und-bildender-kunst</link>
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						Als am 5. Juni die drei Hehn-Schwestern in ihrem Geburtsort Lowrin geehrt wurden (Die BZ berichtete – Anm. d. Red.), ist den Anwesenden im Saal durch die Laudationes eine Familie von Künstlerinnen vor Augen geführt worden, denen die Banater Kultur vieles zu verdanken hat. Dr. Annemarie Podlipny Hehn und Ilse Hehn haben wir damals für die Banater Zeitung interviewt. Sie erzählten über Kindheit und ihre Eltern, wie ihnen das Interesse für Literatur...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Unser Gespräch mit Dr. Annemarie Podlipny Hehn und Ilse Hehn sollte mit ihren Kindheitserinnerungen, Erinnerungen an die Familie oder an dem gemeinsamen Geburtsort Lowrin starten.</p>
<p><strong><em>Dr. Annemarie Podlipny-Hehn:</em></strong><strong> </strong>Kindheitserinnerungen aus Lowrin habe ich nur wenige und meine Schwestern waren noch jünger, als wir auf der Flucht nach Österreich gewesen sind. Erst nach dem Krieg sind wir nach Hause gekommen. Wir sind von einem Dorf ins Andere gezogen. Von Lowrin sind wir nach Triebswetter, wo wir bis in die 1950er Jahre gewohnt haben, von Triebswetter nach Semiklosch. Wir sind ständig gewandert. Meine Mutter hat immer erzählt, in ihrem Leben sei sie sechzehn Mal umgezogen.</p>
<p><strong><em>Ilse Hehn: </em></strong>Ich habe Erinnerungen, zwar nicht an die frühen Jahre, denn ich war ein Jahr alt als wir auf der Flucht waren. Aber als wir zurückkamen, konnten wir nicht ins Haus. Wir sind dann nach Triebswetter und später nach Senmiklosch. Aber Lowrin ging uns nicht verloren; da waren die Großeltern geblieben. Und da wurde ich als Jüngste immer abgeschoben von der Familie. (Lacht – Anm. d. Red.) Ich war die quirligste! Ich kam nach Lowrin zu den Großeltern, wo ich jede Sommerferien verbracht habe.</p>
<p><strong><em>Dr. Annemarie Podlipny-Hehn: </em></strong>Später, als wir das Haus zurückbekommen haben, ist meine Schwester Gerlinde nach Lowrin gekommen. Sie war verheiratet und war dann jahrelang in Lowrin Fotografin und hat in unserem Elternhaus gewohnt. Da sind wir dann mehrmals nach Lowrin gefahren.</p>
<p>Wir wollten wissen, ob Dr. Annemarie Podlipny-Hehn als älteste der drei Schwestern ein Vorbild und ein Bindeglied geworden ist. Die jüngste Schwester, Ilse Hehn, gab die Antwort:</p>
<p><strong><em>Ilse Hehn: </em></strong>Annemarie ist Bindeglied geworden in dem Sinne, dass sie als Einzige hier geblieben ist, in Rumänien. Und wir zwei anderen waren in Deutschland. Sie war das Bindeglied dann zwischen Ferne und Heimat. Wir sind ja immer zu ihr gekommen. Also in dem Sinne ist sie Bindeglied zur Heimat. Sogar im konkreten Sinne und auch symbolisch.</p>
<p>Alle drei Schwestern sind im Kulturbereich tätig. Auch wenn ihre Tätigkeit den Lesern der Banater Zeitung wohl bekannt ist, soll noch einmal kurz daran erinnert werden, dass Dr. Annemarie Podlipny-Hehn als Kunsthistorikerin und Schriftstellerin tätig ist, Gerlinde Roos ist Fotografin und Restauratorin, Ilse Hehn ist Autorin und bildende Künstlerin. Ob sie Treffpunkte in ihrer Arbeit sehen, wollten wir danach wissen.</p>
<p><strong><em>Dr. Annemarie Podlipny-Hehn: </em></strong>Mein Vater wollte, dass ich als die Älteste seinen Beruf übernehme. Das ist dann nicht passiert. Ich bin durch mein Studium in den Lehrberuf eingestiegen. Dann hat er meine mittlere Schwester (Gerlinde Roos, geborene Hehn – Anm. d. Red.) zur Fotografin erzogen. Sie hat dann diesen Beruf weitergeführt. Und ihre beiden Töchter sind auch auf die die Kunstschule gegangen; sie haben Werbekunst studiert.</p>
<p>Die Schwestern erinnern sich aber auch liebevoll an die Mutter und die Rolle, welche diese in ihrer Bildung gespielt hat:</p>
<p><strong><em>Ilse Hehn: </em></strong>Die Mutti war künstlerisch sehr begabt. Sie hat uns allen drei Schwestern diesen Sinn für Ästhetik und für das Schöne, auch für Literatur vererbt. Gerlinde und ich, wir beide haben Kunst studiert, Annemarie hat Literatur studiert und sie beschäftigt sich auch mit Kunst, mit Kunstmonografien. Kunst und Literatur verbinden uns.</p>
<p><strong><em>Dr. Annemarie Podlipny-Hehn: </em></strong>Wenn unsere Mutti nach dem Temeswar oder anderswohin gefahren und wieder nach Hause gekommen ist, hat sie uns keine Puppen gebracht und kein Spielzeug. Wir haben kein Spielzeug von ihr bekommen. Jedes Mal hat sie uns Bücher gebracht.</p>
<p>Ilse Hehn pendelt viel zwischen Kunst und Literatur. Wir fragten, wann sie fühle, dass ein gewisses Thema besser über die bildende Kunst und wann eher über die Sprache, über die Literatur rüberkomme.</p>
<p><strong><em>Ilse Hehn: </em></strong>Ich sehe mich in der Literatur zu Hause. Wenn ich etwas zu sagen habe, wenn ich etwas spüre, ausdrücken will, dann nicht gleich in der Malerei, sondern zuallererst einmal durch das Wort in der Literatur. Und nachher kommt ein Bild dazu. Auch auf der Reise: Ich mache nicht zuerst das Bild über die Landschaft, sondern ich schreibe zuerst. Dann kommt die Malerei, die Kunst, ich würde sagen, die ist dann an zweiter Stelle, aber dennoch geht sie Hand in Hand in meinen Büchern, weil ich sie sehr oft einmische, einflechte.</p>
<p>Ob sich die Schwestern Gedanken gemacht haben, gemeinsam auszustellen, eine Vitrine ihrer mit verschiedenen Mitteln der Kunst und Literatur gewidmeten Leben darzubieten. Wenn sie sich auch noch keine Gedanken darüber gemacht haben, liegen wir nicht unrecht mit der Frage und beide Schwestern erwähnen liebevoll auch Gerlinde, die sie Linde nennen.</p>
<p><strong><em>Ilse Hehn: </em></strong>Annemarie hat auch sehr viel gemalt, in Öl, zur Zeit von Podlipny. Ich male. Man kann die Bilder auslegen. Linde hat wunderschöne Aquarelle.</p>
<p><strong><em>Dr. Annemarie Podlipny-Hehn:</em></strong> Linde ist eine der besten Schülerinnen von Podlipny gewesen.</p>
<p>Die letzte Frage sollte ungewollt zur Gretchenfrage werden, wir wünschten zu erfahren, welches ihrer Werke ihnen am liebsten ist.</p>
<p><strong><em>Ilse Hehn:</em></strong> Kann man nicht sagen. Das letzte Werk liegt mir immer näher am Herzen. Alle Bücher sind mir wert. Sollte ich den Lesern der Zeitung eines meiner Bücher empfehlen, so wäre es „Heimat zum Anfassen oder: Das Gedächtnis der Dinge. Donauschwäbisches Erbe in Wort und Bild“ (2013 im Ulmer Gerhard-Hess-Verlag erschienen – Anm. d. Red.). Da sind Gegenstände aus dem Kulturgut der Banater, die heute unsere Enkelkinder gar nicht mehr kennen, fotografiert und mit Texten ergänzt. Von dem Buch hätte ich gerne noch einmal eine Neuauflage. Es geht mir um dieses Erbe, damit es nicht vergessen wird.</p>
<p><strong><em>Dr. Annemarie Podlipny-Hehn:</em></strong> Immer ist es das jüngste Werk, ja, die „Banater Malerei vom 18. bis ins 20. Jahrhundert“. Es freut mich, dass wir das Buch grafisch sehr schön herausgebracht haben! (Das Album ist 2024 im Temeswarer Cosmopolitan Art Verlag erschienen. Anm. d. Red.)</p>
<p>Beide Schwestern haben sich in ihren Reden in Lowrin bei der Ehrung über den Heimatort geäußert, Dr. Annemarie-Podipny Hehn erinnerte an eine Reihe von markanten Lowrinern und Ilse Hehn erklärte für die BZ, dass sie „die Auszeichnung mit Bescheidenheit entgegennehme. Und mit Dank. Es hat mich sehr gerührt, und dass Sie uns alle drei eingeladen haben.“ Sie widmete Lowrin sogar ein Gedicht, Wurzeln. Ein Vers davon liest sich: „Dann schweigt alles. Nur die Wurzeln reden weiter.“&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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			<pubDate>Tue, 14 Jul 2026 10:37:05 +0000</pubDate>
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                        <title>Politische Krise</title>
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						Nach der Präsidentschaftswahl 2025 ist die Regierung Ciolacu zurückgetreten, obwohl es keinen richtigen Grund dafür gab und sie erst fünf Monate im Amt war. So wurde der Weg für eine neue Koalition und der dauerhaften politischen Krise geebnet. Praktisch politisch inkompatible Parteien, PSD und USR, sollten zusammen regieren. Man hat sogar eine Koalitionsvereinbarung unterzeichnet, die selbstverständlich nicht eingehalten wurde. Keiner wollte...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Nach der Präsidentschaftswahl 2025 ist die Regierung Ciolacu zurückgetreten, obwohl es keinen richtigen Grund dafür gab und sie erst fünf Monate im Amt war. So wurde der Weg für eine neue Koalition und der dauerhaften politischen Krise geebnet. Praktisch politisch inkompatible Parteien, PSD und USR, sollten zusammen regieren. Man hat sogar eine Koalitionsvereinbarung unterzeichnet, die selbstverständlich nicht eingehalten wurde. Keiner wollte Premierminister werden, weil sehr schmerzhafte Maßnahmen bevorstanden. Bis zum Schluss war Ilie Bolojan bereit, die Verantwortung und die ganze öffentliche Kritik zu übernehmen. Auf der Koalitionssitzung hat es immer wieder Meinungsverschiedenheiten gegeben, aber jedes Mal auch Einigungen. Trotz dieser gemeinsamen politischen Standpunkte in der Runde gab es anschließend abends im Fernsehen Attacken der PSD in Richtung Ilie Bolojan, fast ein Jahr lang. Man hat sich auch über den Haushalt 2026 geeinigt und trotzdem hat die PSD beschlossen, die Koalition zu sprengen. Warum es so kam?&nbsp; Vermutlich aus zwei Gründen: Die sinkende Zahl der Zustimmung in den Umfragen für PSD und die steigende für Bolojan bzw. weil bei der beabsichtigten Reform der Staatsbetriebe wichtige Interessen der PSD angetastet wurden. Die Methode, die Bolojan-Regierung zu stürzen, war widerlich und politisch katastrophal. Gemeinsamer Misstrauensantrag mit der AUR, eigentlich eine politische Legitimierung der Rechtsextremisten, Antisemiten und Xenophoben der AUR, SOS, POT und sonstige dieser Art.</p>
<p>Verblüffend war dabei, dass der Staatspräsident, der ganz genau wusste was kommt, absolut nichts unternommen hat, nicht einmal eine öffentliche Stellungnahme, um den Antrag zu blockieren. Der Antrag bekam eine breite Mehrheit im Plenum und die Regierung wurde entlassen. Vermutlich hat Nicușor Dan nichts getan, weil es ihm gepasst hat, dass Bolojan den Premier-Posten verloren hat. Wahrscheinlich hat ihm sein Umfeld erklärt, dass Bolojan eine potentielle Gefahr bei den Präsidentschaftswahlen 2030 darstellt. Dabei hatte Nicușor schon öffentlich erklärt, er möchte ein zweites Mandat, obwohl seit seiner Vereidigung kein Jahr vergangen ist. Absolut absurd! Und so wurde die dauerhafte, chronische politische Krise akut. Bei dem zersplitterten Parlament war keine Mehrheit in Sicht, also wurde der Plan aktiviert, um eine intransparente, miserable Mehrheit zu schaffen, indem manche „Elemente“ aus der PNL verraten sollten, die Partei spalten, um die Stimmen für die neue Regierung zu sichern. Leider hat der Staatspräsident dabei mitgemacht. Zuerst hat er eine politisch aberwitzige Lösung vorgeschlagen. Sein Berater, Vorsitzender einer Mikro-Partei, Eugen Tomac, sollte eine „Experten-Regierung“ leiten, Typen, die nichts mit der Politik zu tun haben, zum Teil unbekannt waren und aus seltsamen Kreisen der Gesellschaft kamen. Auf wessen Empfehlung? Die Politik hat sie abgelehnt und Tomac hat sein Mandat niedergelegt, um keine Schlappe im Parlament zu erleben.</p>
<p>Der zweite Vorschlag des Staatspräsidenten war nicht nur politisch absurd, sondern auch politisch pervers: Veștea, ein Stellvertreter Bolojans aus der Partei, ohne Zustimmung der Partei, um diese zu spalten. Nirgendwo in der zivilisierten Welt kommt so etwas vor. Nur bei uns, an der Dîmbovita, leider zum zweiten Mal. Klaus Johannis hat dasselbe 2020 getan, anstatt den Parteivorsitzenden Ludovic Orban, hat er einen obskuren Senator, Cî]u, vorgeschlagen, der die Partei kaputt gemacht hat und als Premier einige Monate später kläglich gescheitert ist. Die Verräter innerhalb der PNL waren diesmal aber zahlenmäßig zu wenige für die Regierungs-Abstimmung im Plenum.</p>
<p>Der Plan ist gescheitert. Also ist der Reserve-Plan aktiviert worden: AUR sollte mit Stimmen beitragen. Der zweite gravierende politische Fehler, AUR ins Spiel zu bringen. Simion hat die PSD-isten an der Nase herumgeführt, hat so getan als ob er sie unterstützen würde, eine Erniedrigung von Veștea und Nicușor verlangt. Veștea, der zu allem bereit war, wie auch früher als Bürgermeister von Rosenau, Kreisratvorsitzender des Kreises Kronstadt und Entwicklungsminister, ist zu Simion marschiert und hat den „Ring geküsst“. Nicușor war gescheiter und hat es nicht getan.</p>
<p>Trotz dieser Sache hat AUR das Plenum verlassen und die Verräter-Regierung Veștea hat peinliche 189 Stimmen erhalten (sie hätte 233 benötigt).</p>
<p>Wie ich auch öffentlich angekündigt hatte, habe ich weder für den Misstrauensantrag noch für die Regierung Veștea gestimmt!</p>
<p>Die politische Krise sitzt jetzt noch tiefer. Der Präsident muss nochmal vorschlagen. Das macht wenig Sinn, wenn die Parteien (ohne AUR, SOS, POT) sich nicht vorher über einen Kompromiss einigen, sonst gibt es wieder keine Lösung im Parlament.</p>
<p>Es gibt viele politische Analphabeten, die behaupten, dass nach dem zweiten gescheiterten Versuch im Parlament der Staatspräsident vorgezogene Wahlen einberufen muss. Das ist falsch! In der Verfassung steht, dass er nach Konsultationen mit den Parteien es tun KANN. Dazu hat er schon erklärt, dass er keine haben will. Dabei würde nur die AUR profitieren, die anderen hätten vermutlich zusammen weniger als jetzt, müssten aber doch zusammen regieren, um eine Regierungsbeteiligung der Extremisten zu verhindern.</p>
<p>Ich hoffe, dass diesmal sowohl der Präsident, als auch die Parteivorsitzenden intelligenter agieren, indem sie aus der politische Krise was gelernt haben, zugunsten unseres Landes. Schau mer mal!</p>
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			<pubDate>Wed, 08 Jul 2026 05:07:49 +0000</pubDate>
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                    <item>
                        <title>„Einen besseren Weg für Europa gibt es nicht!“</title>
                        <link>https://adz.news/banater-zeitung/artikel-banater-zeitung/artikel/einen-besseren-weg-fuer-europa-gibt-es-nicht</link>
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						Aus erster Hand werden dem BZ-Leser hiermit Informationen über eine der markantesten Persönlichkeiten der europäischen Nachkriegszeit vermittelt: Dr. Stephan Werhahn, Unternehmer, Investor, Berater und Autor, einer der Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers und Gründervaters des vereinten Europas Konrad Adenauer, gewährt in diesem von der BZ-Redakteurin Ștefana Ciortea-Neamţiu geführten Interview Einblick in Adenauers Welt und Wirken. Zugleich...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Anfang des Interviews werden wir auf die Persönlichkeit Konrad Adenauers zu sprechen kommen. Welches ist Ihre erste Erinnerung an Ihren Großvater? </strong></p>
<p>Er ist in das Haus meiner Eltern gekommen, als meine jüngste Schwester zur Welt gekommen ist. Er war immer gerne Gast bei uns. Wenn das seine Reiseroute erlaubte, hat er sich immer auch um die Kinder und die Enkel gekümmert; so war er auch bei meinem Geburtstag in Neuss. Das liegt nicht so weit von seinem Amtssitz Bonn entfernt, in Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>Es war auch typisch für ihn, dass er seine Rolle als Großvater und Vater sehr, sehr klar wahrgenommen hat. Er war nicht der Vater oder Großvater, den man nie gesehen hat. Bei großen Politikern ist es manchmal üblich, dass sie sich überhaupt nicht mehr der Familie gegenüber zeigen, aber Adenauer hat dieses Gleichgewicht ganz natürlich gehalten.</p>
<p>Insbesondere wichtig war das bei den Weihnachtsfesten. Am zweiten Weihnachtstag, am 26. Dezember, da ist auch der Heilige Stephanus, habe ich immer auch noch extra ein Namenstaggeschenk von ihm bekommen. Da waren wir alle versammelt als Familie. Weil seine Frau, meine Großmutter, Gussie, nicht mehr da war (<em>Konrad Adenauers zweite Ehefrau, Auguste „Gussie“, war 1948 verstorben Anm. d. Red.</em>), hat mein Großvater ganz von alleine auch eine fürsorgliche Rolle eingenommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sind Sie in Ihrer Familie mit den Tagesthemen, mit der Politik in Kontakt gekommen? Wurden diese im Familienkreis besprochen?</strong></p>
<p>Ja, sehr viel sogar. Meine Mutter (<em>Elisabeth „Libet“ Werhahn, geb. Adenauer – Anm. d. Red.</em>) war die jüngste Tochter und ist am häufigsten auf Reisen mitgenommen worden. Immer wenn meine Mutter wiederkam, hat sie erzählt, was sie erlebt hat, und zwar nicht speziell im politischen Detail, sondern in der Atmosphäre. Zum Beispiel hat sich mein Großvater, obwohl der Altersunterschied sehr groß war, sehr gut mit John F. Kennedy verstanden. Er ist auch ein paar Mal in den USA gewesen; meine Mutter war meistens dabei. Weil sie gleichaltrig mit Jackie Kennedy gewesen ist, ist eine Art Beziehung entstanden. Wenn meine Mutter und Jackie dabei waren, hat sich die Atmosphäre zwischen den beiden Politikern entspannt.</p>
<p>Das Gleiche war auch eigentlich mit de Gaulle. De Gaulle war ja auch ein sehr eigenwilliger Mensch. Es gab da eine Begegnung, 1958, in Colombey-les-Deux-Églises, wo das Privathaus von de Gaulle ist. Adenauer ist mit einer ganzen Polizei-Eskorte hingefahren. Die französischen Polizisten haben die Führung der Eskorte übernommen; sie sind ins falsche Colombey gefahren, denn es gibt mehrere mit demselben Namen.</p>
<p>Das war also ein unglaubliches Drama, weil in den Dörfern die Kolonne von Adenauer beworfen wurde, weil es ganz große Revanche-Gefühle gegenüber Deutschland gab; die Beziehungen Frankreich – Deutschland waren absolut am Boden.</p>
<p>Das ist erst dann durch diese Begegnung Adenauer – de Gaulle langsam aufgeweicht und verbessert worden. Die Aussöhnung mit Frankreich war eine der großen politischen Leistungen von Adenauer. Diese ist da entstanden.</p>
<p>Da war auch Frau de Gaulle dabei. Sie hat es verstanden, diese beiden Herren auf eine emotionale Ebene zu bringen, indem de Gaulle von seiner Tochter erzählt hat, die behindert war. De Gaulle hat seine Tochter geliebt und hat sich total um sie gekümmert; ganz toll! Und Adenauer hatte seine Frau verloren. Da sind die beiden Herren auf einer ganz anderen Ebene zusammengekommen.</p>
<p>Das hat dazu geführt, dass sie sehr gut miteinander die Dinge in Angriff genommen haben, geregelt haben, auf der politischen Seite. Erstmals muss man diese emotionale Basis haben; dann geht das andere von alleine. Das ist dann natürlich bei uns in der Familie auch sehr stark diskutiert worden.</p>
<p>Folgendes habe ich selber erlebt: Als Kennedy ermordet wurde, haben meine Eltern am Mittagstisch gesessen und geweint, weil Kennedy und seine Frau auch Freunde waren. Das war sehr tiefgehend! Das sind so die Verbindungen zwischen Emotion und Ratio in unserer Familie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute sagt man, dass die Jugend sehr wenige Leitbilder hat. Was an Konrad Adenauers Persönlichkeit wäre heute ein Leitbild für die Jugend? Was möchten Sie von ihm weitergeben?</strong></p>
<p>Im Bundestag hat Adenauer seit 1952 immer wieder ganz deutlich und energisch gesagt, dass Europa gegründet werden müsste. Das ist aber jetzt schon gut über 70 Jahre her. Europa ist immer noch nicht vollendet. Was man heute erkennen und ändern muss, ist einfach dieser Fakt, dass Europa nicht vollendet ist und dass es noch ganz vieler Punkte bedarf, damit es nicht in eine Ansammlung von kleinen Vasallenstaaten der großen Supermächte zerfällt. Das ist eigentlich die Message, die man der Jugend geben muss: dass man durch Einigkeit stark ist!</p>
<p>Es gibt jetzt vier Superpowers; Europa könnte die fünfte sein, aber im Moment gibt es eben nur diese vier: die USA, China, Russland und Indien. Alle anderen sind mittelgroß: Kanada, Japan, Philippinen, Indonesien. Auch in Europa: Frankreich, Deutschland usw. Und auch Rumänien. Das sind alles mittelgroße Länder. Wenn sie sich zusammenschließen und Freihandel treiben oder sich gegenseitig militärisch helfen, dann haben die Großen Respekt davor und man wird nicht angegriffen.</p>
<p>Der Krieg in der Ukraine wäre nicht passiert, wenn die Ukraine als mittelgroßes Land in der NATO oder in der EU gewesen wäre. Das ist genau das Beispiel, was auch 1952 passiert ist: Damals hat Stalin Briefe an die Alliierten geschrieben, an die Amerikaner, an die Engländer, an die Franzosen und hat gesagt, lass uns Deutschland wieder vereinigen, aber es soll neutral sein. Das war natürlich ein Trick: Wenn Deutschland neutral geworden wäre, dann hätte es früher oder später unter einem russischen Einfluss gestanden; dann hätte man kein Militär, gar nichts gehabt, um sich zu wehren. Dann wäre man total abhängig gewesen.</p>
<p>Um das zu verhindern, hat mein Großvater ganz energische Briefe geschrieben, hat alles gemacht und vor allen Dingen als Hauptmaßnahme angeregt, eine europäische Verteidigungsgemeinschaft zu gründen. Dieser Vertrag war fertig ausgehandelt und lag auf dem Tisch. Dann haben die französischen Parlamentarier den Vertrag abgelehnt; er kam nicht zustande. Da hat man bei De Gasperi <em>(italienischer Ministerpräsident nach 1945 und einer der Gründungsväter des vereinten Europas – Anm. d. Red.</em>) zu Hause geweint; das weiß man von der Familie. Denn sie wussten: Wenn Europa nicht militärisch zusammenwächst, wird es auch nicht politisch zusammenwachsen.</p>
<p>Eine militärische Union hat meistens eine politische Union zur Voraussetzung und auch zur Folge. Weil man dann nicht mehr gegeneinander schießt, sondern dieselben Waffen hat. Dann einigt man sich auf eine Strategie und schützt alle, die an diesem europäischen Verteidigungsbund Anteil haben. Das wäre jetzt auch meine zweite wichtigste Anregung, zu sagen, es muss ein solcher europäischer Verteidigungsbund gegründet werden, jetzt wieder, neben der EU, und zwar mit England und ohne Veto-Möglichkeit von Einzelnen, also mit Mehrheitsentscheid. Dann entwickeln wir auch die Waffensysteme nicht zwanzigmal, sondern nur vielleicht dreimal und sparen enormes Geld. Man spart sehr viel Steuermittel und man wächst politisch zusammen. Einen besseren Weg für Europa gibt es gar nicht!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Es gibt viele Gefahren für Europa heute; welches ist Ihrer Meinung nach die größte?</strong></p>
<p>Meines Erachtens ist es die Migration. Zu viele Menschen werden durch den Klimawechsel, Naturkatastrophen und militärische Konflikte genötigt, ihr Land zu verlassen und sich dann irgendwohin zu orientieren. Die größte Gruppe Menschen könnte aus Afrika kommen; auch wegen der dort enorm wachsenden Bevölkerungszahlen. In Zukunft sind es über 3 Milliarden Menschen. Sie wollen friedlich leben, arbeiten, wollen Wohlstand haben, wollen Sicherheit, einen Rechtsstaat. Da können, da müssen wir als Europäer uns darum kümmern. Es sind ja unsere Nachbarn. Das wäre auch ein großer Markt, wenn wir mit ihnen Handel treiben. Eigentlich kann Europa nur gewinnen, wenn Afrika eine afrikanische Union hätte, genau wie die Europäische Union, dass sie untereinander Handel treiben; das würde sehr stark helfen. Und zweitens, dass Afrika mit Europa eine Brücke bilden und Probleme zusammen lösen, z. B. Solarenergie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie stehen Sie zur EU-Erweiterung heute? </strong></p>
<p>Ich glaube, es muss einmal festgelegt werden, wo die Grenze ist. Im Moment sind es an die 10 Kandidaten, die in der Warteschlange sitzen, zum Beispiel Türkei oder Serbien oder Georgien; da sind die Verhandlungen unterbrochen worden, weil sich diese Länder nicht klar zu Europa bekannt haben. Man muss irgendwann den Sack zumachen und sagen: Das ist es jetzt!</p>
<p>Meines Erachtens muss die Ukraine noch da hinein (<em>Das Interview fand im Mai statt, die EU hat Mitte Juni die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und der Moldau gestartet. Anm.d,. Red.</em>), aber ob die Türkei hineinmuss, weiß ich nicht, glaube ich nicht. Sie ist zwar wichtig, strategisch, geopolitisch, aber sie muss nicht in der EU sein. Wichtig wäre, europäische Grenzen zu definieren; man könnte assoziierte Mitglieder schaffen, sodass man mit ihnen Freihandel treiben kann, aber nicht die gesamte verfassungsmäßige Bindung hat. Das wäre zum Beispiel für die Türkei ein guter Schritt.</p>
<p>Oder die Engländer. Wenn sie wollen, können sie mindestens assoziiertes Mitglied werden. Das wird auch kommen, weil viele jetzt eigentlich für die Rückkehr in die EU sind, es wird auch zur Rückkehr auf der militärischen Seite kommen, das sowieso. Wir brauchen sie auch, weil wir keinen amerikanischen Atomschirm mehr haben. Wir haben jetzt nur noch den englischen und den französischen, und die sind so klein. Die Anzahl der Sprengköpfe kann man auch in meinem Buch finden und nachlesen. (Es handelt sich um das 2025 erschienene Buch <em>Europas Resilienz für Frieden, Freiheit und Wohlstand</em> – N. Red.) Wir sind sowieso viel zu klein, aber, wenn wir uns als Europa zusammentun würden, dann könnten wir auch einen gemeinsamen Schutzschirm haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zur Erweiterung haben Sie auch eine der Fragen am Anfang ihres Buches formuliert: Wer ist Europa, wer gehört zu Europa? Wie würden Sie jetzt antworten auf diese Frage?</strong></p>
<p>Ja, eigentlich die 27, die jetzt da sind, plus einige, die jetzt noch in der Verhandlung sind. Aber nicht alle, sodass es wahrscheinlich auch eben diese Gruppe der assoziierten Mitglieder geben wird.</p>
<p>Bei den Mitgliedern, die jetzt da sind, kann man auch noch Unterschiede machen. Man kann volles Mitglied sein, oder man hält sich zum Beispiel vor, die Währung zu behalten. Zum Beispiel in Rumänien gibt es nach wie vor die rumänische Währung, und das gibt der Regierung mehr Spielraum, mehr Freiheit, um wirtschaftlich den Außenwert der Währung dazu zu benutzen, um zu starke Importe aus anderen Ländern abzuwehren, also man kann damit makroökonomisch steuern. Ansonsten gehen die Firmen in diesen Ländern zugrunde, die diesem Wettbewerb nicht widerstehen können. Also muss man stufenweise vorgehen.</p>
<p>Die Frage ist eigentlich ganz klar zu beantworten: Die, die heute drin sind, sind drin. Da gibt es eben noch Abstufungen mit der Währung und auch mit der politischen und der militärischen Zusammenarbeit. Wenn das alles geklärt ist, dann ist Vollmitgliedschaft.</p>
<p>Aber wegen der Migration müssen wir irgendwo auch Grenzen setzen, die dann auch entsprechend geschützt und verteidigt werden. Da wollen wir keine offenen Türen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Sie haben auch bei dem Vortrag auch erwähnt, dass Sie während Ihres Studiums in den USA der Student von Henry Kissinger gewesen sind. Was glauben Sie, würde Henry Kissinger zu der heutigen Sachlage weltweit sagen? </strong></p>
<p>Er würde ganz trocken analysieren, dass es eben vier Großmächte gibt, USA, Russland, China, Indien. Vielleicht Europa! Der berühmte Spruch von Kissinger ist: „If I want to call Europe, which number shall I dial?“ (<em>„Wen rufe ich denn an, wenn ich nach Europa anrufen will?“ – Anm. d. Red.</em>) Er muss mehrere Nummern wählen, das ist klar.</p>
<p>Das heißt, Kissinger würde darauf hinarbeiten, dass eine Balance entsteht zwischen einerseits den diktatorischen Ländern, China, Russland, und den anderen Ländern, Amerika, Indien und Europa. Nur wenn es uns gelingt, Europa, Indien und Amerika wieder als demokratische Großmacht in diesem Großmachtverhältnis in Balance zu positionieren, dann gibt es keinen Krieg. Wenn alle fünf in einer Balance wären, dann gäbe es keinen Krieg, weil dann die Interessen ausgeglichen wären.</p>
<p>Wenn aber drei gegen einen sind, und es ist in einem unausgewogenen Verhältnis, dann entstehen Spannungen, und die führen natürlich irgendwann mal zu einer militärischen Auseinandersetzung. Und dann gibt es einen Weltkrieg allerdings. Alle 100 Jahre in der Geschichte Europas hat es Krieg gegeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Also sind Sie jetzt eher pessimistisch?</strong></p>
<p>Ich hoffe, dass wir das schaffen. Wir haben ja jetzt seit 1945 bis heute, das sind schon über 80 Jahre, Frieden. Einigermaßen Frieden. Der nächste große Krieg ist jetzt der Krieg in der Ukraine. Und das ist ein richtiger Krieg. Und den müssen wir eigentlich verhindern.</p>
<p>Diese Gedanken kommen mir, wenn ich an Kissinger denke. Und sein Buch <em>World Order</em> (<em>Weltordnung</em> – <em>Anm. d. Red.</em>) – das muss man natürlich gelesen haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zum Schluss sollten wir wieder auf Ihren Großvater zu sprechen kommen. Ein Wort von ihm, das Sie auch weiterleiten möchten? </strong></p>
<p>Ja, da gibt es so ein schönes Wort. 1954 sagte Adenauer über die Notwendigkeit, geeint als Europa aufzutreten: „Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle.“ Das ist eigentlich in aller Kürze das Wichtigste.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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			<pubDate>Tue, 07 Jul 2026 10:47:22 +0000</pubDate>
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                    <item>
                        <title>Karikaturen, karitativ und Kaffehauskultur  </title>
                        <link>https://adz.news/banater-zeitung/artikel-banater-zeitung/artikel/karikaturen-karitativ-und-kaffehauskultur</link>
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						„Kaffehauskultur aufwerten“ heißt das, was der Dichter und Journalist George Lână&amp;nbsp;mit seiner Ausstellung im Temeswarer Carol-Café - zwischen Küttel-Platz und Studentenkulturhaus gelegen – mit seiner Ausstellung bezweckte. Freunde, die hier Geburtstagsfeiern und Feste erlebt hatten, sind nun in dem Café –&amp;nbsp;karikiert von Radu Clețiu – zu sehen. Die Texte dazu hat humorvoll, treffend und mit Fingerspitzengefühl der Ausstellungsorganisator,...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Kaffehauskultur aufwerten“ heißt das, was der Dichter und Journalist George Lână&nbsp;mit seiner Ausstellung im Temeswarer Carol-Café - zwischen Küttel-Platz und Studentenkulturhaus gelegen – mit seiner Ausstellung bezweckte. Freunde, die hier Geburtstagsfeiern und Feste erlebt hatten, sind nun in dem Café –&nbsp;karikiert von Radu Clețiu – zu sehen. Die Texte dazu hat humorvoll, treffend und mit Fingerspitzengefühl der Ausstellungsorganisator, George Lână, verfasst. Eine solche Aufwertung der Cafés sei in unseren Tagen ganz selten, lobte der Journalistikprofessor Marcel Tolcea, der zusammen mit dem Kunstkritiker Ovidiu Justinianu und dem Veranstalter George Lân² die Gastgeber des Abends waren. In Strichzeichnungen dargestellt sind Hochschulprofessoren, Gymnasiallehrer, Künstler, Unternehmer, Politiker und Journalisten. Es war ein geselliges Beisammensein in einer kulturell-künstlerischen Atmosphäre, mit einer sozialen Komponente. Über eine Spende der Teilnehmer unterstützte der Veranstalter zwei Sozialfälle: Einen Schüler aus dem Banater Kolleg und einen aus dem William-Shakespeare-Lyzeum. (st)&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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			<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 07:39:08 +0000</pubDate>
                    </item>
                
                    <item>
                        <title>Banater Zeitung öffnet ihre Türen für den journalistischen Nachwuchs</title>
                        <link>https://adz.news/banater-zeitung/artikel-banater-zeitung/artikel/banater-zeitung-oeffnet-ihre-tueren-fuer-den-journalistischen-nachwuchs</link>
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						Workshop für Studierende des Studiengangs Übersetzen und Dolmetschen der Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Politehnica-Universität Temeswar vermittelt Einblicke in Medienpraxis, Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit.
					
			</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Bereits zum elften Mal öffneten die Redaktionsräume der <em>Banater Zeitung</em> und der <em>Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien</em> ihre Türen für Studierende des deutschsprachigen Studiengangs Übersetzen und Dolmetschen der Fakultät für Kommunikationswissenschaften an der Politehnica-Universität Temeswar. Der Workshop „Fremdsprachen und Übersetzung. Berufsperspektiven im Bereich Medien und Öffentlichkeitsarbeit“ bot den Teilnehmern weit mehr als einen Einblick in mögliche Berufsfelder. Er machte erfahrbar, welche Bedeutung Sprache als Vermittlerin zwischen Menschen, Kulturen und gesellschaftlichen Wirklichkeiten besitzt. Der Workshop machte deutlich, dass Übersetzen weit mehr bedeutet als die Übertragung von Wörtern von einer Sprache in eine andere. Die Studierenden arbeiteten in authentischer Redaktionsatmosphäre mit journalistischen Texten, analysierten unterschiedliche Darstellungsformen und übersetzten aus dem Deutschen ins Rumänische an. Dabei wurden jene Schwierigkeiten sichtbar, die den Beruf des Übersetzers seit jeher begleiten: idiomatische Wendungen, kulturgebundene Begriffe oder stilistische Besonderheiten lassen sich selten eins zu eins übertragen.</p>
<p>Im Mittelpunkt des Workshops stand auch die Begegnung mit der journalistischen Praxis. Chefredakteur Siegfried Thiel stellte den Studierenden die Redaktion der Banater Zeitung vor und gewährte ihnen Einblicke in die organisatorischen Abläufe und den Arbeitsalltag einer deutschsprachigen Zeitung in Rumänien. Er erläuterte den Weg eines Beitrags von der ersten Idee über die Recherche und Redaktion bis hin zur Veröffentlichung und sprach über die Anforderungen, denen sich Journalisten in einer sich wandelnden Medienlandschaft stellen müssen. Darüber hinaus beschäftigten sie sich mit der von Siegfried Thiel koordinierten Medienbroschüre „Medienwirksam vor Diktiergerät und Kamera“ (Siegfried Thiel, Ștefana Ciortea-Neamțiu, Adi Ardelean). Anhand ausgewählter Textpassagen übersetzten sie aus dem Deutschen ins Rumänische und diskutierten über sprachliche Feinheiten. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Diskussion über das jüngste Buch von Siegfried Thiel „Das Banater Kulturerbe heute. Kirchweih im Banat. Religiöse und weltliche Perspektive“. Der Band bot den Studierenden die Möglichkeit, sich mit Aspekten der deutschen Kulturgeschichte im Banat auseinanderzusetzen und zugleich jene Herausforderungen kennenzulernen, die kulturell geprägte Inhalte für Übersetzer mit sich bringen.</p>
<p>Seit vielen Jahren verbindet die Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Politehnica-Universität Temeswar eine enge Partnerschaft mit der <em>Banater Zeitung</em>, der <em>Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien</em> und dem Demokratischen Forum der Deutschen im Banat. Diese Zusammenarbeit eröffnet den Studierenden Praktikumsmöglichkeiten und ermöglicht ihnen auch den direkten Kontakt mit einem Berufsfeld, das sprachliche Kompetenz, kulturelles Wissen und gesellschaftliche Verantwortung in besonderer Weise vereint. Die Geschichte zeigt, dass sich die Arbeitswelt ständig verändert. Zahlreiche Berufe, die einst als unverzichtbar galten, sind verschwunden oder spielen heute nur noch eine untergeordnete Rolle.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um bei den Kommunikationswissenschaften zu bleiben: Die Fähigkeit zu kommunizieren erschöpft sich nicht in der bloßen Weitergabe von Informationen. Kommunikation beginnt nämlich erst dort, wo Menschen aufeinandertreffen, Fragen stellen, Missverständnisse klären, Positionen aushandeln und Vertrauen aufbauen, ganz einerlei, ob es sich dabei um Journalisten, Pressesprecher oder Dolmetscher handelt. Gerade die Fähigkeit, Verständnis zwischen Menschen herzustellen, dürfte auch in Zukunft nur schwer zu ersetzen sein. Es ist daher durchaus denkbar, dass Berufe, deren Kernkompetenz in der Kommunikation und Vermittlung liegt, in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werden.</p>
<p>Der Workshop wurde von Univ.-Lektorin Dr. Ana-Maria Dascălu-Romițan in Zusammenarbeit mit Siegfried Thiel, den Redaktionen der <em>Banater Zeitung</em> und der <em>Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien</em> sowie dem Demokratischen Forum der Deutschen im Banat organisiert.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Banater Zeitung</category>
                            
                        
                        
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			<pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:08:57 +0000</pubDate>
                    </item>
                
                    <item>
                        <title>Ein Wettbewerb, der Wege verändert</title>
                        <link>https://adz.news/banater-zeitung/artikel-banater-zeitung/artikel/ein-wettbewerb-der-wege-veraendert</link>
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						Die zehnte Ausgabe der „Olimpiadele comunicării“ brachte junge Talente aus dem ganzen Land nach Temeswar. Zu den langjährigen Partnern der Veranstaltung zählt auch die Banater Zeitung.
					
			</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p class="p1">Die Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Politehnica-Universität Temeswar öffnete ihre Türen für Hunderte von Schülern, die an der 10. Ausgabe des Wettbewerbs „Olimpiadele comunicării“ teilnahmen, ein Schülerwettbewerb der im Rahmen der Veranstaltung „Politehnica Timișoara – Ein Schritt in deine Zukunft!“ (Politehnica Timi{oara – Un pas spre viitorul tău) stattfand. In seiner Eröffnungsrede sprach der Dekan der Fakultät für Kommunikationswissenschaften, Univ.-Prof. Dr. Daniel Dejica-Cartiș, über die Bedeutung der nationalen Wettbewerbe für Schüler und über die Tradition der Kommunikationsolympiaden, die bereits ihre zehnte Ausgabe erreicht haben. Der Dekan hob hervor, dass im Verlauf der zehn Wettbewerbsauflagen Tausende von Jugendlichen an diesem beliebten Wettbewerb teilgenommen haben.</p>
<p class="p1">Mehr als 250 Schüler aus dem ganzen Land beteiligten sich am diesjährigen Wettbewerb für Kommunikations- und Fremdsprachenbegeisterte und traten in vier Kategorien an: Rumänisch (Essay) sowie Englisch, Französisch und Deutsch (jeweils Essay und Übersetzung). Insgesamt wurden 24 Schüler für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet.</p>
<p class="p2">Es gibt Ereignisse, die auf den ersten Blick wie gewöhnliche Wettbewerbe erscheinen. Schüler kommen, schreiben Texte, übersetzen, warten auf Ergebnisse und nehmen am Ende Urkunden und Preise entgegen. Doch manchmal verbirgt sich hinter einer solchen Veranstaltung etwas, das weit über Punkte, Platzierungen und Diplome hinausgeht. Man könnte sich fragen: Was bleibt eigentlich nach einem solchen Tag? Bleibt nur ein Foto, das später in einem Album verschwindet? Bleibt nur eine Urkunde, die irgendwann zwischen Schulunterlagen aufbewahrt wird? Oder beginnt hier vielleicht etwas anderes? Der deutsche Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann schrieb einst: <em>Die Zukunft ist etwas, das die meisten erst lieben, wenn sie Vergangenheit geworden ist.</em> Dieser Satz klingt zunächst beinahe paradox. Und doch steckt darin eine bemerkenswerte Beobachtung. Die meisten Menschen erkennen erst Jahre später, welche Momente ihr Leben tatsächlich geprägt haben. Vielleicht wird einer jener Schüler, die heute im Saal saßen, in zehn Jahren Journalist sein. Vielleicht wird jemand Kommunikationsberater, Lehrer, Übersetzer, Diplomat oder Wissenschaftler. Vielleicht wird eine Schülerin, die heute aufgeregt auf die Bekanntgabe der Ergebnisse wartete, später selbst vor jungen Menschen stehen und ihnen Mut machen. Und vielleicht wird sie sich plötzlich erinnern. An einen Tag wie diesen. An eine Reise nach Temeswar. An eine Universität. An eine Bühne.</p>
<p class="p2">&nbsp;</p>
<p class="p2"><strong>Partner und Institutionen unterstützen junge Talente</strong></p>
<p class="p2">Man könnte natürlich sagen: Es ist nur ein Wettbewerb. So könnte man es betrachten. Aber manchmal täuscht gerade das Offensichtliche. Denn merkwürdigerweise beginnen die wichtigen Dinge im Leben selten mit einem großen Ereignis. Sie beginnen oft mit etwas Kleinem, das zunächst kaum Bedeutung zu besitzen scheint. Vielleicht mit einem Lehrer, der plötzlich sagt: <em>Versuch es</em>. Vielleicht mit einem ersten Text. Vielleicht mit einer Reise nach Temeswar. Und Jahre später erkennt man, dass jener scheinbar gewöhnliche Tag keineswegs gewöhnlich war. Denn die Zukunft besitzt eine seltsame Eigenschaft: Sie kündigt sich nicht an. Sie erscheint nicht mit Trompeten und Musik. Sie setzt sich manchmal einfach in die letzte Reihe eines Saales und wartet. Gerade im Zusammenhang mit jungen Menschen und neuen Wegen gewinnen Goethes Worte eine besondere Bedeutung: <em>Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es.</em> Dieser Satz wurde oft zitiert und manchmal vielleicht zu oft verwendet. Doch in einem Raum voller junger Menschen gewinnt er plötzlich wieder seine ursprüngliche Kraft zurück. Denn Zukunft entsteht selten spektakulär. Sie beginnt meistens unbemerkt. Heute. Im Hier und Jetzt.&nbsp; Mit einem Gespräch. Mit einer Begegnung. Mit einem Lehrer, der an einen jungen Menschen glaubt. Mit einem Wettbewerb. Mit einem Text. Vielleicht ist genau dies die eigentliche Schönheit solcher Veranstaltungen. Sie geben jungen Menschen nicht nur Antworten. Sie geben ihnen Möglichkeiten. Und Möglichkeiten besitzen etwas beinahe Magisches. Sie verlangen keine endgültigen Entscheidungen. Sie öffnen Türen. Vielleicht werden einige der Teilnehmer später völlig andere Wege einschlagen. Aber selbst dann wird etwas bleiben: die Erfahrung, Gedanken in Worte verwandeln zu können. Und gerade in einer Zeit, in der vieles schneller geworden ist, erscheint diese Fähigkeit wichtiger denn je. Hans-Georg Gadamer verstand Kommunikation nicht nur als Austausch von Worten, sondern als Begegnung zwischen Menschen: <em>Das Gespräch hat eine verwandelnde Kraft.</em> Kommunikation bedeutet nämlich weit mehr als Sprache allein. Sie bedeutet Zuhören. Verstehen. Fragen stellen. Brücken bauen. Vielleicht liegt gerade darin die stille Hoffnung solcher Wettbewerbe. Nicht darin, die Besten zu finden. Sondern darin, Menschen zu helfen, die beste Version ihrer selbst zu entdecken. Und vielleicht sitzt heute irgendwo in diesem Saal jemand, der noch gar nicht ahnt, dass seine eigentliche Geschichte gerade erst begonnen hat. Seitens der Fakultät für Kommunikationswissenschaften wurde der Wettbewerb von Univ.-Lekt. Dascălu-Romițan koordiniert, die auch die Preisverleihung moderierte. Diese fand im Konferenzzentrum der UPT, im Mehrzwecksaal der Bibliothek der Politehnica-Universität statt. Die Preise wurden von der Politehnica-Universität Temeswar, der Fakultät für Kommunikationswissenschaften sowie von institutionellen und kulturellen Partnern gestiftet, die die Veranstaltung unterstützten. Der erste Preis in der Sektion Rumänisch/Essay wurde vom Lions Club Iris Timișoara gesponsert und ging an die Schülerin <strong>Dura Georgiana-Emilia, </strong>aus der 12. Klasse aus Novaci, während der erste Preis in der Kategorie Deutsch von der „Banater Zeitung Temeswar” / „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“ vergeben wurde. Den ersten Preis in der Kategorie Deutsch gewann der Schüler Jannik Welzeck aus der 11. Klasse des Nikolaus-Lenau-Lyzeums Temeswar, dessen Lehrerin Cecilie Teuschländer ist. Überreicht wurde der erste Preis in Deutsch von Dana Miculescu im Namen der Redaktion der „Banater Zeitung Temeswar”. Sie übergab Jannik Welzeck das Diplom und ein Jahresabonnement der „Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien“. Die „Banater Zeitung Temeswar“ unterstützt den Wettbewerb bereits seit seinen ersten Ausgaben und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit der Fakultät für Kommunikationswissenschaften. Die Preise für die französische Sprachsektion wurden mit Unterstützung des Institut Français de Timișoara vergeben, jene für die deutsche Sprachsektion mit Unterstützung des Deutschen Kulturzentrums Temeswar und des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat, die den Wettbewerb seit den ersten Ausgaben begleiten. Für Englisch wurden die Preise von der Universität und Fakultät gestiftet. Die Veranstaltung wurde mit der Preisverleihung im Rahmen der Veranstaltung „Politehnica Timișoara – Ein Schritt in deine Zukunft!“ fortgesetzt, an welcher die Gewinner aller nationalen Wettbewerbe teilnahmen, die von allen Fakultäten der Politehnica-Universität Temeswar organisiert wurden. Im Auditorium des Konferenzzentrums überreichte Dekan Dejica-Cartiș Diplome und Preise an die Schüler, die die Plätze I, II und III in den vier Kategorien des Wettbewerbs „Olimpiadele comunicării“ belegten. Begleitet wurde er dabei von Iasmina Velimirovici. Vor acht Jahren hatte Iasmina selbst als Schülerin am Wettbewerb „Olimpiadele comunicării“ teilgenommen, anschließend an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften studiert und ist heute als Lehrkraft an der Institution tätig.</p>
<p class="p2">&nbsp;</p>
<p class="p2"><strong>Kommunikation und Fremdsprachen gewinnen an Bedeutung</strong></p>
<p class="p1">Die Organisatoren betonten, dass die hohe Teilnehmerzahl das wachsende Interesse junger Menschen für die Bereiche Kommunikation und Fremdsprachen bestätige – Bereiche, die im Rahmen der Studiengänge Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie Übersetzen und Dolmetschen an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften vertieft werden können. An der FSC gibt es seit über 30 Jahren auch deutschsprachige Studiengänge und Deutsch wird als Fremdsprache an der UPT an allen Fakultäten studiert.&nbsp; Der Wettbewerb „Olimpiadele comunicării“ wurde von betreuenden Lehrkräften und von der Schulleitungen zahlreicher Lyzeen aus dem ganzen Land unterstützt, ebenso von den Partnern der Fakultät für Kommunikationswissenschaften, die zur Auszeichnung der Teilnehmenden beitrugen. Zu den Partnern zählen das Demokratische Forum der Deutschen im Banat, die „Banater Zeitung Temeswar“, die „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“, der Lions Club Iris Temeswar (Clubul Lions Iris Timișoara), das Deutsche Kulturzentrum Temeswar, die Rumänisch-Deutsche Kulturgesellschaft Temeswar, das Institut Français de Timișoara sowie das Zentrum für Berufsberatung und Karriereorientierung der UPT (CCOC). Die Preisverleihung des Wettbewerbs „Olimpiadele comunicării“ wurde mit Unterstützung der Lehrkräfte und Studierenden der Studentenvereinigung Liga FSC organisiert und von Dr. Ana-Maria Dascălu-Romițan koordiniert.</p>
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			<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 08:49:44 +0000</pubDate>
                    </item>
                
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                        <title>Konrad-Adenauer-Enkel mit Vortrag in Temeswar</title>
                        <link>https://adz.news/banater-zeitung/artikel-banater-zeitung/artikel/konrad-adenauer-enkel-mit-vortrag-in-temeswar</link>
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						„Wenn man eine Vision, ein Ziel hat und ein Weg nicht funktioniert, kann ein anderer funktionieren. Diese Flexibilität zeichnete Konrad Adenauer aus.“ Dies erklärte Dr. Stephan Werhahn, Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers, der am vergangenen Dienstagabend Gast der West-Universität gewesen ist, wo er einen Vortrag zum Thema „Für eine bessere Zukunft namens Europa“ gehalten hat. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Deutschen Kulturzentrum...
					
			</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Wenn man eine Vision, ein Ziel hat und ein Weg nicht funktioniert, kann ein anderer funktionieren. Diese Flexibilität zeichnete Konrad Adenauer aus.“ Dies erklärte Dr. Stephan Werhahn, Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers, der am vergangenen Dienstagabend Gast der West-Universität gewesen ist, wo er einen Vortrag zum Thema „Für eine bessere Zukunft namens Europa“ gehalten hat. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Deutschen Kulturzentrum Temeswar in Partnerschaft mit dem Goethe-Institut, der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem DFDB, dem Konsulat der BRD in Temeswar, der West-Universität Temeswar und dem Deutschsprachigen Wirtschaftsclub.</p>
<p>Als im September 1949 der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt wurde, erhielt einerseits Deutschland den Impetus zum Neuanfang, andererseits hat Europa einen Visionär gewonnen, der in der Reihe der Gründerväter, der Erschaffer von Frieden in Europa steht, denken wir nur an die historische Versöhnung mit Frankreich und die Erschaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft EWG. Am 5. Januar jährte sich Konrad Adenauers Geburtstag zum 150. Mal, seine Vision von Europa muss heute weitergetragen werden, wenn Frieden und Wohlhaben herrschen sollen.</p>
<p>Stephan Werhahn hat Jura in Göttingen, Außenpolitik an der Georgetown Universität in Washington, D.C. studiert, seine zweite juristische Staatsprüfung in Hamburg abgelegt, einen Ph. D.-Titel in internationaler Politik erworben und an der Business-School IESE in Barcelona das Advanced Management Programm absolviert. Er hat unter anderem für internationale Großunternehmen und Banken gearbeitet und ist derzeit als Unternehmer, Investor und Berater tätig. Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Instituts Europa der Marktwirtschaften e.V. der Steinbeis-University sowie Mitglied des Bundesvorstandes des Bundes Katholischer Unternehmer.</p>
<p>Sein jüngstes Buch „Europas Resilienz für Frieden, Freiheit und Wohlstand. Strategien und Lösungen über Generationen hinweg“, das 2025 im Lau-Verlag in Reinbek erschienen ist, stellt nicht nur einen Katalog der Probleme und Krisen auf, mit denen sich Europa heute konfrontiert, sondern bietet Lösungen dafür. Der Vortrag an der West-Universität fußte auf dem Buch und verband Konrad Adenauers Erbe mit der heutigen Zukunftsvision von Europa.</p>
<p>Als ein gutes Beispiel für die eingangs genannte Geschicklichkeit Adenauers, neue Wege zu finden, nannte der Gast „das Jahr 1954, als der Vertrag zur europäischen Verteidigung ausgehandelt, aber damals nicht vom französischen Parlament verabschiedet wurde. Plötzlich stand Europa also wieder ohne jegliche Sicherheitsstruktur da. Adenauers Lösung lautete: ‚Wenn wir keine europäische Verteidigungsgemeinschaft haben können, dann will ich einen europäischen Vertrag und Mitglied der NATO werden.‘ Das war damals Deutschlands Sicherheitsgarantie.“</p>
<p>Das aber wiederum brachte den Redner in die Gegenwart: „Vergleichen kann man das mit unserer heutigen Diskussion über die Ukraine. Deutschland sagte damals: ‚Wenn ich der Union mit den anderen Europäern und insbesondere auch mit den Amerikanern beitrete, dann haben wir die Sicherheit, die wir brauchen.‘“</p>
<p>Bahnbrechend neu war Konrad Adenauers Idee von einem vereinten Europa; aber an dieser Idee müssen wir heute weiterarbeiten: „Was er aber schon damals voraussah, war, dass es nicht genügte, die im Krieg zerstörten Dinge wiederaufzubauen, sondern dass etwas Neues geschaffen werden musste. Und neu war die Idee, so viele europäische Partner zu haben und eine Art Vereinigte Staaten von Europa zu gründen – zumindest eine Struktur, in der wir dauerhaft zusammenarbeiten können. 2005 gab es den letzten Versuch, eine europäische Verfassung zu verabschieden, der aber ebenfalls scheiterte.“</p>
<p>Doch gerade eine europäische Verfassung bedeutet ein stärkeres Europa: „Daraufhin wurde der Vertrag von Lissabon geschlossen, und einige Elemente wurden darin umgesetzt. Aber wir haben noch immer keine Verfassung. Ich bin ein starker Verfechter des Subsidiaritätsprinzips und glaube, dass wir kein klares Bild haben, solange wir keine Verfassung haben, die genau definiert, auf welcher Ebene die Verantwortung liegt und welche Ebene politischer Entscheidungsfindung für die Lösung bestimmter Probleme am besten geeignet ist.“</p>
<p>Dr. Stephan Werhahn hob hervor, dass „wir offensichtlich noch nicht am Ziel sind.“ Er drückte aber auch seine Hoffnung aus, „dass sich das ändert, dass wir pragmatischer werden, in die Länder der anderen reisen, miteinander sprechen und uns über praktische Lösungen austauschen, um schließlich die institutionellen Grundlagen für eine operative Zusammenarbeit zu schaffen, so etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa.“ Eine besondere Rolle, Europa voranzubringen, kämen dabei zum Beispiel auch den Grassroot-Akteuren sowie den Stadtverwaltungen zu, die Partnerschaften eingehen.</p>
<p>Der Vortrag wurde von mehreren Reden umrahmt. Anja Zougouari, die Konsulin Deutschlands in Temeswar erklärte: „Konrad Adenauer gehörte einer Generation an, die Katastrophen erlebt hat: Kriege, Diktatur, Hass zwischen den Nationen. Und trotzdem glaubte er an etwas Außerordentliches, dass Europa eine Gemeinschaft des Friedens, der Zusammenarbeit und der gemeinsamen Verantwortung bekommen könne.“</p>
<p>Univ.-Lekt. Dr. Alexandru Jădăneanţ, der Dekan der Fakultät für Governance und Kommunikationswissenschaften, überbrachte das Grußwort des Rektors der Universität Univ.-Prof. Dr. Marilen Pirtea: „Als akademische Gemeinde glauben wir fest daran, dass der Dialog über Europa nicht nur notwendig, sondern essenziell für die Entwicklung der jungen Generationen ist, die das europäische Projekt weiterbilden und verteidigen werden.“</p>
<p>Dr. Stefan Hofmann, der der Leiter des Auslandsbüros Rumänien der Konrad-Adenauer-Stiftung: „Heute ist wieder Resilienz gefragt, denn die alten Systeme können sich nicht so schnell anpassen, wie es das Tempo des Wandels erfordert. Und eine unserer wichtigsten Herausforderungen ist, uns neu zu definieren, was die Sicherheitspolitik betrifft, es geht um Entscheidungsprozesse, die oft zu langsam sind in Europa und das wahre Potenzial unserer Gemeinschaft bremsen. Nationaler Egoismus, selbst innerhalb Europas, hemmt die wahre Stärke unserer Staatengemeinschaft. Gleichzeitig spüren wir, wie der gesellschaftliche Zusammenhalt schwindet, die Unsicherheit unter den Menschen zunimmt, und dieses Gefühl wird durch Desinformation, Fake News und den Einfluss ausländischer Akteure verstärkt. Daher ist heute wieder Zeit für eine Vision.“</p>
<p>Dejan Popov, Vizepräfekt des Kreises Temesch: „Heute, 150 Jahre nach der Geburt Adenauers, steht Europa wieder vor großen Herausforderungen, geopolitischen Spannungen, Sicherheitskrisen und rapiden Veränderungen in Wirtschaft und Technologie. Ausgerechnet in solchen Momenten wird Adenauers Erbe noch relevanter.“</p>
<p>Mona Petzek, die Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Temeswar: „‚Europa ist machbar‘ – das behauptet Stephan Werhahn kräftig, das ist der optimistische Ton, mit dem er sein Publikum anspricht.“</p>
<p>Univ.-Prof. Dr. Silviu Rogobete, der die Gespräche nach dem Vortrag moderiert hat, unterstrich „die Bedeutung der Stärkung der Union gerade jetzt noch einmal, denn wir alle wissen, dass wir uns global an einem Scheideweg befinden. Es gibt ein Wiederaufleben globaler Machtkämpfe, einen Wettstreit der Supermächte, und die Schwachen werden sich den Starken unterordnen müssen. Vor 30 Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir wieder einmal in die Logik des Supermachtwettbewerbs zurückfallen werden.“</p>
<p>Während des mehrtägigen Aufenthalts in Temeswar haben Dr. Stephan Werhahn und Dr. Stefan Hofmann am Mittwoch einen Besuch im Adam-Müller-Guttenbrunn-Haus abgestattet, wo ein Gespräch mit Benjamin Neurohr, dem Vorsitzenden des DFDB und ein Treffen mit Schülern des Nikolaus-Lenau-Lyzeums und des Banater Kollegs stattgefunden haben.</p>
<p><em>Lesen Sie demnächst ein Interview mit Dr. Stephan Werhahn in der Banater Zeitung!</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
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			<pubDate>Fri, 29 May 2026 09:20:33 +0000</pubDate>
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                        <title>Sibylle Bergemann, von „Sibylle“ bis „Geo“</title>
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						Eine junge Dame mit Béret schaut selbstsicher in die Kamera, eine Zigarette zwischen den Fingern, blickt auf den heutigen Betrachter aus einem Schwarz-Weiß-Bild aus einer Zeit, in der Cowboys für die Glimmstängel warben; allerdings drüben, hinter der Mauer, mit der die junge Frau aufgewachsen ist. Das 1974 entstandene Bild der Schauspielerin Katharina Thalbach ziert heute das Plakat für die Ausstellung „Sibylle Bergemann – Fotografien“, die am...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Eine junge Dame mit Béret schaut selbstsicher in die Kamera, eine Zigarette zwischen den Fingern, blickt auf den heutigen Betrachter aus einem Schwarz-Weiß-Bild aus einer Zeit, in der Cowboys für die Glimmstängel warben; allerdings drüben, hinter der Mauer, mit der die junge Frau aufgewachsen ist. Das 1974 entstandene Bild der Schauspielerin Katharina Thalbach ziert heute das Plakat für die Ausstellung „Sibylle Bergemann – Fotografien“, die am Donnerstagnachmittag im ISHO-Bürogebäude 1 eröffnet wurde.</p>
<p>Damit setzt das Deutsche Kulturzentrum Temeswar eine Tradition fort, denn die Ausstellung ist Teil des ifa-Programms zur internationalen Förderung zeitgenössischer deutscher Kunst und Künstler. Das Deutsche Kulturzentrum hat in Zusammenarbeit mit dem ifa die Ausstellungen „Helldunkel – Fotografien aus Deutschland” von Barbara Klemm im Jahr 2022 und „Paula Modersohn-Becker und die Künstlerkolonie Worpswede. Zeichnungen und Grafiken (1895–1906)” im Jahr 2024 organisiert. Aber bereits 2016 wurden in Temeswar die Fotografien von Arno Fischer gezeigt, und gerade zu der Ausstellung vor zehn Jahren gäbe es einen besonderen Bezug, wie Mona Petzek, die Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Temeswar, bei der Eröffnung erklärte, denn Arno Fischer war Sibylle Bergemanns Mentor und Partner.</p>
<p>Anja Zougouari, die Konsulin Deutschlands in Temeswar, hob in ihrer Rede hervor, dass die jetzige Ausstellung „eine der bedeutendsten deutschen Fotografinnen Deutschlands der Nachkriegszeit“ würdige: „Ihre Fotografien erzählen keine lauten Geschichten, sie beobachten, sie verdichten, sie zeigen Gesichter wie Romane und Städte wie Bühnen menschlicher Erfahrung.“ Vizepräfektin Liliana Oneţ unterstrich, dass die Fotografien „die Änderungen im östlichen Teil Deutschlands vor und nach der Wende“ zeigten und „ein wertvolles visuelles Zeugnis“ darstellten.</p>
<p>Kuratorin Frieda von Wild, zugleich Tochter und Nachlassverwalterin der Fotografin erzählte über die Entstehung der Ausstellung, welche ihre Mutter „im Jahr 2006 noch selbst zusammengestellt (hatte). Sie wurde zum ersten Mal in Berlin in der Akademie der Künste gezeigt und dann, kurze Zeit später, als Tournee-Ausstellung vom Institut für Auslandsbeziehungen.“ Ifa-Regionalkoordinatorin Teodora Talhoş wies darauf hin: „Die Ausstellung ist schon überall auf der Welt gezeigt worden, von Mexiko bis Indien; seit 2025 in Rumänien, bereits in Bukarest, Klausenburg und Kronstadt und nun in Temeswar.“</p>
<p>Mit viel Sensibilität erinnerte Frieda von Wild an Sibylle Bergemann, die auch nach einer Krebsdiagnose „mehr geschaffen (hat), als manch anderer Mensch in seinem Leben lang schafft. Sie war besessen davon, Bilder zu machen und sie war noch lange nicht damit fertig. Sie hatte immer eine Kamera parat, im Auto, manchmal sogar auf dem Schoß, mindestens aber auf dem Beifahrersitz. Oder sowieso die kleine Minox in der Jackentasche. Und sie hatte Geduld. Geduld und Vertrauen, darauf zu warten, dass das gute Bild zu ihr kommen wird.“</p>
<p>Sibylle Bergemann hat in den 60er und 70er Jahren als Fotografin angefangen, vor allem ihre Modefotografien für die Zeitschrift „Sibylle“, eine in der damaligen DDR bekannte Publikation, machten sie bekannt; schwarz-weiß waren ihre Bilder damals. Nicht nur Models, sondern auch Schauspielerinnen porträtierte sie. Ein Foto zeigt die junge Nina Hagen mit ihrer Mutter Eva Maria Hagen im Jahr 1976. Nach und nach aber wandte sich Sibylle Bergemann auch dem Stadtbild zu, wie es die Berliner Aufnahmen zeigen. Die Errichtung der Denkmalgruppe Marx und Engels begleitete sie im Rahmen eines Projektes über mehrere Jahre, heute kann man die Fotos mit einem Hauch Humor sehen, wenn sie zum Beispiel die kopflosen, unfertigen Skulpturen zeigen.</p>
<p>Nach der Wende hat Sibylle Bergemann zusammen mit anderen Fotografen die Agentur „Ostkreuz“ gegründet, ein erfolgreiches Unternehmen, das heute mehr als 20 Mitglieder zählt. Sibylle Bergemann wurde von „Stern“, „Zeit-Magazin“, „The New York Times Magazine“ und von der Zeitschrift „Geo“ angeworben. Für diese dokumentierte sie etwa die Kollektionen der senegalesischen Modeschöpferin Oumou Sy. Diesmal sind es Farbbilder, die die bunten Kleider in einem Mimikri mit dem bunten Hintergrund der Häuser von Dakar zeigen, aber zugleich einen Kontrast schaffen zwischen Neu, den Textilien, und Alt, dem Wandputz.</p>
<p>Was Mona Petzek selbst gefallen hat und auch den BZ-Lesern empfiehlt: „Das Foto mit den Mädchen an der Ostsee, die sehr ernste Gesichter haben; das Foto wurde einmal retuschiert, denn sie mussten unbedingt lächeln, aber wir haben das Originalbild.“</p>
<p>Kuratorin Frieda von Wild: „Ich kann nicht sagen, welches Foto ich am liebsten habe, denn zum einen wechselt dies, zum anderen mag ich sie alle. Aber eines meiner ‚Favourites‘ ist das Wimmelbild in Dakar. Ich mag viele der Porträts und auch die gefallenen Engel sehr (Bilder aus Berlin).“</p>
<p><em>„Sibylle Bergemann - Fotografien“ ist eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa), Stuttgart, in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, Berlin, und Ostkreuz – Agentur der Fotografen, Berlin. Kuratorin: Frieda von Wild. Lokaler Veranstalter: Deutsches Kulturzentrum Timi</em><em>ș</em><em>oara. Unterstützer und Partner sind in diesem Projekt das Goethe-Institut Bukarest, Art Encounters, ISHO Temeswar und das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland. </em></p>
<p><em>Die Ausstellung kann bis zum 21. März besichtigt werden, Öffnungszeiten: Donnerstag – Freitag: 14:00 – 19:00 Uhr; Samstag – Sonntag 14:00-18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.</em></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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			<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 08:41:58 +0000</pubDate>
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                        <title>Ein Vierteljahrhundert gelebter Kulturdialog im Banat</title>
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						Die Rumänisch-Deutsche Kulturgesellschaft Temeswar ist mit einer Vorstandssitzung in das neue Jahr gestartet. Dabei zog die Kulturgesellschaft Bilanz über ein ereignisreiches Jahr 2025 und stellte zugleich die Weichen für kommende Projekte in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen im In- und Ausland.
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Heimattage, Tagungen und Konzerte
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Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres standen zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p class="p2">Die Rumänisch-Deutsche Kulturgesellschaft Temeswar ist mit einer Vorstandssitzung in das neue Jahr gestartet. Dabei zog die Kulturgesellschaft Bilanz über ein ereignisreiches Jahr 2025 und stellte zugleich die Weichen für kommende Projekte in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen im In- und Ausland.</p>
<p class="p1">&nbsp;</p>
<p class="p2"><strong>Heimattage, Tagungen und Konzerte</strong></p>
<p class="p2">&nbsp;</p>
<p class="p2">Im Mittelpunkt des vergangenen Jahres standen zahlreiche kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen in Temeswar und anderen Ortschaften aus dem Banat. Zu den Höhepunkten zählte die Nikolaus-Lenau-Tagung, die von der Kulturgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Politehnica-Universität Temeswar, dem Demokratischen Forum der Deutschen im Banat, der Lenauschule und durch die Förderung der Stiftung Deutsche Sprache im Konferenzzentrum der Politehnica-Universität organisiert wurde. Wissenschaftler und Kulturschaffende aus dem In- und Ausland, Vertreter aus den Bereichen Bildung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Medien, Dozenten, Lehrer, Studenten, Schüler sowie Kulturinteressierte kamen zusammen, um Sprache, Literatur, Übersetzung und kulturelles Erbe ausgehend von den Werken Lenaus im deutsch-rumänischen Kontext zu beleuchten. Ergänzt wurde das Programm der internationalen Konferenz durch Vorträge, Lesungen, einen Ausflug nach Lenauheim mit Museumsbesuch und einen Konferenztag im Nikolaus-Lenau-Lyzeum, die den akademischen Austausch förderten und auch jungen Teilnehmenden neue Perspektiven eröffneten.</p>
<p class="p2">Weitere Veranstaltungen der Kulturgesellschaft widmeten sich den Studenten der deutschsprachigen Studiengänge an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften der UPT und wurden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Konsulat Temeswar organisiert.</p>
<p class="p1">&nbsp;</p>
<p class="p1">Auch musikalisch setzte die Kulturgesellschaft Akzente: Ein Weihnachtskonzert im Runddorf Charlottenburg (Gemeinde Bogda/ Neuhof) bot Gelegenheit, kulturelle Brücken zu schlagen und die Traditionen und Bräuche in den Banater Dörfern lebendig zu erhalten und zugleich, die Gemeinde Neuhof mit ihren Dörfern Charlottenburg, Buzad, Altringen, Bogda, Sintar (Buchberg) und Comeat (Lichtenwald) weiter zu fördern. Ein traditioneller Weihnachtsmarkt neben der Kirche und eine Wohltätigkeitsaktion für die Kinder der Gemeinde&nbsp;Bogda ergänzten das „Weihnachtsmärchen in Charlottenburg“.</p>
<p class="p1">&nbsp;</p>
<p class="p2">Darüber hinaus beteiligte sich die Rumänisch-Deutsche Kulturgesellschaft Temeswar als Partnerorganisation im Laufe des vergangenen Jahres an mehreren Projekten und Veranstaltungen, wie z. B. die Heimattage der Banater Deutschen in Temeswar und stärkte die Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen, Universitäten, Schulen, mit dem Demokratischen Forum der Deutschen im Banat, der Landsmannschaft der Banater Schwaben e. V., mit dem Deutschen, Österreichischen und Ungarischen Konsulat in Temeswar, mit Stiftungen aus Rumänien und Deutschland, mit dem Kreisrat Temesch, dem Schulinspektorat Temesch, dem Bürgermeisteramt, mit Gemeinden aus dem Banat usw.</p>
<p class="p1">&nbsp;</p>
<p class="p2"><strong>Mehrere Events zum 25. </strong></p>
<p class="p2">&nbsp;</p>
<p class="p2">Die Gesellschaft unterstützt das Kulturzentrum in seiner Tätigkeit und der Vorstand würdigte das Engagement der Leiterin Mona Petzek und der Angestellten des Kulturzentrums, die im Bereich Kultur und in der Sprachabteilung sehr aktiv sind und dank der Förderung des Goethe-Instituts Bukarest auf ein ereignisreiches Jahr blicken. &nbsp;Der Vorstand hob die Unterstützung der Mitglieder der RDKG hervor, der Partner und Förderer, deren Mitwirkung die vielfältigen Aktivitäten erst möglich machte.</p>
<p class="p1">&nbsp;</p>
<p class="p2">Ein besonderer Anlass prägt das laufende Jahr: Die Rumänisch-Deutschen Kulturgesellschaft Temeswar feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Seit einem Vierteljahrhundert steht sie für Kontinuität im kulturellen Dialog zwischen Rumänien und Deutschland, für Begegnungen zwischen Generationen sowie für die Pflege der Tradition und Kultur im Banat. Das Jubiläum soll im Laufe des Jahres mit mehreren Veranstaltungen gewürdigt werden, die sowohl die Geschichte der Gesellschaft als auch ihre zukünftige Rolle im kulturellen Leben sichtbar machen.</p>
<p class="p1">&nbsp;</p>
<p class="p2">Wie die Vorsitzende der Rumänisch-Deutschen Kulturgesellschaft Temeswar, Univ.-Lekt. Dr. Ana-Maria Dascălu-Romițan gegenüber der BZ mitteilte, sei das 25-jährige Jubiläum nicht nur als Anlass des Rückblicks zu betrachten, sondern auch als Ansporn für neue Initiativen, für eine vertiefte kulturelle Zusammenarbeit zwischen Temeswar und dem deutschsprachigen Raum, für die stärkere Einbindung junger Generationen sowie für die nachhaltige Förderung des interkulturellen Dialogs in einer zunehmend vielfältigen europäischen Gesellschaft. Geplant sind Veranstaltungen, die den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch, die Nachwuchsförderung und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungs- und Kulturinstitutionen weiter vertiefen. Damit knüpft die Gesellschaft an ihre Gründungsidee an, die durch den Einsatz des Abgeordneten der Deutschen Minderheit im Rumänischen Parlament, Ovidiu Ganț und Univ.-Prof. Dr. Roxana Nubert als Gründungsmitglieder und erste Vorsitzende der Gesellschaft maßgeblich geprägt wurde, und von Beginn an auf die institutionelle Festigung der rumänisch-deutschen Kulturbeziehungen in Temeswar sowie auf die Förderung eines lebendigen akademischen und zivilgesellschaftlichen Austauschs ausgerichtet war. Für die Zukunft nimmt sich die Gesellschaft vor, die Tätigkeit des Deutschen Kulturzentrums weiterhin zu unterstützen und zu begleiten, kulturelle Brücken zu bauen und den deutsch-rumänischen Dialog lebendig zu halten, eine Aufgabe, die auch nach 25 Jahren nichts von ihrer Aktualität verloren hat.</p>
<p class="p2">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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			<pubDate>Fri, 06 Mar 2026 08:35:54 +0000</pubDate>
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