--- title: "Die PSD will das Kabinett Mureșan weder bestätigen noch dulden" url: "https://adz.news/artikel/artikel/die-psd-will-das-kabinett-muresan-weder-bestaetigen-noch-dulden" subtitle: "Claudiu Manda: Werden keinen „kleineren Bolojan“ ins Amt hieven" date: "2026-09-22" modified: "2026-09-22" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Die PSD will das Kabinett Mureșan weder bestätigen noch dulden **Bukarest** (ADZ) – Der PSD-Vorstand hat auf einer Sitzung am Montag beschlossen, der erweiterten Parteiführung bzw. dem politischen Landesrat der PSD eine harte Linie gegenüber dem designierten Premierminister Siegfried Mureșan (PNL) zu empfehlen – man dürfe ihn und sein Kabinett „weder bestätigen noch aus dem Parlament heraus dulden“. PSD-Chef Sorin Grindeanu betonte anschließend abermals, dass seine Partei keine Regierung absegnen werde, der sie nicht angehöre – umso weniger eine, die die Sparschiene der Vorgängerregierung und damit die „Verarmung der Bürger“ fortsetzen wolle, beanstandete Grindeanu. Nichtsdestotrotz schloss der PSD-Chef nicht aus, sich gegebenenfalls mit dem designierten Regierungschef Mureșan an den Verhandlungstisch zu setzen – jemand habe schließlich „der Erwachsene im Raum“ zu sein, sagte Grindeanu. Die Nummer 2 in der PSD, Generalsekretär Claudiu Manda, hatte bereits tags davor klargestellt, dass der designierte Premier und dessen Kabinett kaum Chancen haben, von den sozialdemokratischen Parlamentariern bestätigt zu werden: Mureșan sei bloß ein „kleinerer, jüngerer Bolojan“ – ihn nun ins Amt zu hieven würde aus Sicht der Partei überhaupt nichts bringen, genausogut hätte man vom Sturz Bolojans absehen können, so Manda. Der PSD-Generalsekretär führte zudem bei Facebook eine Umfrage unter seinen Anhängern durch, die ergab, dass 98 Prozent der Teilnehmer sich gegen eine Investitur der Regierung Mureșan mithilfe der Stimmen der PSD aussprechen. Der frühere Arbeitsminister Marius Budai (PSD) stellte seinerseits bei Facebook klar, dass seine Partei vorgezogene Neuwahlen einer Fortsetzung der bisherigen Sparschiene durchaus vorziehe – lieber Wahlkampf als eine endlose Austerität, schrieb Budai.