--- title: "Mureșan an Parlamentarier: Entweder diese Regierung oder Neuwahlen" url: "https://adz.news/artikel/artikel/muresan-an-parlamentarier-entweder-diese-regierung-oder-neuwahlen" subtitle: "Designierter Premier appelliert an europäische politische Familie der PSD" date: "2026-09-24" modified: "2026-09-24" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Mureșan an Parlamentarier: Entweder diese Regierung oder Neuwahlen ![](https://adz.news/fileadmin/_processed_/a/7/csm_June_summit-_member_states_need_to_show_more_ambition_to_strengthen_the_EU_-_52196908502_8a94afb5c6.jpg) *Siegfried Mureșan | Archivfoto: Wikimedia Commons* **Bukarest** (ADZ) – Der designierte Premierminister Siegfried Mureșan (PNL) ist diese Tage mit den Fraktionen der PNL, USR, des UMDR sowie der ethnischen Minderheiten zusammengetroffen, um sein Regierungsprogramm vorzustellen, und wollte als Nächstes auch mit der PSD Gespräche führen – trotz deren bisheriger Weigerung, sein Kabinett zu unterstützen. Skeptische Parlamentarier warnte Mureșan zudem vorab, dass sie die Wahl hätten zwischen seinem Kabinett und vorgezogenen Neuwahlen. In einem dem Magazin „Politico“ gewährten Interview sprach der 44-Jährige Klartext: Die rumänischen Sozialisten hätten zu entscheiden, ob sie „wie verantwortungsvolle europäische Sozialdemokraten vorgehen“ und entsprechend eine proeuropäische Regierung unterstützen oder die Macht in die Hände der Ultrarechten legen wollten. Der designierte Regierungschef appellierte dabei auch an die europäischen Sozialisten, eine Kooperation zwischen der PSD und der rechtspopulistischen AUR zu verhindern – die politische Familie sei immerhin mitverantwortlich für das Vorgehen ihrer Mitglieder und werde eindeutig mit „großen Glaubwürdigkeitsproblemen“ zu kämpfen haben, falls sie sich bezüglich des sich abzeichnenden Schulterschlusses zwischen ihren rumänischen Partnern und den Rechtsextremisten weiterhin ausschweige, so Mureșan. In puncto vorgezogener Neuwahlen stellte der designierte Premier klar, sich diese keineswegs zu wünschen – seiner Meinung nach stehe man in der Pflicht zu versuchen, eine proeuropäische Regierung zu bestätigen. Da die AUR umfragemäßig auf Platz 1 in der Wählergunst liege, würden Neuwahlen faktisch eine „russlandfreundliche Regierung“ bedeuten – zum Nachteil sowohl des rumänischen Volkes als auch der EU, hob Mureșan hervor.