--- title: "Mureșan: „Gebe Regierungsauftrag ganz gewiss nicht zurück“" url: "https://adz.news/artikel/artikel/muresan-gebe-regierungsauftrag-ganz-gewiss-nicht-zurueck" subtitle: "Der UDMR legt designiertem Premier indes Rückzieher ans Herz" date: "2026-09-23" modified: "2026-09-23" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Mureșan: „Gebe Regierungsauftrag ganz gewiss nicht zurück“ ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/muresan_ID290494-INQUAM-PHOTOS-MALINA-NOROCEA.jpg) *Eine Partnerschaft zwischen den Sozialisten und der extremen Rechten hält der designierte Premier Siegfried Mureșan (PNL) für einen „gefährlichen Präzendenzfall für die EU“, so dieser am Mittwoch in einem Interview für „Politico“. Er wolle auf jeden Fall eine pro-europäische Regierung auf die Beine stellen. „Neuwahlen sind nicht meine bevorzugte Option“, erklärt Mureșan. | Foto: Inquam Photos / Mălina Norocea* **Bukarest** (ADZ) – Die Chancen des designierten Regierungschefs Siegfried Mureșan (PNL), sich und sein Kabinett vom Parlament bestätigt zu sehen, tendieren gegen Null, nachdem sowohl PSD als auch AUR und ultrarechte Splitterfraktionen es dezidiert abgelehnt haben, sein Minderheitskabinett zu unterstützen. In einer ersten Reaktion auf den Beschluss des PSD-Vorstands sagte Mureșan, dass die Sozialdemokraten einen „Dialog über die Prioritäten des Landes“ noch vor Bekanntgabe seines Regierungsprogramms abgelehnt hätten, der PSD-Vorstand scheine offenkundig keine Beilegung der Regierungskrise zu wünschen. Er sei jedoch entschlossen, weiterzumachen und den Regierungsauftrag keineswegs zurückzugeben – entsprechend bleibe der PSD die Wahl zwischen einer proeuropäischen Regierung und einer Partnerschaft mit der AUR nicht erspart, so der designierte Premier. Ihrerseits stellten die Liberalen in einer Aussendung klar, dass die PSD durch ihre Haltung faktisch mit der Bonität des Landes spiele, während die USR hervorhob, dass die Sozialdemokraten sich offenkundig „keine Regierung wünschen, die die Probleme des Landes löst, sondern eine, die sie kontrollieren können“. Der UDMR schien derweil bereits gewillt, das Handtuch zu werfen: Sollte man schlussfolgern müssen, dass Mureșan und dessen Kabinett Null Chancen auf 233 Stimmen und damit auf eine Investitur hätten, wäre ein Rückzieher des designierten Premierministers eventuell die beste Lösung, um den Konflikt nicht noch mehr zu vertiefen und die Regierungskrise in die Länge zu ziehen – er persönlich halte nichts davon, im Parlament bloß vorstellig zu werden, um krachend zu scheitern. Doch werde man Mureșans Entscheidung auf jeden Fall zu respektieren wissen, sagte UDMR-Chef Hunor Kelemen.