--- title: "Premier will mit Richterstand über Gehaltsrückstände verhandeln" url: "https://adz.news/artikel/artikel/premier-will-mit-richterstand-ueber-gehaltsrueckstaende-verhandeln" subtitle: "Niculescus erste zwei Wochen im Amt „wie zwei Monate“" date: "2026-11-05" modified: "2026-11-05" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Premier will mit Richterstand über Gehaltsrückstände verhandeln ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/Fotos/Symbol/justicezg_423446_pixabay.jpg) *Symbolbild: pixabay.com* **Bukarest** (ADZ) – Regierungschef Luca Niculescu (parteilos) will mit dem Richterstand und den Staatsanwälte-Verbänden über ihre auf mindestens 5 Milliarden Lei geschätzten ausstehenden Vergütungszahlungen verhandeln, nachdem sich die Justizbeamten bekanntlich im Laufe der Jahre mittels rechtskräftiger Urteile happige Lohnerhöhungen genehmigt hatten. Der rumänische Staat sei verpflichtet, Beschlüsse der Justiz bzw. rechtskräftige Urteile umzusetzen und entsprechend seiner Zahlungspflicht nachzukommen – doch hoffe er, dass jedermann die massive Schieflage im Staatshaushalt nachvollziehen könne, weswegen er Verhandlungen über Ratenzahlungen sowie einen Zahlungsplan einzugehen gedenke, eröffnete der Premierminister im Gespräch mit dem öffentlich-rechtlichen Sender TVR. Er glaube an die „Kraft des Dialogs“ und sei überzeugt, dass man dadurch „Spannungen abbauen“ und letztlich zu einem „guten Ergebnis“ gelangen könne, fügte Niculescu hinzu. Auf eventuelle neue Steueranhebungen in 2027 angesprochen, betonte der Regierungschef, entschlossen zu sein, davon abzusehen, da sie für die Bürger „kaum noch erträglich“ wären. Es gebe auch andere Wege, um den Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen – etwa die Ausgaben des Staates weiter zurückzufahren und seine Einnahmen stetig zu verbessern, erläuterte Niculescu. Über seine ersten beiden Wochen als Premierminister befragt, eröffnete der 55-Jährige, dass diese sich „wie zwei Monate“ angefühlt hätten – unter den gegebenen politischen und finanziellen Umständen sei es „recht kompliziert“, Regierungschef zu sein, räumte Niculescu ein. Auf seine langjährige Erfahrung als Journalist angesprochen, sagte Niculescu, es falle ihm auch heute noch leichter, „Fragen zu stellen denn Antworten zu liefern“.