--- title: "Riesiger Betrug bei Empfang von Sozialhilfe" url: "https://adz.news/artikel/artikel/riesiger-betrug-bei-empfang-von-sozialhilfe" subtitle: "Arbeitsminister: Das ist Bestechung der Wählerschaft" date: "2011-08-18" modified: "2018-10-22" category: "Inland" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Riesiger Betrug bei Empfang von Sozialhilfe ![](https://adz.news/fileadmin/news_import/lazaroiu_agerpres.jpg) *Arbeitsminister Lăzăroiu. Foto: Agerpres* **Bukarest (Mediafax/ADZ)** - Arbeitsminister Sebastian Lăzăroiu hat auf einer Pressekonferenz darauf aufmerksam gemacht, dass es in Rumänien seiner Schätzung nach rund acht Millionen Menschen gibt, die auf die eine oder andere Art vom Staat unterstützt werden. Fast zwei Millionen davon würden diese Beihilfen unbegründet erhalten. Die Regierung würde jährlich 14 Milliarden Lei für Sozialbeistand ausgeben, davon seien etwa 15 Prozent ungerechtfertigt. Der Minister sprach von Wählerbestechung, denn die meisten Sozialhilfeempfänger gebe es in den Verwaltungskreisen, wo die PSD und die PNL die Bürgermeister stellt. Dem haben die Vertreter dieser Parteien sofort widersprochen, der Minister solle vor der eigenen Tür kehren. Arbeitsminister Lăzăroiu (PDL) verwies in der Sache darauf, dass es beim Amt der Spezialinspektion nur 136 Angestellte gebe, je zwei Inspektoren in jedem Verwaltungskreis, den Rest in Bukarest. Diese Inspektoren könnten unmöglich acht Millionen Bürger kontrollieren. Der Minister will im Herbst ein neues Gesetz des Sozialbeistands im Parlament einbringen. Darin wird u. a. vorgesehen, dass die Bedürftigen statt Geld Dienstleistungen erhalten sollen: Sozialkantinen und Tageszentren für die Kinder armer Familien. Unter den Sozialhilfeempfängern gebe es viele arbeitsfähige Menschen, so sollen auch die Betriebe gefördert werden, die derartige Personen anstellen. Die Regierung würde jährlich 14 Milliarden Lei für Sozialbeistand ausgeben, davon seien etwa 15 Prozent ungerechtfertigt. Der Minister sprach von Wählerbestechung, denn die meisten Sozialhilfeempfänger gebe es in den Verwaltungskreisen, wo die PSD und die PNL die Bürgermeister stellt. Dem haben die Vertreter dieser Parteien sofort widersprochen, der Minister solle vor der eigenen Tür kehren. Arbeitsminister Lăzăroiu (PDL) verwies in der Sache darauf, dass es beim Amt der Spezialinspektion nur 136 Angestellte gebe, je zwei Inspektoren in jedem Verwaltungskreis, den Rest in Bukarest. Diese Inspektoren könnten unmöglich acht Millionen Bürger kontrollieren. Der Minister will im Herbst ein neues Gesetz des Sozialbeistands im Parlament einbringen. Darin wird u. a. vorgesehen, dass die Bedürftigen statt Geld Dienstleistungen erhalten sollen: Sozialkantinen und Tageszentren für die Kinder armer Familien. Unter den Sozialhilfeempfängern gebe es viele arbeitsfähige Menschen, so sollen auch die Betriebe gefördert werden, die derartige Personen anstellen.