--- title: "S&P bestätigt Rumäniens „BBB-“-Rating mit negativem Ausblick" url: "https://adz.news/artikel/artikel/sp-bestaetigt-rumaeniens-bbb-rating-mit-negativem-ausblick" subtitle: "Andauernde politische Instabilität gefährdet fiskalischen Kurs des Landes" date: "2026-10-05" modified: "2026-10-05" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # S&P bestätigt Rumäniens „BBB-“-Rating mit negativem Ausblick ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/Fotos/wirtschaft_2/geld-2789112_pixabay.jpg) *Symbolbild: pixabay.com* **New York/Bukarest** (ADZ) – Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat Rumäniens lang- und kurzfristige Länderratings mit „BBB-/A-3“ bestätigt und den Ausblick auf „negativ“ belassen – Grund dafür sei die anhaltende politische Instabilität, die den fiskalischen Kurs des Landes gefährde, so S&P. Zwar liege die kurzfristige Haushaltskonsolidierung überraschend im Plan, doch spiegele die Entscheidung die erhöhten Umsetzungsrisiken beim Defizitabbau sowie bei den externen Bilanzen wider, teilte die Ratingagentur am Wochenende mit. S&P warnte zudem, dass eine fortdauernde Regierungskrise die mittelfristigen Haushaltsziele gefährden könnte, die mit der EU infolge ihres Defizitverfahrens vereinbart worden sind. Präsident Nicușor Dan beeilte sich in einer ersten Reaktion hervorzuheben, dass die Entscheidung der Ratingagentur, Rumäniens Bonität nicht auf „Ramsch“ herabzustufen, als Zeichen gewertet werden könne, dass das Land für Auslandsinvestoren weiter glaubwürdig sei und Rumäniens Wirtschaft sich stabilisiere – diese Richtung müsse beibehalten und wirtschaftliche Entwicklung vor politische Interessen gesetzt werden, schrieb Dan beim Kurznachrichtendienst X. Interims-Premier Ilie Bolojan (PNL), dessen Haushaltsdisziplin die Beibehaltung des Länderratings weitgehend zu verdanken ist, warnte derweil eindringlich, dass Rumänien im Fall einer politischen Dauerkrise große Schwierigkeiten habe werde, die Geldgeber davon zu überzeugen, „dass wir noch salonfähig sind“. Seitens der PSD motzte Ex-Finanzminister Adrian Câciu indes, dass „einige“ die S&P-Entscheidung als Regierungserfolg feiern würden – dabei habe die Ratingagentur „nie verlangt, das Land zu verarmen, bloß um das Defizit abzubauen“, schrieb Câciu bei Facebook.