--- title: "Staatschef will Regierungsauftrag angeblich noch diese Tage vergeben" url: "https://adz.news/artikel/artikel/staatschef-will-regierungsauftrag-angeblich-noch-diese-tage-vergeben" subtitle: "Nicușor Dan plant neue Konsultationsrunde mit den Fraktionen" date: "2026-09-16" modified: "2026-09-16" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Staatschef will Regierungsauftrag angeblich noch diese Tage vergeben ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/Fotos/Politik_2/Dan_original_cotw_4_sept_2025-presidency.jpg) *Staatspräsident Nicușor Dan | Archivfoto: gov.ro* **Bukarest** (ADZ) – Der Countdown für eine weitere Vergabe des Regierungsauftrags scheint endlich zu laufen: Staatspräsident Nicușor Dan will die Fraktionen nach eigenen Angaben noch diese Tage zu einer neuen Konsultationsrunde bitten und danach bis Ende laufender Woche auch den Regierungsauftrag vergeben – das Land könne sich keine weitere Verzögerung leisten, sagte das Staatsoberhaupt dem TV-Sender Euronews. Von den Fraktionen habe er zu Beginn der Herbsttagung des Parlaments „mehr Dialogfähigkeit“ erwartet, zumal die Bürger die fortwährende politische Instabilität und den Dauerzoff zwischen den politischen Parteien gründlich satt hätten, versuchte Dan sein bisheriges Zaudern zu erklären. Wer mit der Regierungsbildung letztlich beauftragt werden könnte, bleibt unklar: Er werde jene Person designieren, die die meisten Chancen habe, eine Mehrheit hinter sich zu bringen, so der Präsident. Medienberichten zufolge ist der Favorit der letzten Woche bzw. der Diplomat Luca Niculescu angeblich aus dem Rennen, viele Politbeobachter rechnen mittlerweile mit einer Designierung des parteifreien Interims-Finanzministers Alexandru Nazare. Wer immer auch den Regierungsauftrag erhalten mag, dürfte große Mühe haben, eine Mehrheit hinter sich zu bekommen. Entsprechend kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Parlament letztlich auch diesem designierten Regierungschef das Vertrauen verweigert, wodurch der Weg frei gemacht wäre für vorgezogene Neuwahlen. Im Gespräch mit Euronews stellte das Staatsoberhaupt allerdings klar, sich diese nach wie vor nicht zu wünschen, da sie voraussichtlich frühestens gegen Jahresende steigen könnten und die politische Instabilität bis dahin infolge eines absehbar hitzigen Wahlkampfes bloß zunehmen würde.