--- title: "Ungarn beendet Zusammenarbeit mit UDMR-Stiftung bei Einbürgerungen" url: "https://adz.news/artikel/artikel/ungarn-beendet-zusammenarbeit-mit-udmr-stiftung-bei-einbuergerungen" subtitle: "Eurotrans erhält Staatsfinanzierung nur noch bis Jahresende" date: "2026-10-29" modified: "2026-10-29" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Ungarn beendet Zusammenarbeit mit UDMR-Stiftung bei Einbürgerungen ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/Fotos/Symbol2/ungarn-6853078_pixabay.jpg) *Symbolfoto: pixabay.com* **Budapest** (ADZ) – Die Regierung von Péter Magyar ändert die Regeln für die Einbürgerung ethnischer Ungarn aus Rumänien. Ab 2027 darf die vom UDMR gegründete und vom ungarischen Staat finanzierte Eurotrans-Stiftung Antragsteller nicht mehr bei der Vorbereitung ihrer Unterlagen unterstützen. Zuständig sind dann ausschließlich die ungarische Botschaft und die Generalkonsulate. Der Schritt nach einer elfjährigen Zusammenarbeit markiert einen Kurswechsel Budapests im Umgang mit den ungarischen Organisationen in Rumänien nach dem Regierungswechsel und dem Ende der Amtszeit von Viktor Orbán. Wie die ungarischsprachige Zeitung Krónika berichtet, habe die neue Regierung in Budapest dem UDMR bereits nach der Parlamentswahl im April mitgeteilt, bei den Einbürgerungsverfahren nicht länger mit der Stiftung zusammenzuarbeiten. Die Eurotrans-Stiftung unterstützt seit 2015 auf Grundlage einer Vereinbarung mit der Regierung in Budapest Menschen, die die ungarische Staatsbürgerschaft beantragen wollen. Über ein Netz von 25 Büros in Siebenbürgen hilft sie kostenlos bei der Zusammenstellung der Unterlagen, einschließlich der erforderlichen Fotos und Übersetzungen. Ihre Mitarbeiter fahren regelmäßig auch in ländliche Ortschaften, damit Antragsteller nicht eigens zu einem Konsulat reisen müssen. Ab 2027 fällt diese Unterstützung durch Eurotrans weg. Wer die ungarische Staatsbürgerschaft beantragen will, muss sich dann direkt an die Botschaft in Bukarest oder an die Generalkonsulate in Klausenburg und Szeklerburg wenden. Das Recht ethnischer Ungarn aus Rumänien, die ungarische Staatsbürgerschaft zu beantragen, bleibt davon unberührt. Für Menschen in abgelegenen Ortschaften könnte das Verfahren jedoch aufwendiger werden, da sie nicht mehr auf das lokale Netz der Stiftung zurückgreifen können.