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            <title>adz.ro: Nachrichten</title>
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            <description>Nachrichten von adz.news</description>
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            <lastBuildDate>Sun, 07 Jun 2026 09:13:02 +0000</lastBuildDate>
            
                
                    <item>
                        <title>Chorreise des Nürnberger Hauptstadtchors in die Partnerstadt Kronstadt</title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/chorreise-des-nuernberger-hauptstadtchors-in-die-partnerstadt-kronstadt</link>
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						Als 2023 in Kronstadt der Flughafen eröffnete und 2024 die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Kronstadt besiegelt wurde, kam mir der Gedanke, meinem Chor eine Reise nach Rumänien vorzuschlagen. Ich selbst habe Kindheit und Jugend in Zeiden verbracht und das Gymnasium in Kronstadt besucht, bevor ich 1992 nach Deutschland ausgewandert bin.
Ende Juni 2026 ist es nun so weit: wir fahren für eine Woche nach Kronstadt und machen...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Als 2023 in Kronstadt der Flughafen eröffnete und 2024 die offizielle Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und Kronstadt besiegelt wurde, kam mir der Gedanke, meinem Chor eine Reise nach Rumänien vorzuschlagen. Ich selbst habe Kindheit und Jugend in Zeiden verbracht und das Gymnasium in Kronstadt besucht, bevor ich 1992 nach Deutschland ausgewandert bin.</p>
<p>Ende Juni 2026 ist es nun so weit: wir fahren für eine Woche nach Kronstadt und machen Ausflüge in die Umgebung. Vierzig Sänger wollen diese Reise mitmachen und sind neugierig auf Siebenbürgen und die Leute vor Ort.&nbsp; Die Reise wird von der Stadt Nürnberg gefördert.&nbsp;&nbsp;<br /> Musikalisch sind aktuell neben einem Austausch mit dem Kronstädter Frauenchor „Unison Transilvania“ insgesamt drei Konzerte im Burzenland geplant, zu denen wir alle Leser herzlich einladen! Wir starten am Dienstag, dem 23. Juni, um 12 Uhr mit einem Mittagskonzert in der Schwarzen Kirche in Kronstadt.&nbsp; Am Freitag, dem 26.Juni, um 18 Uhr freuen wir uns sehr auf hoffentlich viele Besucher in der Zeidner Kirche.&nbsp; Zum Abschluss treten wir am Samstag, dem 27.Juni, um 18 Uhr im Rahmen des Romania Unison Music Festivals gemeinsam mit den Unison-Chören in der Kirchenburg Zeiden auf.</p>
<p>Wir sind ein gemischter, mehrstimmiger Chor, geleitet von Franz-Xaver Reinprecht. Bei unseren Konzerten steht der Spaß für Sänger und Publikum an erster Stelle. Ob Pop, Gospel, Klassik, Folk oder Volksmusik – wir singen alles, was Franz gefällt: Lieder aus vielen Ländern und verschiedensten Sprachen, von traditionellen Liedern aus Österreich bis hin zu afrikanischen Hymnen.&nbsp;<br /> Kommen Sie zu unseren Konzerten vorbei. Sie können sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen!&nbsp;</p>
<p>&nbsp;Website des Chores: www.hauptstadtchor.de</p>]]></content:encoded>
                        
                                                
			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:08:23 +0000</pubDate>
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                    <item>
                        <title>„Nichts ist unmöglich für den, der es versucht“ </title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/nichts-ist-unmoeglich-fuer-den-der-es-versucht</link>
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						Am 22. Mai erhielten 110 Schüler des Johannes-Honterus-Nationalkollegs und des Dr. Ioan Me{ot˛-Nationalkollegs ihre DSD-II-Sprachdiplome, mit denen sie weltweit Deutschkenntnisse nachweisen können. Weitere 36 Schüler der beiden Kollegs wurden mit Teilleistungsbescheinigungen belohnt.
Die Schüler vom Honteruskolleg lernen Deutsch als Muttersprache, während am Me{ot˛-Nationalkolleg Deutsch als Fremdsprache im Gymnasium unterrichtet und im Lyzeum...
					
			</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am 22. Mai erhielten 110 Schüler des Johannes-Honterus-Nationalkollegs und des Dr. Ioan Me{ot˛-Nationalkollegs ihre DSD-II-Sprachdiplome, mit denen sie weltweit Deutschkenntnisse nachweisen können. Weitere 36 Schüler der beiden Kollegs wurden mit Teilleistungsbescheinigungen belohnt.</p>
<p>Die Schüler vom Honteruskolleg lernen Deutsch als Muttersprache, während am Me{ot˛-Nationalkolleg Deutsch als Fremdsprache im Gymnasium unterrichtet und im Lyzeum Bilingualunterricht vertieft wird. Die jahrelangen Bemühungen der Schüler, die ihre Deutschkenntnisse vielfach bereits seit dem Kindergarten kontinuierlich ausbauen, wurde bei der feierlichen Urkundenverleihung in der Redoute gewürdigt.</p>
<p><strong>Sprache schafft Perspektiven</strong><br /> Annette Richter-Jutt, ZfA-Fachberaterin in Hermannstadt, gratulierte den zahlreichen Absolventen zur erfolgreich bestandenen anspruchsvollen Prüfung und unterstrich die Bedeutung des Diploms. „Dies ist nicht nur ein Stück Papier”, sagte sie. Die Urkunde eröffne vielfältige Zukunftsperspektiven, etwa ein Studium im deutschsprachigen Raum oder eine Tätigkeit in einem deutschsprachigen Unternehmen.</p>
<p>Sie beglückwünschte auch die Lehrkräfte und Eltern, die die Schüler in ihrem Bildungsprozess unterstützt hatten, sowie die Schulleitung der Honterusschule, die dieses Projekt seit nunmehr 31 Jahren fördert. Die Schule gehört zu den ersten des Landes, die ihren Schülern die Möglichkeit boten, ihre Deutschkenntnisse auszubauen, andere Kulturen kennenzulernen, Brücken zwischen Menschen und Kulturen zu schlagen und neue Perspektiven zu erkunden.</p>
<p><strong>Weltberühmter 86-jähriger Absolvent</strong><br /> Ermutigend war auch die Ansprache von Jimmy Cornell, einer lebenden Legende des internationalen Segelsports. Der gebürtige Kronstädter gilt als einer der bedeutendsten Segler der Welt und war der erste Rumäne, der die Erde mit einem kleinen Segelboot umrundete. Der im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnete Abenteurer berichtete von seinen außergewöhnlichen Reisen und Erlebnissen sowie von seiner Tätigkeit für die rumänische Abteilung der BBC in London und hat diese in mehreren Büchern zusammengefasst.<br /> Jimmy Cornell, der vor genau 70 Jahren die Honterusschule, damals Schule Nr. 23., absolvierte, lobte seine ehemalige Lehranstalt und seine Lehrer. Einen wesentlichen Teil seines späteren Erfolgs, sagte er, verdanke er ihrer Ausbildung und den vermittelten Werten.&nbsp;<br /> „Sie haben mir die deutsche Disziplin beigebracht: was ich anfange, das bringe ich auch zu Ende, wenn möglich erfolgreich. Von ihnen habe ich Ehrlichkeit und Durchhaltevermögen gelernt”, erklärte der 86-Jährige auf der Bühne der Redoute.</p>
<p>Seine Botschaft für die jungen Menschen lautete: „Nichts ist unmöglich für den, der es versucht.“ (Alexander der Große). Dieses Motto begleite ihn sein Leben lang und habe ihm geholfen, schwierige Zeiten oder Krisen durch Ausdauer und Willenskraft zu überwinden. Cornell ist eigens aus London, wo er seit Jahrzehnten wohnt, nach Kronstadt gereist, um den Zwölftklässlern sein erfolgreichstes Buch „Mein Leben unter Segel” zu schenken und zu signieren. Neben dem Buch über das spannende Leben und die unglaublichen Abenteuer des Seglers erhielten die Zwölftklässler, sowie die Schüler der elften Klassen von Jürgen Burkert, Fachschaftsberater der Zentralstelle für Auslandsschulwesen (ZfA) in Kronstadt und Organisator der Festlichkeit, eine symbolische Schultüte mit Süßigkeiten und kleinen Erinnerungsstücken.</p>
<p>Auf der Bühne wurde den Deutsch-Lehrerinnen der beiden Nationalkollegs (Gabriela Adam, Carmen Gall, Anina Micleru-Șoană, Loredana Rădulescu und Anca Tudose vom Honterus-Nationalkolleg sowie Beate Greif und Adriana Rotaru vom Me{ot˛-Nationalkolleg) mit einer Aufmerksamkeit gedankt.<br /> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:06:06 +0000</pubDate>
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                    <item>
                        <title>„Memento“: Reinhardt Schuster stellt in Kronstadt aus</title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/memento-reinhardt-schuster-stellt-in-kronstadt-aus</link>
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						Die Ausstellung „Memento“ mit Gemälden des aus Brenndorf stammenden Künstlers Reinhardt Schuster wird vom 10. bis zum 30.Juni im Multikulturellen Zentrum der Transilvania-Universität (Rudolfsring&amp;nbsp; Nr. 29) in Kronstadt gezeigt.
Die Eröffnung findet am 10. Juni um 18.00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt, die Einführung hält Dr. Radu Popica vom Kronstädter Kunstmuseum. Entstanden in den letzten vier Jahrzehnten, erinnern die Bilder an...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausstellung „Memento“ mit Gemälden des aus Brenndorf stammenden Künstlers Reinhardt Schuster wird vom 10. bis zum 30.Juni im Multikulturellen Zentrum der Transilvania-Universität (Rudolfsring&nbsp; Nr. 29) in Kronstadt gezeigt.</p>
<p>Die Eröffnung findet am 10. Juni um 18.00 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt, die Einführung hält Dr. Radu Popica vom Kronstädter Kunstmuseum. Entstanden in den letzten vier Jahrzehnten, erinnern die Bilder an verschiedene Ereignisse, die in diesem Zeitraum stattfanden. Der Maler hat eine unverwechselbare Handschrift und gehört zu bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern der Siebenbürger Sachsen.</p>
<p><strong>„Stets hinterfangen von dem Wesen der Poesie“</strong><br /> Reinhardt Schuster wurde am 1. September 1936 in Brenndorf geboren. Ersten Kunstunterricht erhielt er schon 1952, während der Schulzeit, bei Hans Mattis-Teutsch, der Franz Marc sowie den avantgardistischen Künstlergruppen „Der Sturm“ und „A bis Z“ nahe stand und in Rumänien ein konsequenter Wegbereiter der Moderne war. Von 1953 bis 1957 besuchte Schuster das Kunstlyzeum in Bukarest und studierte von 1958 bis 1964 Malerei an der dortigen Kunstakademie „Nicolae Grigorescu“. Prägend für ihn war die Begegnung mit der rumänischen und – den Zeitumständen entsprechend in begrenztem Maß – internationalen Moderne.</p>
<p>Beginnend mit 1967 machte sich der Brenndörer in der rumänischen Hauptstadt als freischaffender Künstler einen Namen. Dabei schaffte er es, die Schranken des sozialistischen Realismus zu umgehen, seinem künstlerischen Credo und seiner eigenen Ausdrucksweise treu zu bleiben. „Reinhardt Schusters elaborierte künstlerische Sprache saugt geradezu die Strömungen der europäischen Kunstentfaltung der 1950er bis 1970er Jahre auf. Daraus schöpft sie auch ihre Höhepunkte. Sie geht dabei keinen konsequent radikalen Weg in die rein geometrische oder farbexpressionistische Abstraktion, wie das etwa bei Günther C. Kirchberger der Fall ist. Die eine oder andere Richtung taucht als Echo in seinen Gemälden auf und wird zur unverwechselbar eigenen Handschrift. So manches wird hierbei zusammengeführt und stets hinterfangen von dem Wesen der Poesie: Lyrik und Winkelmaß“, beschreibt Dr. Irmgard&nbsp; Sedler die künstlerische Welt des Malers.&nbsp;</p>
<p><strong>Ausstellungen von Hermannstadt bis Tokyo&nbsp;</strong><br /> &nbsp;1983 reiste Schuster in die Bundesrepublik Deutschland. In Düsseldorf leitete er von 1985 bis 2004 den Kurs Malerei am LernortStudio. Er nahm an zahlreichen Gruppenausstellungen teil und hatte Einzelausstellungen in Bukarest, Kronstadt, Hermannstadt, Temeswar, Düsseldorf, Berlin, Frankfurt a.M., München, Bonn, Rom, London, Tokio und Bern. Vor allem von seinen Farben geht eine raumfüllende Klangwirkung aus. Für Beliebigkeit ist kein Platz, alles geschieht bewusst und durchdacht. Die Bilder entstehen nicht im Schnellverfahren, auch wenn sie aus wenigen einfachen Bildelementen zusammengesetzt sind. Heute hat der Künstler seinen Wohnsitz in Bonn und ist weiterhin künstlerisch aktiv. Neuerdings präsentiert er sich auch auf einer eigenen Internetseite unter <a href="https://www.reinhardt-schuster.info.&amp;nbsp" target="_blank">www.reinhardt-schuster.info.&amp;nbsp</a>;<br /> Die Ausstellung in Kronstadt ist montags bis freitags (14.00-20.00 Uhr) geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. Partner der Ausstellung sind die „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf) und das Begegnungs- und Kulturzentrum „Friedrich Teutsch“ in Hermannstadt.<br /> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 11:04:22 +0000</pubDate>
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                        <title>Bilanz, Aufbruch und personelle Weichenstellungen beim Kreisforum</title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/bilanz-aufbruch-und-personelle-weichenstellungen-beim-kreisforum</link>
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						Im Forumsfestsaal versammelten sich am Donnerstag, dem 28. Mai, die Vertreterinnen und Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt zu ihrer ordentlichen Vertreterversammlung. Im Mittelpunkt standen die Berichte über die abgelaufene Funktionsperiode, die Finanzlage des Forums, die Diskussion über künftige Herausforderungen sowie die Wahl der neuen Führung für die Amtszeit 2026-2030. Die Sitzung bot zugleich Gelegenheit für...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Forumsfestsaal versammelten sich am Donnerstag, dem 28. Mai, die Vertreterinnen und Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen im Kreis Kronstadt zu ihrer ordentlichen Vertreterversammlung. Im Mittelpunkt standen die Berichte über die abgelaufene Funktionsperiode, die Finanzlage des Forums, die Diskussion über künftige Herausforderungen sowie die Wahl der neuen Führung für die Amtszeit 2026-2030. Die Sitzung bot zugleich Gelegenheit für eine umfassende Standortbestimmung der Tätigkeit des Kreisforums und seiner Ortsforen.</p>
<p><strong>Umfangreiche Bilanz einer arbeitsreichen Amtszeit</strong><br /> In seinem Tätigkeitsbericht zog der scheidende Vorsitzende Bernhard Heigl eine ausführliche Bilanz der vergangenen Jahre. Ein Schwerpunkt lag auf den Investitionen in die Infrastruktur des Forums. So wurden zahlreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Forumsgebäude durchgeführt, darunter der Austausch von Türen und Fenstern, die Erneuerung von Schließanlagen sowie Maßnahmen zur Erfüllung aktueller Sicherheits- und Brandschutzvorschriften. Ziel war es, den Sitz des Forums langfristig zu sichern und für zukünftige Anforderungen auszurichten.</p>
<p>Besonders hervorgehoben wurde die kontinuierliche Kulturarbeit. Zwischen 2022 und 2026 konnten zahlreiche Projekte verwirklicht werden, die von traditionellen Veranstaltungen über Bildungsangebote bis hin zu Publikationen reichten. Dazu gehörten Faschingsveranstaltungen, Weihnachtsfeiern, Muttertags- und Herbstfeste in verschiedenen Ortschaften des Kreises, deutschsprachige Theaterprojekte für Kinder sowie musikalische Initiativen. Die Förderung der deutschen Sprache und Kultur wurde dabei als zentrale Aufgabe des Forums bezeichnet.&nbsp;<br /> Große Anerkennung fanden auch die Aktivitäten der Blaskapelle, die Unterstützung von Jugendprojekten sowie die Durchführung der Kindergartentheatertage, an denen jährlich mehrere hundert deutschsprachige Kinder teilnehmen. Diese Projekte würden wesentlich dazu beitragen, die deutsche Sprache auch außerhalb des schulischen Umfelds lebendig zu halten und den Gemeinschaftssinn zu stärken.</p>
<p><strong>Bildungsarbeit bleibt ein zentrales Anliegen</strong><br /> Ein weiterer Schwerpunkt der Berichterstattung betraf die Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen. Positiv bewertet wurde die Entwicklung der Beziehungen zum Kreisschulinspektorat. Die Vertreterversammlung wurde darüber informiert, dass es gelungen sei, wichtige Anliegen des deutschsprachigen Unterrichts auf die Tagesordnung zu setzen und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen deutlich zu verbessern. Als Beispiel wurde die Unterstützung bei der Erweiterung deutschsprachiger Bildungsangebote genannt. Gleichzeitig wurde betont, dass die erreichten Fortschritte auch künftig verteidigt und ausgebaut werden müssten.&nbsp;<br /> Politisches Engagement und organisatorische Herausforderungen</p>
<p>Rückblickend wurde auch auf die Kommunal- und Parlamentswahlen eingegangen. Die organisatorische Vorbereitung und Durchführung der Wahlkampagnen habe einen erheblichen Verwaltungsaufwand bedeutet. Dennoch habe sich der Einsatz gelohnt, da Vertreter des Forums erneut politische Mandate erringen konnten. Zudem entstanden in mehreren Ortschaften neue Strukturen und Initiativen, die das Forumsleben beleben und die Präsenz der deutschen Gemeinschaft stärken sollen.</p>
<p>Gleichzeitig wurde nicht verschwiegen, dass die Arbeit der letzten Jahre auch von Schwierigkeiten geprägt war. Mehrfach wurde auf den hohen Zeitaufwand hingewiesen, den die Vorbereitung und Durchführung von Sitzungen, Projektabrechnungen und Verwaltungsaufgaben erforderten. Insbesondere die Durchführung hybrider Sitzungen und die teilweise schwierige Terminfindung stellten den Vorstand vor Herausforderungen. Für die Zukunft wurde der Wunsch nach einer stärkeren persönlichen Teilnahme an den Vorstandssitzungen geäußert. Im Bericht wurde außerdem auf die Gründung beziehungsweise Reaktivierung lokaler Forumsstrukturen eingegangen. Besonders hervorgehoben wurden die Bemühungen in Heldsdorf und Wolkendorf, wo neue Ini-tiativen entstanden, beziehungsweise vorbereitet wurden. Diese Entwicklungen wurden als wichtiges Signal dafür gewertet, dass die Forumsarbeit auch außerhalb Kronstadts weiterhin auf Interesse stößt und neue Generationen zur Mitwirkung motiviert.</p>
<p><strong>Solide Finanzlage bestätigt</strong><br /> Im Anschluss an den Tätigkeitsbericht wurde die Finanzlage des Kreisforums vorgestellt. Die Rechnungsprüfer bestätigten eine ordnungsgemäße Buchführung und eine insgesamt stabile finanzielle Situation. Hervorgehoben wurde insbesondere, dass das Forum über beträchtliche Rücklagen verfügt und damit auf einer soliden wirtschaftlichen Grundlage steht. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die laufende Tätigkeit weiterhin verantwortungsvoll geplant werden müsse, insbe-sondere angesichts steigender Kosten und der Unsicherheiten bei staatlichen Fördermitteln.&nbsp;&nbsp;</p>
<p>In der anschließenden Diskussion wurden Fragen zur Finanzierung von Kulturprojekten sowie zur Vorfinanzierung von Abrechnungen erörtert. Zur Sprache kam auch die Situation mehrerer Immobilien, die sich im Besitz des Forums befinden. Diskutiert wurden notwendige Sanierungsmaßnahmen, die Anpassung von Mietverhältnissen sowie langfristige Nutzungsperspektiven. Mehrere Teilnehmer wiesen darauf hin, dass die Instandhaltung des vorhandenen Eigentums angesichts steigender Kosten künftig verstärkte Aufmerksamkeit erfordern werde.&nbsp;&nbsp;</p>
<p><strong>Dank an Ehrenamtliche und Projektträger</strong><br /> Im Rahmen der Aussprache meldeten sich auch Vertreter aus den Ortsforen zu Wort. Dabei wurden insbesondere die Unterstützung lokaler Kulturprojekte, die Förderung von Tanzgruppen, Musikformationen und Bildungsinitiativen sowie die Zusammenarbeit bei sozialen Projekten gewürdigt. Mehrere Redner betonten die Bedeutung der ehrenamtlichen Arbeit und dankten den Verantwortlichen des Kreisforums für die geleistete Unterstützung.</p>
<p>Zugleich wurden Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Kreisforum und Ortsforen eingebracht. Angeregt wurden unter anderem eine frühzeitigere Einladung zu Versammlungen, eine stärkere Einbindung der Mitglieder sowie eine bessere Erreichbarkeit der Verantwortlichen. Mehrere Wortmeldungen unterstrichen die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Sponsoren, Partnerinstitutionen und freiwilligen Helfern. Ohne deren Unterstützung wären zahlreiche kulturelle, soziale und schulbezogene Projekte in den vergangenen Jahren nicht realisierbar gewesen. Besonders gewürdigt wurden die Beiträge zur Förderung der Jugendarbeit, der Blasmusik sowie zur Unterstützung deutscher Bildungseinrichtungen im Kreis. Es wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass die Zukunft des Forums maßgeblich vom persönlichen Einsatz seiner Mitglieder abhänge. Mehrere Redner warben für eine stärkere Beteiligung an Veranstaltungen, Sitzungen und Projekten und betonten, dass Gemeinschaft nur dort wachsen könne, wo Menschen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv einzubringen.</p>
<p><strong>Vorstand entlastet und Wahl der neuen Führung</strong><br /> Nach Abschluss der Berichte und der Diskussion sprach die Vertreterversammlung dem bisherigen Vorstand ihr Vertrauen aus und entlastete ihn für die zurückliegende Amtsperiode. Ein Höhepunkt der Versammlung war die Wahl des neuen Vorsitzenden des Kreisforums für die Amtszeit 2026-2030. Zur Wahl standen der bisherige Vorsitzende Bernhard Heigl sowie Uwe Leonhardt. Beide Kandidaten stellten ihre Vorstellungen für die kommenden Jahre vor. Während Bernhard Heigl die Bedeutung der Kulturarbeit, der Gemeinschaftspflege und eines unabhängigen Forums hervorhob, sprach Uwe Leonhardt über die Modernisierung der Kommunikation, eine stärkere Sichtbarkeit des Forums, die Nutzung digitaler Medien, mehr Transparenz sowie die Fortführung notwendiger Investitionen.</p>
<p>Nach geheimer Abstimmung entfielen 16 Stimmen auf Uwe Leonhardt und acht Stimmen auf Bernhard Heigl. Damit wurde Uwe Leonhardt zum neuen Vorsitzenden des Kreisforums gewählt. Im Anschluss beschloss die Vertreterversammlung, dass der Vorstand künftig aus neun Personen bestehen soll, einschließlich des Vorsitzenden. Danach wurden die weiteren Mitglieder des neuen Vorstandes gewählt, wobei für zwei Sitze im Vorstand eine Stichwahl notwendig war.</p>
<p><strong>Blick nach vorn</strong><br /> Zum Abschluss der Sitzung wurde deutlich, dass das Kreisforum auf einer stabilen Grundlage in die neue Amtsperiode startet. Die vergangenen Jahre waren von einer intensiven Kulturarbeit, Investitionen und organisatorischen Herausforderungen geprägt. Zugleich zeigte die Diskussion, dass wei-terhin wichtige Aufgaben vor dem Forum liegen: die Sicherung des kulturellen Lebens, die Unterstützung des deutschsprachigen Bildungswesens, die Pflege der Gemeinschaft sowie die Anpassung an neue gesellschaftliche und digitale Entwicklungen.</p>
<p>Mit der Wahl einer neuen Leitung und einem neu zusammengesetzten Vorstand wurden die personellen Voraussetzungen geschaffen, um diese Aufgaben in den kommenden vier Jahren anzugehen. Die Vertreterversammlung sendete damit ein deutliches Signal für Kontinuität, Erneuerung und die weitere Stärkung der deutschen Gemeinschaft im Kreis Kronstadt.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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			<pubDate>Fri, 05 Jun 2026 10:56:00 +0000</pubDate>
                    </item>
                
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                        <title>„Qualität ist mir wichtiger als Quantität“ – als After-School-Leiterin, Ski-Lehrerin und Mama Interview mit Honterus-Absolventin Tiffany Neama</title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/qualitaet-ist-mir-wichtiger-als-quantitaet-als-after-school-leiterin-ski-lehrerin-und-mama-interview-mit-honterus-absolventin-tiffany-neama</link>
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						Sämtliche ehemalige Schüler des Johannes-Honterus-Lyzeums sind heute in aller Welt verteilt und gehen den unterschiedlichsten beruflichen Wegen nach. Tiffany Neama, geborene Helm hingegen hat sich bewusst dafür entschieden, in Kronstadt zu bleiben. Hier engagiert sie sich für die Arbeit mit Kindern und trägt durch ihre Tätigkeit in einer kleinen, familiären After-School-Einrichtung zum Erhalt und zur Förderung der deutschen Sprache in Kronstadt...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Sämtliche ehemalige Schüler des Johannes-Honterus-Lyzeums sind heute in aller Welt verteilt und gehen den unterschiedlichsten beruflichen Wegen nach. Tiffany Neama, geborene Helm hingegen hat sich bewusst dafür entschieden, in Kronstadt zu bleiben. Hier engagiert sie sich für die Arbeit mit Kindern und trägt durch ihre Tätigkeit in einer kleinen, familiären After-School-Einrichtung zum Erhalt und zur Förderung der deutschen Sprache in Kronstadt bei. Im Interview mit KR-Redakteurin Bernice Krech-Lițoiu spricht sie über ihre Schulzeit, ihren beruflichen Werdegang, ihre Motivation sowie über Herausforderungen und Chancen der pädagogischen Arbeit vor Ort.</p>
<p><strong>Liebe Tiffany, möchtest du dich kurz vorstellen und ein wenig über deinen Werdegang erzählen?</strong><br /> Sehr gerne. Ich heiße Tiffany Neama und bin gerade 28 Jahre alt geworden. Ich wurde in Kronstadt geboren und bin in Neustadt aufgewachsen, wo meine Eltern ein familienähnliches Kinderheim gegründet und geleitet haben. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, eine ganz besondere Kindheit zu erleben, weil ich immer von vielen Kindern und Aktivitäten umgeben war. Ich war Schülerin am Johannes-Honterus-Lyzeum – von der ersten bis zur zwölften Klasse. Nach dem Abitur bin ich in Kronstadt geblieben und habe an der Transilvania-Universität Pädagogik für Vorschul- und Grundschulbildung studiert. Im Jahr 2020 habe ich meinen Ehemann Raul geheiratet, und zwei Jahre später wurde unser erster Sohn geboren. Heute habe ich zwei Söhne, bin Vollzeitmutter und leite zusätzlich ein kleines After-School-Programm, das ich ebenfalls 2020 gegründet habe.</p>
<p><strong>Wie kam es dazu, dass du bereits als Kind Deutsch gelernt hast?&nbsp;</strong><br /> Meine Mutter ist ebenfalls ehemalige Honterus-Schülerin und hat mir schon als Kind Deutsch beigebracht. Außerdem war ich vier Jahre in einem deutschen Kindergarten.</p>
<p><strong>Wie erinnerst du dich an deine Zeit am Johannes-Honterus-Lyzeum?</strong><br /> Die Erinnerungen an meine Zeit an der Honterusschule werden mich immer begleiten – angefangen vom Aufnahmetest im A-Gebäude am ersten Tag, über meine liebe Lehrerin Monica und meinen Klassenlehrer Herrn Fugaru bis hin zu all den schönen Traditionen wie Fasching oder das Honterusfest. Besonders die letzten vier Jahre haben mich stark fürs Leben geprägt. Ich erinnere mich sogar an den Geruch der Sporthalle oder der Chemie- und Informatiklabore. Es war eine wunderschöne Zeit, und ich hoffe, dass meine Kinder einmal ebenso schöne Erinnerungen sammeln werden.</p>
<p><strong>Nach deinem Studium hast du die After-School gegründet. Wie kam es dazu?</strong><br /> Die Idee kam daher, dass meine Mutter ebenfalls eine After-School geleitet hat und ich ihr mehrere Jahre dabei geholfen habe. Ich liebe Kinder und den ganzen Lehr- und Lernprozess und so habe ich die After-School „Sterntaler“ gegründet. Zuerst habe ich einen Raum im Deutschen Kulturzentrum gemietet, später einen neben der Honterusschule, in der Synagoge. Als ich schwanger war, hat mein Mann dann bei uns im Garten ein kleines Haus dafür gebaut.</p>
<p>Mir war es immer wichtig, dass sich alles wie eine Familie anfühlt – mit einer gemütlichen und eben familiären Atmosphäre. Das ist bis heute so, denn aktuell sind nur zwölf Kinder eingeschrieben.</p>
<p><strong>Was bietet deine After-School genau an?</strong><br /> Wir bieten die Abholung von der Schule, Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben, ständige Betreuung sowie eine sichere und freundliche Umgebung. In der Freizeit und in den Sommerferien organisieren wir ein Sommerprogramm mit vielen Aktivitäten im Freien, Wanderungen, kreativen Workshops und Kochkursen – alles auf Deutsch.</p>
<p>Die Kinder werden um 12:45 Uhr abgeholt, spielen zunächst im Garten, essen gemeinsam zu Mittag und beginnen dann mit den Hausaufgaben. Wir ermutigen sie, möglichst selbstständig zu arbeiten und nur dann Hilfe zu holen, wenn sie etwas nicht verstehen. Danach haben sie Freizeit zum Spielen oder bereiten sich auf den nächsten Tag vor. Es gibt auch Zusatzblätter – aber sie sind dann schon oft müde und brauchen einfach Zeit zum Spielen. Um 17 Uhr werden sie abgeholt. Wir versuchen, so viel wie möglich Deutsch mit ihnen zu sprechen. Dabei unterstützt mich auch eine Mitarbeiterin.</p>
<p><strong>Was macht dir besonders Freude an der Arbeit mit Kindern?</strong><br /> Die Arbeit mit Kindern hat mir schon immer Spaß gemacht. Kinder sind ehrlich und lustig, und wenn man ein Herz dafür hat, kann man eine enge Verbindung aufbauen und sie gut verstehen. Mit Kindern ist vieles einfacher – mit den Eltern kann es manchmal herausfordernder sein.</p>
<p><strong>Du gibst auch Skikurse, richtig?</strong><br /> Ja, das läuft parallel, teilweise auch kombiniert. Einige Kinder aus der After-School kommen auch zum Skifahren. Ich habe mit zwei Jahren angefangen und bin seitdem jedes Jahr gefahren – es war für mich später selbstverständlich, auch selbst zu unterrichten. Mit 18 habe ich den Skilehrerkurs gemacht und unterrichte seitdem jeden Winter – allerdings nur Kinder, nicht Erwachsene. Ich organisiere auch Skilager und habe mehrere Jahre Kinder aus der Deutschen Schule Bukarest in Poiana Bra{ov betreut.</p>
<p><strong>Wie schaffst du das alles neben dem Mama-Sein?</strong><br /> Meine Söhne sind zwei und fast vier Jahre alt. Mutter zu sein ist wunderschön, ich habe mir das immer gewünscht – gleichzeitig ist es natürlich auch herausfordernd. Zum Glück habe ich Unterstützung, besonders durch meine Mitarbeiterin bei der Afterschool, sodass ich mich aktuell mehr auf meine Kinder konzentrieren kann. Jetzt, wo die Kinder etwas älter sind, möchte ich mich auch beruflich wieder stärker einbringen. Sie gehen schon in den deutschen Kindergarten der Schwarzen Kirche und wir bringen ihnen auch Deutsch bei.</p>
<p><strong>Findest du es wichtig, dass Kinder in Kronstadt weiterhin Deutsch lernen?</strong><br /> Ja, ich finde es sehr wichtig, dass die deutsche Sprache in Kronstadt weiterhin gelehrt und gelernt wird. Es wird allerdings schwieriger, qualifizierte deutschsprachige Lehrkräfte zu finden, und viele Fächer werden inzwischen auf Rumänisch unterrichtet – auch zu meiner Schuzeit schon – wodurch das Sprachniveau leider sinkt. Trotzdem hoffe ich, dass das Interesse bestehen bleibt, denn Deutsch hilft auch, das kulturelle Erbe der Region zu bewahren.</p>
<p><strong>Wie siehst du die Zukunft deiner After-School? Und hast du weitere Pläne?</strong><br /> Ich wünsche mir, dass sie sich weiterentwickelt, aber nicht unbedingt größer wird. Das wird sich noch zeigen. Qualität ist mir auf jeden Fall wichtiger als Quantität. Seit ich Mutter bin, habe ich viele neue Ideen, aber weniger Zeit. Ich möchte mich auch beruflich weiterentwickeln und eventuell Grundschullehrerin an einer deutschsprachigen Schule werden.</p>
<p><strong>Gibt es eine lustige Situation aus der After-School?</strong><br /> Bei uns geht es immer lebendig und lustig zu. Die Kinder spielen oft im Garten Ball und werfen ihn ständig über den Zaun. Ich habe bestimmt schon mindestens hundertmal gesagt, dass es dann keinen Ball mehr gibt, wenn sie ihn weiterhin über den Zaun werfen – aber irgendwie taucht immer wieder einer auf (lacht).</p>
<p><strong>Welchen Rat würdest du jemandem geben, der mit Kindern arbeiten möchte?</strong><br /> Man muss wirklich dafür gemacht sein. Es ist nicht immer einfach, es kommen ja auch die administrativen Aufgaben und die Kommunikation mit den Eltern dazu. Aber es ist sehr erfüllend.</p>
<p><strong>Wie verbringst du deine Freizeit?</strong><br /> Freizeit als Mutter sieht anders aus – eine Stunde im Fitnessstudio oder ein Kaffee mit einer Freundin ist schon viel. Am liebsten verbringe ich aber meine Zeit mit meinen Kindern und beobachte, wie schön sie aufwachsen und sich täglich entwickeln.</p>
<p><strong>Gibt es eine lustige Anekdote aus deiner Schulzeit?</strong><br /> Ich würde sagen, dass die letzten vier Jahre im Lyzeum besonders lustig waren. Wenn mein Mann und ich heute spazieren gehen und an den B- und C-Gebäuden vorbeikommen, sprechen wir oft darüber. Wir waren nämlich in der neunten Klasse ein Semester lang Banknachbarn – dort hat alles begonnen. Wir waren einige Jahre gute Freunde, haben uns dann verliebt und schließlich geheiratet. Es ist sehr schön, neben jemandem zu leben, der fast die gleiche Kindheit und dieselben Schulerfahrungen hatte.</p>
<p><strong>Und zum Schluss: Was bedeutet Kronstadt für dich?</strong><br /> Kronstadt ist mein Zuhause – der Ort, an dem ich geboren wurde, aufgewachsen bin und meine eigene Familie gegründet habe. Und es ist der Ort, an dem ich bleiben möchte.</p>
<p>Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für die Zukunft!</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
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			<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:50:00 +0000</pubDate>
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                        <title>Wie eine „Panne“ zum Erfolg führte</title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/wie-eine-panne-zum-erfolg-fuehrte</link>
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						„Jeder Mensch ist schuldig, die Frage ist nur: woran.“ Diese tiefgründige Aussage stammt von Friedrich Dürrenmatt, dem Autor der Novelle „Die Panne“, die als Inspirationsquelle für die zweite Ausgabe des Wettbewerbs „LitBild – Literatur (umge)bildet“ diente, welcher an der Universität „Alexandru Ioan Cuza“ in Jassy organisiert wurde.
Im Zeitraum vom 2. Dezember 2025 bis zum 15. April 2026 bereiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Jeder Mensch ist schuldig, die Frage ist nur: woran.“ Diese tiefgründige Aussage stammt von Friedrich Dürrenmatt, dem Autor der Novelle „Die Panne“, die als Inspirationsquelle für die zweite Ausgabe des Wettbewerbs „LitBild – Literatur (umge)bildet“ diente, welcher an der Universität „Alexandru Ioan Cuza“ in Jassy organisiert wurde.</p>
<p>Im Zeitraum vom 2. Dezember 2025 bis zum 15. April 2026 bereiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ganzen Land, darunter auch drei Teams, die jeweils aus fünf Schülerinnen und Schülern des Nationalkollegs „Dr. Ioan Meșotă“ aus Kronstadt bestanden, kreative Projekte vor, die auf Dürrenmatts Novelle basierten, und stellten diese im Rahmen der Projektmesse vor, die am 25. April im Universitätscampus stattfand.</p>
<p>Neben dem eigentlichen Wettbewerb, der in der Bewertung der kreativen Projekte durch mehrere Kommissionen bestand, die sowohl aus Lehrkräften als auch aus freiwilligen Studenten zusammengesetzt waren und jeweils unterschiedliche Aspekte berücksichtigten, organisierte der Lehrstuhl für Germanistik der Universität zahlreiche Aktivitäten, durch die die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, die schöne Universitätsstadt Jassy kennenzulernen, darunter eine Stadtführung sowie der Besuch einer der beeindruckenden Bibliotheken.<br /> Darüber hinaus hatten die Schülerinnen und Schüler aus anderen Landeskreisen – die Veranstaltung richtete sich an Gymnasiastinnen und Gymnasiasten aus ganz Rumänien – die Möglichkeit, in einem der Studentenwohnheime untergebracht zu werden und auf diese Weise das Studentenleben hautnah zu erleben, während das Mittagessen am Tag des Wettbewerbs in der Universitätsmensa eingenommen wurde.<br /> Ein Teil meines Teams und ich nahmen bereits im zweiten Jahr in Folge an diesem Wettbewerb teil, nachdem wir im vergangenen Jahr den zweiten Preis gewonnen hatten. In diesem Jahr hatten wir die Ehre, eine besondere Belobigung zu erhalten, die als Bestätigung dafür gilt, dass die investierte Arbeit und die große Leidenschaft nicht vergebens waren. Die zwei anderen Teams meiner Schule wurden jeweils mit dem I. Preis und einer besonderen Anerkennung&nbsp; ausgezeichnet. Der Erfolg ist selbstverständlich auch unseren engagierten Lehrkräften, Beatrice Greif und Jürgen Burkert, zu verdanken, die uns auf diesem Weg stets gewissenhaft mit Erklärungen und wertvollen Ratschlägen begleitet haben.</p>
<p>Insgesamt hat uns dieser Wettbewerb nicht nur die Möglichkeit geboten, unsere Kreativität zu beweisen und im Team zu arbeiten, sondern auch gezeigt, wie Literatur Menschen inspirieren und verbinden kann, während wir zugleich die Schönheit der Stadt Jassy entdecken konnten, sodass diese Erfahrung uns sicherlich langfristig prägen und motivieren wird.<br /> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                                                
			<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:48:00 +0000</pubDate>
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                        <title>„Sing das DSD“– ein Projekt über Teamarbeit und Kreativität </title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/sing-das-dsd-ein-projekt-ueber-teamarbeit-und-kreativitaet</link>
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						Im Rahmen unseres Deutschunterrichts haben wir als Team an einem besonderen Projekt gearbeitet, das uns den ersten Platz in der nationalen Phase und die Qualifikation für die internationale Phase eines von der ZfA (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) organisierten Wettbewerbs gesichert hat. Wir sind&amp;nbsp; Alexia Maria Taus, Diana Cezara Stanciu, Mara Elena Coltofean, Ana Oneț, Ingrid Maria Scheibner, Veronica Elena Sîrbu und zusammen bilden...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen unseres Deutschunterrichts haben wir als Team an einem besonderen Projekt gearbeitet, das uns den ersten Platz in der nationalen Phase und die Qualifikation für die internationale Phase eines von der ZfA (Zentralstelle für das Auslandsschulwesen) organisierten Wettbewerbs gesichert hat. Wir sind&nbsp; Alexia Maria Taus, Diana Cezara Stanciu, Mara Elena Coltofean, Ana Oneț, Ingrid Maria Scheibner, Veronica Elena Sîrbu und zusammen bilden wir eine Gruppe von Schülerinen aus dem „Dr. Ioan Me{ot˛“ Nationalkolleg, die gemeinsam am Projekt „Sing das DSD“ teilgenommen haben, an dem wir von unsere Deutschlehrerin, Beatrice Greif, angeleitet wurden. Dieses Projekt verbindet das Erlernen der deutschen Sprache mit Musik, Kreativität und Zusammenarbeit.</p>
<p>Die Idee des Projekts war, ein deutsches Lied auszuwählen und dessen Text so zu verändern, dass er mit der DSD- Prüfung verbunden ist und zum Thema Medien passt. Dazu musste auch ein passendes Video erstellt werden. Dabei sollten wir nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessern, sondern auch lernen, wie man im Team&nbsp; arbeitet. Das Thema hat uns gut gefallen, weil es aktuell ist.</p>
<p>Das Projekt fanden wir anders als eine gewöhnliche Schulaufgabe, da wir die Sprache durch Musik lernen konnten. Wir glauben, dass die Teilnahme an diesem Projekt sehr nützlich war, auch weil sie uns geholfen hat, uns anzufreunden, da wir in der 9. Klasse sind und uns nicht sehr gut kannten.</p>
<p>Natürlich sind auch Schwierigkeiten aufgetreten. Uns alle gleichzeitig zum Filmen zu treffen und die Teamarbeit waren nicht immer einfach, da jeder unterschiedliche Ideen und Meinungen hatte. Trotzdem, würden wir sagen, dass den neuen Text zu schreiben der schwerste Teil des Projekts war, weil wir darauf achten mussten, die passenden Wörter zu finden, damit die Silben richtig in den Rhythmus passten. Durch Kommunikation und Zusammenarbeit haben wir aber diese Schwierigkeiten überwunden. Was uns am besten gefallen hat, war das Tanzen und das Filmen des Videos, das hat uns richtig Spaß gemacht.</p>
<p>Die persönliche Erfahrung im Rahmen dieses Projekts war komplex. Wir haben während der Arbeit viele verschiedene Gefühle erlebt. Am Anfang waren wir nervös, weil keine von uns Erfahrung in solchen Projekten hatte, aber sobald wir die Arbeit angefangen haben, haben wir einen Plan festgelegt und ihn dann befolgt. Das hat uns geholfen, immer zu wissen, was wir Schritt für Schritt zu tun hatten. So haben sich mit der Zeit unsere Gefühle in Begeisterung und Motivation verwandelt. Das war besonders dann, als wir gesehen haben, wie unsere Ideen lebendig wurden.</p>
<p>Das Endergebnis finden wir gelungen. Wir sind zufrieden mit dem, was wir zusammen erreicht haben und die Reaktionen von Lehrern und Mitschülern waren positiv. Das hat uns gezeigt, dass wir gute Arbeit geleistet haben.</p>
<p>Schliesslich war „Sing das DSD“ eine wertvolle Erfahrung für uns alle. Wir haben nicht nur unsere Sprachkenntnisse verbessert, sondern auch gelernt, wie wichtig Zusammenarbeit, Geduld und Kommunikation in einem Projekt sind. Wir würden in Zukunft gerne wieder an ähnlichen Projekten teilnehmen.<br /> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                                                
			<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:46:00 +0000</pubDate>
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                        <title>Das Forum als Ort der Begegnung </title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/das-forum-als-ort-der-begegnung</link>
                        <description>
				
						Im Festsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Kronstadt herrschte am Dienstag ein reges Kommen und Gehen. Zum ersten Tag der offenen Tür hatten die Damen vom Handarbeitskreis des Forums den ganzen Nachmittag über Gäste mit selbstgebackenem Kuchen empfangen. Kinder, Erwachsene und Senioren nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zum Kennenlernen der deutschen Gemeinschaft in der Stadt.
Auf den Tischen standen selbstgebackene Kuchen,...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Im Festsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Kronstadt herrschte am Dienstag ein reges Kommen und Gehen. Zum ersten Tag der offenen Tür hatten die Damen vom Handarbeitskreis des Forums den ganzen Nachmittag über Gäste mit selbstgebackenem Kuchen empfangen. Kinder, Erwachsene und Senioren nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zum Kennenlernen der deutschen Gemeinschaft in der Stadt.</p>
<p>Auf den Tischen standen selbstgebackene Kuchen, von Kremschnitten über Greta-Garbo-Gebäck und Gitterkuchen bis hin zu Hanklich und Rhabarberkuchen. Die dazugehörigen handgeschriebenen Rezepte konnten Besucher mitnehmen. Sogar rohen Rhabarber gab es zum Mitnehmen.</p>
<p>Man freute sich über den einen oder anderen vertrauten Geschmack, erfragte genaue Tipps zur Zubereitung der Kuchen, tauschte sich mit den Damen über Lieblingsrezepte und Backtraditionen aus. Dabei wurden auch Erinnerungen an frühere siebenbürgisch-sächsische Festtage und deren typische Speisen wach.</p>
<p>Auch die Kinder hatten ihren Spaß, und zwar nicht nur am Kuchen. Während der Veranstaltung durften sie Musikinstrumente ausprobieren, die von Matthias Roos vom Music Lab zur Verfügung gestellt worden waren. Einige Kinder bliesen minutenlang in alle Blasinstrumente der Reihe nach, andere begeisterten sich für das Schlagzeug, und schon bald hatten die zahlreichen Kinder eine kleine Band gegründet.<br /> „Der Tag der offenen Tür soll dazu beitragen, dass das Forum als offener Begegnungsraum für alle Altersgruppen wahrgenommen wird. Gleichzeitig wollen wir die Zielgruppe weiter ausbauen“, erklärte Annika Racher, Ifa-Kulturmanagerin in Kronstadt und Initiatorin der Veranstaltungsreihe „Tag der offenen Tür“. Die Treffen richten sich nicht nur an Forumsmitglieder und Sympathisanten, sondern an die breite Öffentlichkeit und sollen zunächst bis August einmal monatlich stattfinden. Geplant sind wechselnde Themenschwerpunkte rund um die deutsche Gemeinschaft in Kronstadt.</p>
<p>Die nächste Veranstaltung am 9. Juni, zwischen 14 und 18 Uhr, soll der Stadtgeschichte und historischen Gebäuden gewidmet sein – es wird aber wieder Kaffee und Kuchen serviert und die Kinder dürfen wieder musizieren.&nbsp;<br /> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                                                
			<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:45:00 +0000</pubDate>
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                    <item>
                        <title>Gemeindefest der Honterusgemeinde: Miteinander Neues wagen</title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/gemeindefest-der-honterusgemeinde-miteinander-neues-wagen</link>
                        <description>
				
						Es ist ein warmer Pfingstmorgen. Die Sonne fällt durch die bunten Tücher, die zwischen dem Altenheim Blumenau und der riesigen Platane im Hof gespannt sind und so etwas Schatten spenden. Langsam wärmt sich auch das Holz der in mehreren Reihen aufgestellten Bänke. Kinder laufen lachend umher; Familien, Freunde und Bekannte stehen beisammen, begrüßen einander herzlich und kommen lebhaft ins Gespräch. Über dem ganzen Hof liegt eine offene, festliche...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein warmer Pfingstmorgen. Die Sonne fällt durch die bunten Tücher, die zwischen dem Altenheim Blumenau und der riesigen Platane im Hof gespannt sind und so etwas Schatten spenden. Langsam wärmt sich auch das Holz der in mehreren Reihen aufgestellten Bänke. Kinder laufen lachend umher; Familien, Freunde und Bekannte stehen beisammen, begrüßen einander herzlich und kommen lebhaft ins Gespräch. Über dem ganzen Hof liegt eine offene, festliche Atmosphäre. Es ist nicht nur Pfingsten – zugleich feiert die Honterusgemeinde ihr Gemeindefest, zu dem am Sonntag, dem 24. Mai, viele Menschen zusammengekommen sind.</p>
<p>Der Gottesdienst stand unter der Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“. In seiner Predigt sprach Stadtpfarrer Christian Plajer darüber, wie Kirche zwischen Tradition und Erneuerung lebt. Ausgangspunkt war die Pfingstgeschichte: Schon die ersten christlichen Gemeinden hätten lernen müssen, unterschiedliche Menschen, Sprachen und Traditionen zusammenzubringen. Besonders anschaulich wurde dies in dem Anspiel einiger Kinder, die das Pfingstgeschehen aufführten. Auch gab es einen dialogischen Predigtteil, in dem zwei fiktive Figuren – Daniel aus Jerusalem und Andrea aus Antiochia – miteinander über Glauben, Tradition und Veränderungen ins Gespräch kamen. Dabei wurde deutlich, dass christliche Gemeinschaft immer wieder neu danach fragen muss, was verbindet und was bewahrt werden soll. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Kinderchor, angeleitet von Gabriela Schlandt. Einen besonderen Moment bildete die Segnung der Kinder, die im Herbst eingeschult werden. Mit einem bunten Regenschirm veranschaulichte Pfarrer Valentin Claudiu Riemer Gottes Schutz und Begleitung auf dem neuen Lebensweg der Kinder. Außerdem wurde die neue Leitung des Blumenauer Altenheims vorgestellt und willkommen geheißen.</p>
<p>Im Anschluss an den Gottesdienst wurden für Kinder, Jugendliche und Erwachsene verschiedene Spiele, Gesprächsangebote und Begegnungsmöglichkeiten vorbereitet. Auf einem Flohmarkt konnte allerhand erworben werden. Auch für das leibliche Wohl war mit gemeinsamem Mittagessen, Kaffee und Kuchen bestens gesorgt. Viele freiwillige Helferinnen und Helfer trugen dazu bei, dass das Fest in einer offenen und herzlichen Atmosphäre stattfinden konnte. Das Gemeindefest bot nicht nur Gelegenheit zum Feiern, sondern auch zum Austausch, zum gemeinsamen Nachdenken und zur Begegnung über Generationen hinweg.<br /> &nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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			<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:44:00 +0000</pubDate>
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                        <title>Krisenfestigkeit über Generationen hinweg: Dr. Stephan Werhahn stellt sein neues Buch im Kronstädter Forum vor</title>
                        <link>https://adz.news/karpatenrundschau/artikel-karpatenrundschau/artikel/krisenfestigkeit-ueber-generationen-hinweg-dr-stephan-werhahn-stellt-sein-neues-buch-im-kronstaedter-forum-vor</link>
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						Wie übersetzt man das politische Erbe eines der prägendsten Staatsmänner der europäischen Nachkriegsgeschichte in eine Gegenwart, die von Dauerkrisen geschüttelt wird? Diese Kernfrage brachte am Montagabend, dem 18. Mai, eine ganz besondere Dynamik in den Festsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Kronstadt (DFDK). Im Rahmen der „Deutschen Vortragsreihe“ und in enger Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung präsentierte Dr. Stephan...
					
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                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wie übersetzt man das politische Erbe eines der prägendsten Staatsmänner der europäischen Nachkriegsgeschichte in eine Gegenwart, die von Dauerkrisen geschüttelt wird? Diese Kernfrage brachte am Montagabend, dem 18. Mai, eine ganz besondere Dynamik in den Festsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Kronstadt (DFDK). Im Rahmen der „Deutschen Vortragsreihe“ und in enger Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung präsentierte Dr. Stephan Werhahn – Wirtschaftsexperte, Jurist, Philosoph und Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer – sein neues Buch „Europas Resilienz für Frieden, Freiheit und Wohlstand: Strategien und Lösungen über Generationen hinweg“.</p>
<p>In seiner Begrüßungsrede rief Paul Binder, der Vorsitzende des Kronstädter Ortsforums,&nbsp; eine historische Perspektive in Erinnerung, die er vor rund 15 Jahren aus den Arbeiten des Historikers Thomas Nägler mitgenommen hatte: Siebenbürgen als ein „kleines Europa“, das in seiner jahrhundertealten Geschichte im Kleinen das vorweggenommen hat, was die Europäische Union heute im Großen darstellt – ein friedliches, produktives und multikulturelles Zusammenleben verschiedener Ethnien und Konfessionen.</p>
<p>Dr. Ioana Andrea Diaconu, Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Kronstadt und mitverantwortlich für das Zustandekommen der Veranstaltung, drückte ihren Dank an Stephan Werhahn und das gesamte Organisationsteam aus. Die Möglichkeit, im Rahmen dieser Vortragsreihe „neu einzusteigen“ und den Mitgliedern sowie Freunden des Forums frische Perspektiven und neue Themenkomplexe zu eröffnen, sei von unschätzbarem Wert für die zukünftige Ausrichtung der Institution.</p>
<p>Die Veranstaltung, von Dr. Stefan Hofmann, Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bukarest, als „intellektuelles Geburtstagsfest“ anlässlich des 150. Geburtstags von Konrad Adenauer bezeichnet, bot den Gästen weit mehr als eine klassische Autorenlesung. Es wurde ein Abend der schonungslosen Analysen, gefolgt von einer Diskussion mit dem Publikum.</p>
<p><strong>Das Erbe des Großvaters: Flexibilität aus Prinzip</strong><br /> Einführend spannte Stefan Hofmann den Bogen zur historischen Figur Adenauers, dessen politischer Kompass von unumstößlichen Werten, aber auch von genialem Pragmatismus geprägt war. In Zeiten extremen Mangels nach dem Zweiten Weltkrieg bewies der einstige Kölner Oberbürgermeister nicht nur erfinderischen Überlebenswillen – etwa mit der Entwicklung von Sojabrot oder einem beleuchteten Stopfei –, sondern vor allem strategischen Weitblick. Seine Meilensteine wie die unumkehrbare Westbindung, die europäische Integration und die Soziale Marktwirtschaft bilden bis heute das Fundament.</p>
<p>Dr. Stephan Werhahn knüpfte in seinem Vortrag direkt an diese Mentalität seines Großvaters an. Eines der wichtigsten Führungsprinzipien Adenauers sei es gewesen, stets eine unerschütterliche Vision zu verfolgen, sich bei Blockaden jedoch völlig flexibel anderer Wege zu bedienen. Als 1954 die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) im französischen Parlament scheiterte, steuerte Adenauer kurzerhand um und sicherte den NATO-Beitritt Deutschlands. Genau diese visionäre, aber anpassungsfähige Entschlossenheit forderte Werhahn auch für das heutige Europa, das sich innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte radikal krisenfest umgestalten müsse.</p>
<p><strong>Hebel für ein starkes Europa</strong><br /> Werhahn erläuterte die aktuellen Schwachstellen der Europäischen Union und stellte ihnen einige der im Buch ausgearbeiteten Lösungsansätze gegenüber:</p>
<p><strong>Migration und die Partnerschaft mit Afrika</strong><br /> Bis zum Jahr 2050 wird Afrikas Bevölkerung um eine weitere Milliarde Menschen anwachsen. Werhahn warnte vor den populistischen Scheinlösungen rechter Parteien in Europa, die Angst schüren. Stattdessen forderte er eine strategische Win-Win-Situation: Massives europäisches Investment in afrikanische Start-ups und Wertschöpfungsketten vor Ort. Als Beispiel nannte er ein Projekt aus seiner eigenen Praxis, bei dem junge Afrikaner digital im IT-Bereich ausgebildet werden. Sie bleiben in ihrer Heimat, arbeiten aber via Internet für den europäischen Markt und lindern dort den Fachkräftemangel. Gleichzeitig kritisierte er die deutsche Migrationspolitik, die falsche Anreize setze, Flüchtlinge zu schnell finanziere und qualifizierte Fachkräfte abschrecke.</p>
<p><strong>Sicherheit durch einen europäischen Verteidigungsbund</strong><br /> Angesichts geopolitischer Verschiebungen plädiert Werhahn für einen eigenständigen Europäischen Verteidigungsbund, der im Gegensatz zur EU abseits des Einstimmigkeitsprinzips mit qualifizierten Mehrheiten entscheidet und auch Nicht-EU-Staaten wie Großbritannien einbezieht. Die Integration müsse vor allem über gemeinsame Rüstungstechnologie erzwungen werden – ähnlich wie es in den 1990er-Jahren beim Aufbau der Airbus-Gruppe oder im Schienenverkehr (ICE/TGV) gelang, den Werhahn bei Siemens selbst mitgestaltete.<br /> Konsequenter Föderalismus</p>
<p>Werhahn fordert eine strikte Rückbesinnung auf das Subsidiaritätsprinzip. Entscheidungen müssen radikal auf der untersten Ebene, angefangen beim Bürger, dann über die Kommune, getroffen werden. Erst wenn eine Aufgabe dort nicht gelöst werden kann, wandert die Kompetenz eine Stufe höher. Das stärke die politische Verantwortung an der Basis.</p>
<p><strong>Demografie und Steuern</strong><br /> Das umlagefinanzierte Rentensystem, das unter Adenauer auf fünf Beitragszahler pro Rentner ausgelegt war, steuert durch den demografischen Wandel auf ein unhaltbares 1:1-Verhältnis zu. Werhahn schlägt eine grundlegende Reform vor: Das veraltete Ehegattensplitting muss durch ein echtes „Familiensplitting“ ersetzt werden, bei dem Kinder steuermindernd wirken, um echte finanzielle</p>
<p><strong>Anreize für junge Familien zu schaffen.</strong><br /> Wirtschaftskrise und europäische Öffentlichkeit<br /> Hohe Energiekosten, lähmende Bürokratie und eine oft ideologisch geprägte statt technologieoffen geführte Klimapolitik bremsen Europas Innovationskraft. Zudem bemängelte er das Fehlen einer echten „europäischen Öffentlichkeit“. Neben Englisch als klarer Arbeitssprache brauche es transnationale Medienformate nach dem Vorbild des Senders ARTE, um Missstände länderübergreifend aufzudecken.</p>
<p><strong>Europas Resilienz beginnt genau hier</strong><br /> Dass Werhahns Thesen den Nerv der Kronstädter Zuhörer trafen, zeigte sich in der anschließenden Diskussion, die vom Publikum gut genutzt wurde. Nach der Diskussion bedankte sich Stefan Hofmann bei allen Beteiligten für die Vorbereitung. In einer humorvollen Metapher lobte er das Team und die Kooperationspartner vom Deutschen Kulturzen-trum, die sich mit so viel Elan „in die Menschen geworfen“ hätten, „fast wie bei einem Metallica-Konzert“.</p>
<p>Dieses Schlusswort entließ die Gäste in einen weiteren, lockeren Austausch bei Getränken und kleinen Speisen. Die mitgebrachten Buchexemplare konnten gegen eine Spende erworben werden. Am Ende blieb die Gewissheit: Europas Re-silienz ist kein abstraktes Konstrukt aus Brüssel oder Bukarest – sie beginnt genau hier, im lebendigen, generationenübergreifenden Dialog an der Basis unserer Gemeinschaft.&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;<br /> &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                        
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			<pubDate>Thu, 28 May 2026 09:38:00 +0000</pubDate>
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