--- title: "Die Feuerherde am Domogled sind erloschen" url: "https://adz.news/artikel/artikel/die-feuerherde-am-domogled-sind-erloschen" subtitle: "Ab nun obliegt die Überwachung des Nationalparks Domogled – Cerna-Tal den Rangern und den Förstern" author: "Werner Kremm" date: "2026-10-28" modified: "2026-10-27" category: "Lokales" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Die Feuerherde am Domogled sind erloschen **Herkulesbad** – Am Abend des Montags dieser Woche zogen sich der Katastrophenschutz und die freiwilligen Feuerwehrleute in corpore aus Herkulesbad zurück. Die Wald- und Flächenbrände auf den zerklüfteten Kalksteingipfeln und Hochplateaus des Domogled-Gebirges sind nach zehntägiger Überwachung durch Drohnen und Feldbegehung – dort, wo das wegen des schwierigen Geländes möglich war – für erloschen erklärt worden, weil keine Glut- und Schwelherde mehr entdeckt werden konnten. Damit ist der fast dreimonatige Kampf mit den immer wieder aufflammenden Feuern im Naturschutzgebiet Domogled – Cerna-Tal für beendet und das Feuer für gelöscht erklärt worden, was den Abzug aller zusätzlichen Brandschutzleute ausgelöst hat. Die anstehende Routineüberwachung des Areals obliegt nun den Rangern des Nationalparks und den Förstern des Forstamtsdistrikts Herkulesbad/Băile Herculane. Noch am vergangenen Wochenende konnten ein paar Glutnester gelöscht werden, die von den zwei das Areal überfliegenden Drohnen aufgrund der Rauchentwicklung identifiziert worden waren. Das Thermoscanning des Geländes durch die Drohnen ergab daraufhin keine Zonen mehr, wo die Temperatur mehr als 16 Grad Celsius überstieg, was entscheidend war für die Erklärung von Oberstleutnant Ionel Petru Tilca, Chefinspektor des Katastrophenschutzes ISU „Semenic“: „Der Eingriff der Militärfeuerwehr des Katastrophenschutzes in Zusammenarbeit mit dem Personal zahlreicher Forstamtsdistrikte des Landeskreises Karasch-Severin und den Rangern des Nationalparks Domogled – Cerna-Tal konnte am Abend des 25. Oktober für beendet erklärt werden, weil unseren Erkenntnissen nach alle Brandherde des Areals des Nationalparks gelöscht sind. Die beiden Drohnen, die uns das Generalinspektorat für Katastrophenschutz zu Hilfe geschickt hat, konnten nach mehrmaligen Überfliegen keine Glut- oder Schwelherde im Nationalpark mehr entdecken. Die letzten, die am Vortag identifiziert wurden, sind von mobilen Teams gelöscht worden.“ Der Katastrophenschutz habe drei Tage lang das Gelände sehr genau abgesucht, bevor man den Alarm abgeblasen habe, erklärte der Oberstleutnant. Das bestätigte auch Unterleutnant Claudiu Dumitrache, der mit seinem Team alle verdächtigen Gebiete des Areals zusätzlich abgesucht hatte und letzte Glutnester ausfindig machen sollte mit wärmeempfindlichen Geräten, die jede Temperatur über 16 Grad (der Tagestemperatur am Tag der Suche) anzeigen. Er bestätigte, keine solche Stellen ausfindig gemacht zu haben. Daraufhin kam die Entwarnung und das Gelände wurde denjenigen zur Dauerüberwachung überlassen, die dafür bezahlt werden: den Rangern des Nationalparks und den Förstern des Forstamtsbezirks Herkulesbad. Oberstleunant Tilca, ein Kroate aus dem Banater Bergland, dem Vegetationsbrände seit seiner Kindheit vertraut sein müssen (die meisten brechen im Raum der sieben Kroatenortschaften südwestlich von Reschitza im Banater Bergland aus), versicherte, dass der Katastrophenschutz auch künftig prompt auf jeden Hilferuf reagieren werde, falls trotz aller Präventions- und Überwachungsmaßnahmen neue Brandherde aufflackern sollten. Eine endgültige Schadensbilanz der rund drei Monate wütenden Feuer im Naturschutzgebiet Domogled – Cerna-Tal wurde noch nicht veröffentlicht. Fest steht allerdings bereits, dass der größte Schaden in den Nadelwaldbeständen auf den Gipfeln des Domogled angerichtet wurde, wo ein Relikt der Eiszeit, die Schwarzkiefer (pinus nigra banatica) auf einem strikt begrenzten Areal gedeiht.