--- title: "Dürre verursachte Schäden auf mehr als 71.000 Hektar" url: "https://adz.news/artikel/artikel/duerre-verursachte-schaeden-auf-mehr-als-71000-hektar" subtitle: "In 55 Gemeinden des Kreises Sathmar wurden Ernteschäden festgestellt / Besonders betroffen sind Mais- und Sonnenblumenkulturen" author: "Gabriela Rist" date: "2026-10-28" modified: "2026-10-27" category: "Lokales" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Dürre verursachte Schäden auf mehr als 71.000 Hektar **Sathmar** – Die diesjährige Dürre hat in der Landwirtschaft des Kreises Sathmar/Satu Mare erhebliche Schäden verursacht. Auf mehr als 71.600 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche wurden Dürreschäden festgestellt, in einzelnen Gebieten erreichten diese bis zu 95 Prozent. Auch für die Viehhalter verschärft sich die Lage, da zahlreiche Weideflächen vollständig ausgetrocknet sind. Mit den Ergebnissen der Schadenserhebungen befassten sich die Vertreter der zuständigen Behörden bei einer Arbeitssitzung am Montag, dem 26. Oktober, im Präfekturamt. Präfekt Tamás Altfatter hatte dazu Vertreter der Landwirtschaftsdirektion, der Agentur für Zahlungen und Interventionen in der Landwirtschaft (APIA) sowie der mit der Schadensbewertung beauftragten Kommissionen eingeladen. Den bis zum 26. Oktober zusammengetragenen Daten zufolge wurden in 55 Gemeinden des Kreises Sathmar Dürreschäden gemeldet. Zwei Bewertungskommissionen untersuchten zwischen dem 18. August und dem 22. Oktober insgesamt 71.616,53 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. Am stärksten betroffen sind die Maiskulturen. Auf einer Fläche von insgesamt 25.625 Hektar wurden Schäden zwischen 60 und 80 Prozent festgestellt. Bei Sonnenblumen erstrecken sich die Schäden auf 21.536 Hektar und liegen zwischen 40 und 85 Prozent. Erhebliche Verluste verzeichneten auch Landwirte, die Sorghum und Luzerne anbauen, sowie Viehhalter, die auf Weideflächen angewiesen sind. Diese Flächen umfassen insgesamt 23.516 Hektar; örtlich erreichte das Schadensausmaß bis zu 95 Prozent. Darüber hinaus wurden Schäden auf 825 Hektar Sojafeldern, 62 Hektar Haferflächen und mehr als 52 Hektar Kartoffelanbauflächen festgestellt. Die größten von der Dürre betroffenen Flächen wurden in den Gebieten von Căuaș, Majtingen/Moftin, Erdeed/Ardud und Großkarol/Carei registriert. In Căuaș waren 3664 Hektar betroffen, in Majtingen 3618 Hektar, in Erdeed 3588 Hektar und im Verwaltungsgebiet von Großkarol 3129 Hektar. Bei den Erhebungen konnten ausschließlich Flächen berücksichtigt werden, auf denen tatsächlich landwirtschaftliche Kulturen angebaut wurden. Auf Grundstücken, die nach der Ernte nicht erneut bestellt worden waren, konnten die Kommissionen das Ausmaß der Dürreschäden nicht feststellen. Ein weiterer Schwerpunkt der Besprechung war der Zustand der Weideflächen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist die Vegetation vielerorts vollständig vertrocknet. Dadurch fehlt den Viehhaltern ausreichend Futter, um die Versorgung ihrer Tiere sicherzustellen. Präfekt Tamás Altfatter appellierte deshalb an die Bürgermeister, bei der Festlegung beziehungsweise Einhebung der Pachtgebühren für Weideflächen die schwierige Lage der Landwirte zu berücksichtigen. „Die diesjährige Dürre hat sowohl den Pflanzenbau als auch die Viehzucht getroffen. Die Weiden sind ausgetrocknet, und ich halte es nicht für gerecht, dass die Menschen Pacht für Flächen zahlen müssen, auf denen ihre Tiere keine Nahrung mehr finden. Deshalb bitte ich die Bürgermeister, diese Situation mit Verständnis zu prüfen“, erklärte der Präfekt. Zugleich dankte Altfatter den Mitgliedern der Bewertungskommissionen und den Bürgermeistern für ihre Arbeit während der vergangenen zwei Monate. Als nächster Schritt sollen die Daten auf Kreisebene abschließend zusammengestellt und an das Landwirtschaftsministerium weitergeleitet werden.