--- title: "Enteignungen für Gleisbauarbeiten" url: "https://adz.news/artikel/artikel/enteignungen-fuer-gleisbauarbeiten" subtitle: "Betroffen sind zwölf Ortschaften in den Banater Landeskreisen" author: "Werner Kremm" date: "2026-10-06" modified: "2026-10-05" category: "Lokales" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Enteignungen für Gleisbauarbeiten **Temeswar** – Vergangene Woche genehmigte die Regierung Enteignungen im öffentlichen Interesse in den drei Landeskreisen, durch welche die Transbanater Eisenbahnlinie führt, die gegenwärtig modernisiert und für Reisegeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h hochgetrimmt wird. Laut Regierungsbeschluss ist nicht nur die Entschädigungssumme (4,7 Millionen Lei) festgelegt worden, sondern auch das gesamte Prozedere der Enteignung im Interesse der Öffentlichkeit. Es handelt sich um das Transbanater Großprojekt „Modernisierung der Eisenbahnstrecke Karansebesch – Temeswar – Arad“. Da der Gleisstrang verdoppelt wird und sämtliche technischen Anlagen zum Betrieb der Strecke erneuert werden – einschließlich die Bahnsteige in allen Bahnhöfen sowie die Bahnhöfe selbst – ist dafür zusätzliches Gelände nötig und das kann bloß mittels Enteignung dazugewonnen und genutzt werden. Das Entschädigungsgeld kommt vom Staatshaushalt übers Ministerium für Transport und Infrastruktur. Enteignet werden müssen Grundstücke und auch einige Immobilien in zwölf Ortschaften in den Landeskreisen Arad, Karasch-Severin und Temesch. Es handelt sich um Karansebesch, Păltiniș/Valea Boului, Constantin Daicoviciu/Căvăran und Sacu im Landeskreis Karasch/Severin, um Găvojdia, Dudeștii Noi/Neubeschenowa, Sânan-drei/Sankt Andreas und Orzidorf/Orțișoara im Landeskreis Temesch und im Raum Arad um Vinga, Șagu/Segenthau oder Dreispitz, Arad und Vladimirescu/Glogowatz. Mit der Modernisierung der Transbanater Eisenbahnstrecke werden 162 km des Transeuropäischen Eisenbahnkorridors von Grund auf erneuert. Personenzüge sollen daraufhin über diese Strecke mit bis zu 160 km/h fahren können, Lastzüge mit bis zu 120 km/h. Die meisten der Bauarbeiten sind bereits gegenüber den ursprünglichen Planungen (zum Teil arg) in Verzug.