--- title: "Freiheit ist nicht selbstverständlich" url: "https://adz.news/artikel/artikel/freiheit-ist-nicht-selbstverstaendlich" subtitle: "Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit im AMG-Haus" author: "Raluca Nelepcu" date: "2026-10-07" modified: "2026-10-06" category: "Lokales" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Freiheit ist nicht selbstverständlich ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/Tag_der_dt_einheit.jpg) *Die deutsche Konsulin Anja Zougouari mit dem DFDB-Vorsitzenden Benjamin Neurohr (l.) und den Vertretern der Behörden bei der Festveranstaltung zum Tag der Deutschen Einheit in Temeswar Foto: Zoltán Pázmány* **Temeswar** – Mit einer Festveranstaltung im Karl-Singer-Saal des Adam-Müller-Guttenbrunn-Hauses ist am Montag-abend, dem 5. Oktober, der Tag der Deutschen Einheit in Temeswar/Timișoara begangen worden. Eingeladen hatte das Deutsche Konsulat Temeswar. Konsulin Anja Zougouari erinnerte in ihrer Ansprache an die friedliche Revolution von 1989 und die deutsche Wiedervereinigung vor 36 Jahren. Zugleich schlug sie den Bogen nach Temeswar und zur Revolution vom Dezember 1989. Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und ein von Toleranz und gegenseitigem Respekt geprägtes Europa seien keine Selbstverständlichkeiten, sondern müssten immer wieder verteidigt und mit Leben gefüllt werden. Grußworte sprachen auch Präfekt Paul Finta, Temeswars Vizebürgermeister Ruben Lațcău, Alexandru Iovescu seitens des Temescher Kreisrats sowie Benjamin Neurohr, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Deutschen im Banat. Neurohr erinnerte an die deutsche Teilung und an die Erfahrungen der Menschen mit den kommunistischen Regimen in der DDR und in Rumänien. Gerade jüngeren Generationen müsse vermittelt werden, welchen Preis Freiheit und Demokratie einst gefordert hätten. Einen besonderen Moment widmete die deutsche Konsulin Ignaz Bernhard Fischer, der am 2. Oktober seinen 100. Geburtstag gefeiert hatte. Sie würdigte den ehemaligen Russlanddeportierten für seinen jahrzehntelangen Einsatz dafür, die Erinnerung an das Schicksal der Deportierten wachzuhalten, und gratulierte ihm erneut zu seinem Jubiläum. Der Abend klang bei einem Buffet und Gesprächen zwischen den Gästen aus.