--- title: "Schwelbrand in der Marosch-Au" url: "https://adz.news/artikel/artikel/schwelbrand-in-der-marosch-au" author: "Astrid Weisz" date: "2026-08-20" modified: "2026-08-19" category: "Startseite" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Schwelbrand in der Marosch-Au ![](https://adz.news/fileadmin/user_upload/Schwelbrand_an_der_Marosch12.jpg) **Arad** – Ein ungewöhnlicher Schwelbrand beschäftigt seit Monaten die Fachleute im Naturpark Marosch-Auen bei Arad. In einem Waldgebiet zwischen Arad und Petschka/Pecica brennt der Boden stellenweise unterirdisch weiter; das Feuer greift von den Wurzeln auf die Baumstämme über und lässt einzelne Bäume von unten nach oben ausbrennen. Die genaue Ursache ist bislang nicht geklärt. Besonders betroffen ist der Bereich des sogenannten Toten Marosch-Arms. Dort ist der Boden an manchen Stellen heiß und stark aufgelockert, während unter der Oberfläche weiterhin Brandspuren und Glutnester zu finden sind. Nach Angaben von Ovidiu Pîrv vom Naturpark Marosch-Auen breitete sich das Feuer im Juli auch auf Waldflächen aus; innerhalb von etwa zwei Tagen wurden rund 30 Hektar Vegetation betroffen. Hitze, Trockenheit und Wind hätten die Ausbreitung begünstigt. Die Arader Feuerwehr musste in den vergangenen Monaten nach eigenen Angaben bereits siebenmal in dem Gebiet eingreifen. Weil die Brandherde an unterschiedlichen Stellen wieder auftreten, konnten sie bislang nicht endgültig gelöscht werden. Untersucht wurde unter anderem, ob Gase aus dem Untergrund eine Rolle spielen; entsprechende Messungen hätten jedoch keine Gasvorkommen ergeben. Als mögliche, bislang unbestätigte Erklärung wird auch eine torfartige Bodenschicht diskutiert, die einen Schwelbrand lange aufrechterhalten könnte. Als zusätzlicher Faktor gilt der niedrige Wasserstand. Der Tote Marosch-Arm sei seit Jahren nur selten vollständig überflutet worden, wodurch Boden und organisches Material stark austrocknen konnten. Als vorläufige Gegenmaßnahme wird deshalb geprüft, Wasser in das betroffene Gebiet zu leiten und den Boden dauerhaft zu durchfeuchten. Eine eindeutige Ursache des ungewöhnlichen Brandgeschehens steht jedoch weiterhin aus.