--- title: "Leitzins bleibt unverändert bei 1,75 Prozent" url: "https://adz.news/artikel/artikel/leitzins-bleibt-unveraendert-bei-1-75-prozent-30740" subtitle: "Risiken bleiben Fiskalpolitik und Deregulierung des Energiemarktes" date: "2017-04-06" modified: "2018-10-22" category: "Wirtschaft" language: "de" site: "Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien" --- # Leitzins bleibt unverändert bei 1,75 Prozent ![](https://adz.news/fileadmin/news_import/agerpres_5435791_04.jpg) *Seit Mai 2015 liegt der Leitzins bei 1,75 Prozent. Im Bild BNR-Gouverneur Mugur Is?rescu. Archivbild: Agerpres* ![](https://adz.news/fileadmin/news_import/agerpres_5435791_05.jpg) *Seit Mai 2015 liegt der Leitzins bei 1,75 Prozent. Im Bild BNR-Gouverneur Mugur Isărescu. Archivbild: Agerpres* **Bukarest** (ADZ) - Die Nationalbank Rumäniens hat am Mittwoch erwartungsgemäß den Leitzins unverändert bei 1,75 Prozent belassen. Auch die für die Geschäftsbanken verpflichtenden Mindestreserven wurden beibehalten – 8 Prozent für die Landeswährung und 10 Prozent für Devisen. Zuletzt hatte die Zentralbank im Mai 2015 den Leitzins von 2,0 Prozent auf das Rekordtief von 1,75 Prozent gesenkt. Wichtig bleibe weiterhin, die Liquidität im Bankensystem richtig zu verwalten, hieß es in der Begründung der Nationalbank. Die jüngsten Einschätzungen der Zentralbank gehen von einem weiteren langsamen Anstieg der Jahresinflationsrate in den nächsten Monaten aus. Risiken bestehen hauptsächlich durch die Entwicklung der Fiskalpolitik und der Einnahmen sowie durch die Deregulierung des Energiemarktes. Das Wirtschaftswachstum habe im vierten Quartal die Erwartungen übertroffen und sich auf 4,7 BIP-Prozent (nach 4,3 Prozent im dritten Quartal) beschleunigt, hieß es weiter. Grund dafür sei hauptsächlich der Beitrag des Nettoexportes. Für das gesamte Jahr 2016 wurde ein Wachstum von 4,8 BIP-Prozent verzeichnet, das höchste in den letzten acht Jahren. Das Defizit der Leistungsbilanz habe sich 2016 auf 2,3 BIP-Prozent vertieft (im Vorjahr 1,2 BIP-Prozent). Für Anfang 2017 verzeichnen die Statistiken eine anhaltende Dynamik des Einzelhandelsumsatzes sowie eine steigende Industrieproduktion, aber auch einen Rückgang des Bausektors.