Mehr als 7,8 Millionen Lei für Temescher Gemeinden

Kreisrat greift 24 Kommunen finanziell unter die Arme

Temeswar – Der Temescher Kreisrat stellt insgesamt mehr als 7,8 Millionen Lei aus seinem Haushaltsreservefonds für 24 Städte und Gemeinden im Kreis Temesch sowie die Banater Metropolie bereit. Die entsprechende Mittelverteilung wurde am Mittwoch, dem 23. September, in einer außerordentlichen Sitzung des Kreisrats beschlossen. Die Sitzung und die Verteilung von Mitteln aus dem Reservefonds waren zuvor offiziell angekündigt worden.

Die 24 Kommunalverwaltungen hatten insge-samt rund 12,56 Millionen Lei beantragt, erhalten jedoch zusammen 7,565 Millionen Lei. Weitere 300.000 Lei gehen an die Orthodoxe Metropolie des Banats, die ursprünglich 986.000 Lei beantragt hatte. Die Gelder sollen dringende beziehungsweise unvorhergesehene Ausgaben decken, die im Laufe dieses Jahres entstanden sind.

Den höchsten Einzelbetrag erhält Sarafol/Saravale mit 600.000 Lei. Jeweils 450.000 Lei gehen an Großjetscha/Iecea Mare und Morawitza. Je 400.000 Lei erhalten Dumbrava, Gottlob und Warjasch/Variaș. Für Tschanad/Cenad, Darowa, Giseladorf/Ghizela, Jebel, Lowrin, Margina, Nadrag, Nitzkydorf, Rumänisch Sanktmichael/Sânmihaiu Român, Tomești, Tormak, Traian Vuia und Wojteg sind jeweils 300.000 Lei vorgesehen. Walkan/Vălcani erhält 200.000 Lei, Belinț 165.000 Lei sowie Bara und Racovița jeweils 150.000 Lei.

Der Temescher Kreisratsvorsitzende Alfred Simonis bezeichnete während der Sitzung die Finanzlage vieler Kommunen als äußerst schwierig. Nach seinen Angaben sei 2026 für die Lokalverwaltungen ein besonders schwieriges Jahr. Als Gründe nannte er unter anderem ausbleibende Mittel aus dem Reservefonds der Regierung sowie zusätzliche Belastungen im Zusammenhang mit der Fertigstellung von PNRR-Projekten. Simonis erklärte, „fast alle Ortschaften“ befänden sich in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten.

Ohne Unterstützung der Zentralregierung drohten nach Einschätzung von Simonis im kommenden Winter bei zahlreichen Kommunen Strom- und andere Versorgungssperren. Davon könnten seinen Aussagen zufolge auch Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und andere öffentliche Einrichtungen betroffen sein. Der Kreisrat könne nicht sämtliche finanziellen Engpässe der Gemeinden auffangen, betonte er.

Die jetzige Finanzspritze sei daher lediglich eine punktuelle Hilfe. Sollte im Oktober noch Geld zur Verfügung stehen, könnte der Kreisrat weitere Gemeinden unterstützen. Gleichzeitig müsse die Kreisverwaltung ihre eigenen großen Investitionsvorhaben finanzieren, erklärte Simonis. Die Empfänger müssen nach Verwendung der Mittel dem Kreisrat Belege vorlegen und nachweisen, dass das Geld für den vorgesehenen Zweck ausgegeben wurde.