Tourismus

Ein kulinarischer Streifzug zwischen Tradition und urbanem Aufbruch

Wer durch das Zentrum von Sathmar/Satu Mare flaniert, spürt schnell: Diese Stadt erzählt ihre Geschichten nicht laut. Sie entfaltet sich leise – in Fassaden, die an die Donaumonarchie erinnern, in breiten Straßen, in einem Rhythmus, der sich dem schnellen Zugriff entzieht. Und doch gibt es Orte, an denen sich Sathmar verdichtet. Orte, an denen Gegenwart und Tradition aufeinandertreffen und zwar auf dem Teller. Die Restaurantszene der Stadt ist...

[mehr]

Von Pippi Langstrumpf und den Wikingern

Einmal wie ein Kind durch einen schwedischen Wald laufen, auf Steinen an einem großen See sitzen und durch die Gassen eines Städtchens mit lauter roten, weißen und blauen Schwedenhäusern bummeln – das sind Träume, die Astrid Lindgren mir von klein auf in den Kopf gesetzt hat. Bis vergangenen Herbst ist es nie dazu gekommen. Doch endlich, im Oktober, war es dann so weit: mit dem Flugzeug nach Deutschland zu meinen Eltern, ein paar Klamotten...

[mehr]

Erfrischend wildes Obst und kernige Historien

Da geht seriös die Post ab, beim Einmarsch in die Burg. Auch wenn man den 55 Jahre alten Streifen von Filmemacher Sergiu Nicolaescu und Kinoheld Amza Pellea als Propaganda durchschaut. Eines aber ist dem nationalkommunistischen Kassenschlager bei aller Kritik an seiner Augenwischerei kaum zu nehmen: die Fanfarenstöße aus der Hand von Komponist Tiberiu Olah lassen weder Bläser noch Hörer kalt. Obschon es nie und nimmer dazu hätte kommen dürfen,...

[mehr]

Kappadokien… wenn der Wind schweigt

Der Wecker klingelt um 4 Uhr. Draußen ist es noch stockfinster, die Luft riecht nach Staub und Thymian. Auf der Terrasse unseres Höhlenhotels in Göreme wartet bereits der Fahrer des Kleinbusses, der uns zusammen mit anderen Gästen hinaus in die Finsternis, zum Startplatz für unseren lang erwarteten Heißluftballonflug bringt. Es fahren viele Autos dahin, nur…. unter den Sternenhimmel ist kein Ballon zu sehen. „Wind zu mild“, erklärt mir später der...

[mehr]

Es gibt kein Bier auf Hawaii – aber am Zibin!

Eigentlich ist längst die Jahreszeit da, in der es nichts Angenehmeres gibt, als auf einer Terrasse im Schatten zu sitzen, sich einen kühlen Tropfen vom edlen Hopfen zu gönnen, während man der Welt zusieht, wie sie in der prallen Sonne aus allen Poren schwitzt. Doch Bier ist nicht gleich Bier. Vom klassischen Lager bis zum hopfenbetonten Indien Pale Ale, von fruchtigen Aromen bis zu dunklen Röstnoten reicht die zeitgenössische Palette. Bier ist...

[mehr]

Ein Tag in Tunesiens Hauptstadt Tunis

Um 6.30 Uhr geht es los: raus aus dem Hotel und rein in den Bus. Mit an Bord ist eine Handvoll Rumänen, die im selben Hotel untergebracht sind wie wir und sich ebenfalls für den Ausflug in die Hauptstadt entschieden. Zu dem Zeitpunkt sind meine Erwartungen dazu: die historischen Funde in Karthago sehen, ein bisschen durch die Altstadt schlendern – die mit ihren weißen Häusern mit blauen Dächern stark an Santorin erinnert – und auf der Busfahrt...

[mehr]

Auf zwei Rädern durch Kulturen und über Grenzen hinweg

Mehr als 200 Radfahrerinnen und Radfahrer aus Rumänien und Ungarn sind am letzten Mai-Wochenende vom Temeswarer Domplatz/Piața Unirii zur fünften Auflage der Bartók-Radtour Temeswar–Szeged aufgebrochen. Es war die bisher teilnehmerstärkste Ausgabe der grenzüberschreitenden Veranstaltung, an der sowohl geübte Sportler als auch Freizeitfahrer teilnahmen. Für den Radsport, der in Rumänien weiterhin eher eine Nischendisziplin bleibt, ist diese Zahl...

[mehr]

Die Stadt, die das Salz braucht

Sogar US-Tech-Milliardär Elon Musk zeigte sich auf X kürzlich beeindruckt von Slănics Touristenmagnet: Das gigantische Salzbergwerk ist Museum, Kurort und Vergnügungspark in einem. Diese Attraktion wird für Slănic zunehmend wichtiger, da sich gleichzeitig der Zustand der oberirdischen Salzseen immer weiter verschlechtert. Ein Besuch in einer Kleinstadt, für die das Salz Fluch und Segen zugleich ist.

Immer weiter windet sich der Schacht hinunter...

[mehr]