Tourismus

Duftende Orangen, historische Bauten und kurze Wege

Im 15. Jahrhundert vor Christus gab es – worauf Funde hindeuten – wohl eine kleine Siedlung im Hafengebiet des süditalienischen Brindisi. Die Stadt hat in der Bronzezeit offenbar schon lange vor den Römern, oder den antiken, griechischen Stadtstaaten, mit den Mykenern in Griechenland gehandelt. Doch das ist nur der Anfang von Brindisis Geschichte: Eine Hafenstadt, die von Römern, Byzantinern, Kreuzrittern, bis ins moderne Italien unheimlich viele...

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Auf den Spuren von Romanhelden (I)

„Zuerst fuhr der Zug an einer Papierfabrik vorbei, die mit ihren vielen Gebäuden und umzäunten Arealen beinahe selbst eine kleine Stadt war. (…) Noch urtümlicher als das Fabrikgelände war Bușteni selbst: Der Ort wird im letzten und in dem Jahrhundert zuvor nicht anders ausgesehen haben – bis auf die Elektrifizierung. Es gab eine Hauptstraße, die parallel zum Bahngeleise verlief, links, auf der Bergseite, wo es nebst der Schule, Post, Kirche und...

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Der Letea-Wald – Europas nördlichstes Stück Tropen

Das Vogelparadies des Donaudeltas mit dessen Schilfdickicht und engen Wasserstraßen ist wahrscheinlich mittlerweile ein wohlbekanntes Reiseziel in Rumänien. Und mitten im Donaudelta, verborgen im Labyrinth der unendlichen, fast menschenleeren Natur, liegt ein Landstreifen aus aufgetürmten Meeressand, auf dem ein Wald wächst, als hätte ihn jemand aus dem tropischen Regenwald hierher versetzt: Schlingpflanzen ranken sich armdick an knorrigen...

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Das Banat am Tisch Europas

Eine Woche nach der offiziellen Bekanntgabe ist die Begeisterung nicht abgeklungen – im Gegenteil, sie scheint noch gewachsen zu sein. Das Banat – mit den Kreisen Temesch/Timiș, Arad und Karasch-Severin – hat den Titel „Europäische Gastronomieregion“ für das Jahr 2028 erhalten, eine Anerkennung, die weit über symbolisches Prestige hinausgeht. Tatsächlich markiert sie den Beginn eines komplexen regionalen Transformationsprozesses, in dem...

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Temeswar in Blüte

Wenn ich im Frühling durch Temeswar/ Timișoara spazieren gehe, ist es eigentlich nichts Ungewöhnliches für mich, denn ich bin hier geboren, aufgewachsen und kenne die Straßen, öffentlichen Plätze und Parks seit meiner Kindheit. Und doch fühlt sich dieser Spaziergang anders an. Ich habe mir nämlich zum ersten Mal bewusst vorgenommen, den Blütentrassen zu folgen, von denen ich auf der Webseite des Tourismusfördervereins „Visit Timișoara“...

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Bären, Bisons und heiße Quellen

Es ist früh morgens, der Chrysler Pacifica brettert mit 80 Meilen pro Stunde über die breite Landstraße. Links und rechts ziehen grüne Wälder und weite Felder vorbei, etwas weiter vorne ist nur ein weißer Jeep zu sehen und aus den Lautsprechern tönt auf Englisch: „Heute mit einer neuen Folge von: Diese Woche in Yellowstone – Bärenangriff, Müll und neue Webcam.“ Ein passender Einstieg. Denn das Ziel ist der erste Nationalpark der Vereinigten...

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Auf in einen Genuss urbaner Freiheit!

Aussteigen, wo ein Staatsmann die Hinterbank seines opulenten Dienstwagens nach draußen verlässt, ohne die Türe eigenhändig öffnen zu müssen? Weder Nicușor Dan heißen muss man hierfür, noch sich am Zielort als Fahrer oder Passagier eines dicken Autos mit getönten Fensterscheiben empfehlen. An einem kleineren Ort aber etwas Religiöses von staatstragender Bedeutung miterleben? Blasendorf/Blaj im hügeligen Süden Transsylvaniens, ungarisch...

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Verstand verloren? Hauptsache, die Tickets besorgt

Es kriselt in der Welt an etlichen Ecken und Enden. Raketen und Drohnen fliegen, als wären sie Teil eines makabren Feuerwerks, das niemand bestellt hat, und die Nachrichtenströme überschlagen sich im Minutentakt. Das Gefühl, dass an zu vielen Knöpfen zu viele sitzen, die im Oberstübchen eher Durchzug als Durchblick haben, lässt einen nicht los. Man ertappt sich dabei, ungewollt an Ozzy Osbourne zu denken, der einmal sagte: „Von allen Dingen, die...

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