Kultur

Lesespaß: Sascha

Sascha war ein Lord. Durch und durch. Jeden Abend spülte er mit den letzten Gläsern seine Nickelbrille in der Maschine, um die Marke der Flasche klaren Blickes würdigen zu können. Denn Sascha bekam keinen Lohn, nur etwas Taschengeld und täglich einen Champagner. Diesen gab es zur Feier des Abends, nach Feierabend, und alle setzten sich zu ihm, denn Sascha konnte erzählen, das war fabelhaft. Mit glänzenden Augen und Monumental Rhetoric gab Sascha...

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ADZ-Reihe Wertvolle Jugendbücher: Ein Großmeister, der lernen muss

Daniel ist ein Durchschnittsschüler in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er hat keine guten Noten, kaum Freunde und spielt seit kurzer Zeit im Schachclub seiner Schule. Er ist dabei jedoch auch nur mäßig erfolgreich. Seine Mitschüler nennen ihn den „Patzer-Arsch“, weil er ein Anfänger ist.  Dann, auf einmal, laden sie ihn zu einem wichtigen Schachturnier ein. Daniel versteht erst gar nicht, warum sie ihn in ihrem Team haben wollen. Doch dann...

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Der Künstler „The Nonconformist“ hat in Temeswar ein neues Zuhause gefunden

Peter (65), der sich heute nur noch „The Nonconformist“ nennt, hat viele Leben gelebt, von Stuttgart über Zürich und London bis nach Temeswar/Timișoara: Er war Teil der Punkbewegung der 1980er Jahre, organisierte Konzerte für alternative Bands, arbeitete in der Londoner Modeszene, fotografierte Musiker und Aktivisten, gestaltete Gärten und stand nach einem Herzstillstand plötzlich vor der Frage, wie er wirklich leben möchte. Nun lebt er seit zwei...

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Lesespaß: Der Flickschuster

 

Meine lieben Söhne, beide über zwanzig, treten sich gegenseitig auf die Füße. Bei diesem intelligenten Spiel wurde dem Ältesten der Absatz seines eleganten schwarzen Schuhs abgerissen. Das muss der Vater natürlich wieder in Ordnung bringen, und die beste Gelegenheit dazu bietet eine Reise in die Heimat, ins Billiglohnland Rumänien. Im Zentrum von Bukarest gibt es aber weit und breit keine Schuster mehr. Beim Übergang zur Marktwirtschaft wurden...

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Wiederentdeckung der eigenen Persönlichkeit in der Geschichte der Ahnen

Ein Roman als Brechung oder Ergänzung althergebrachter Narrative der Banater Schwaben? Was Katharina Eismann auf knapp 160 Buchseiten mitteilt, ist sicher die Erweiterung eines Geschichtsbildes, das Donauschwaben aus Büchern eines Adam Müller-Guttenbrunn seit über einem Jahrhundert ziehen. Dieses Narrativ wird von Donauschwaben geteilt und folgt etwa dem alten Dreiklang „den ersten der Tod, den zweiten die Not, den dritten das Brot“ oder...

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„Vögel und andere Totemtiere“

Das Goethe-Institut Bukarest widmet sich zum 50. Todestag von Max Ernst in verschiedenen Formaten dem surrealistischen Künstler. Den Auftakt bildete die Ausstellung „Vögel und andere Totemtiere“, die am vergangenen Freitag bei einer Vernissage eröffnet wurde. Organisiert wurde sie vom Goethe-Institut  gemeinsam mit dem Fachbereich Grafik von UNArte (Universitatea Națională de Arte București/Nationale Kunstuniversität von Bukarest). Die...

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Die Geschichte der Bukowina, gesammelt in einem Buch

Vergangene Woche wurde im Bukarester Schillerhaus das Buch „Bukowina – Eine europäische Vielvölkerregion“ von Dr. Mariana Hausleitner vorgestellt. Laut Thomas Șindilariu, Unterstaatssekretär im Departement für Interethnische Beziehungen (DRI) brilliere das Buch vor allem dadurch, dass „es sichere Informationen in einer verdaulichen Form vereint“. Dies stellte Hausleitner bei der Veranstaltung gleich unter Beweis, in dem sie spannend und...

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Verwandlungen des Gewöhnlichen

„Es irrt, wer immer strebend sich bemüht, das Alltägliche zu verkennen, denn gerade dies, das Unauffällige, scheinbar Gesichtslose, tausend und abertausendmal Erblickte ist ganz und gar außergewöhnlich.“  (Kunert, Günter: „Lübecker Straße 13“. In: Neue Literatur 9/1971, S. 81–83)

Wie wir es aus den bisherigen Erzählwerken der rumäniendeutschen Schriftstellerin Carmen Elisabeth Puchianu kennen, setzen ihre Texte mit scheinbar gewöhnlichen...

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