Was im Alltag mög-lichst verhindert werden soll, wird im „Nonseum“ in Herrnbaumgarten (Niederösterreich) kultiviert: Nonsens! Falls man sich zunächst wundert, stellt man mit steigendem Amüsement jedoch bald fest, wie unterhaltsam und sinnvoll der gepflegte Unsinn sein kann, wenn man ihm nicht mit bierischem Ernst begegnet. Die Entwicklung des „Nonseums“ lebt von dieser Erkenntnis.
Wie alles begann: Wie so oft kam auch hier die Mischung aus…
Seit Juni 2025 gibt es ARTE auch auf Rumänisch. Es gibt einen rumänischen YouTube-Kanal, einen Tik-Tok-Kanal und es gibt die Internetseite arte.tv/ro. Doch was ist ARTE eigentlich genau? Wieso ist ARTE nach Rumänien gekommen? Und wie funktioniert die Arbeit bei ARTE? Auf diese Fragen hat Katharina Kloss, Head of European Offers (Chefin der europäischen Angebote) im ADZ-Gespräch geantwortet.
Lilian Theil habe ich Anfang der 1960er Jahre kennengelernt. Sie war mit ihrer jungen Familie nach Schäßburg/Sighișoara gezogen und hatte in der sächsischen Gemeinschaft schnell Fuß gefasst. Meine frühe Ausreise setzte unseren persönlichen Begegnungen im wahrsten Sinne des Wortes Grenzen, doch der Kontakt zur Familie Theil ist nie abgebrochen.Mit großer Dankbarkeit denke ich an meinen letzten Besuch bei ihr Ende August zurück. Körperlich bereits…
Am vergangenen Wochenende fand in Bukarest das „Taste of Transylvania Boutique Festival“ im Freilandmuseum „Dimitrie Gusti“ statt. Und die Veranstalter versprachen viel: „Siebenbürgische Gastronomietraditionen und Michelin-Sterne“. Nun, das gab es durchaus auch. Dennoch war das Festival eine große Enttäuschung.
Grundsätzlich klingt die Idee des Festivals (das es unter gleichem Namen auch in anderen Städten und Orten gibt) fantastisch:…
Das Erscheinen des Bandes „Bucovina. Fals tratat de gastronomie si istorie politică“ („Bukowina. Falsche Abhandlung über Gastronomie und politische Geschichte“, Verlag Cartier, 2026, 363 Seiten, ISBN-13: 978-9975-86-937-9) von Mircea A. Diaconu stellt ein bemerkenswertes verlegerisches Ereignis für den rumänischen Kulturraum dar. Dem Autor gelingt eine im hiesigen anthropologischen Umfeld seltene Leistung: Er öffnet die Tür zur bukowinischen…
Geschichte ist häufig schwarzweiß: Schwarze Lettern auf weißem Papier. Schwarze Epochen mit dunklen Schatten – Erinnerung an Deportation, Diktatur, kollektives Leid – vor lichteren Zeiten der Hoffnung. Klare Trennlinien von Gut und Böse. Gerhard Puri aber löst die schwarzen Konturen vom weißen Grund und füllt sie mit den Farben, den Klängen, den Gerüchen seiner Kindheit und Jugend in Reps. Er nennt Figuren, Straßen und Gebäude beim Namen, haucht…
Drei Tage lang war der Monte Verità wieder das, was er vor über hundert Jahren war: ein Ort, an dem Sprachen, Disziplinen und Generationen aufeinandertrafen. Anlass war der vierte Workshop zu Gusto Gräser, dem Dichter und Lebensreformer, der einst zu den prägendsten – und schillerndsten – Figuren des Berges zählte. Gäste reisten aus dem Norden und Süden Deutschlands, aus Italien, aus Spanien und Frankreich sowie aus Kronstadt/Brașov und…
Schönheit gilt als Versprechen eines gelungenen Lebens. Doch was geschieht, wenn dieses Versprechen zerbricht? Betty Boras’ Debütroman „Das schönste aller Leben“ nähert sich dieser Frage auf eindrucksvolle Weise. Zwischen dem Banat des 18. Jahrhunderts und der Gegenwart entfaltet sich eine Erzählung, in der sich persönliche Schicksale und historische Erfahrungen miteinander verbinden.Betty Boras, 1984 als Bettina Hubert in Arad an der Marosch…
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