Kultur

„Lifeline“ von Dieter Mammel im Temeswarer Kunstmuseum

„Lifeline“: Schon der mehrdeutige Titel der Ausstellung, die derzeit im Temeswarer Kunstmuseum zu sehen ist, lässt erahnen, dass es sich um mehrere Themen handelt, die der Künstler Dieter Mammel, 1965 in Deutschland geboren, darin zu bearbeiten versucht. Gemeint ist einmal die „Lebenslinie“, die Furche in der Innenhand, die die Länge der Lebensdauer anzeigen soll, aber womöglich auch die „Rettungsleine“, ein Gurt zur Rettung von Menschen, die zu...

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„touch nature“ – „Natur muss man fühlen“

Die zweiteilige großangelegte Wanderausstellung „touch nature”, die sich auf zwei Bukarester Ausstellungsräume der Gesellschaft der Gegenwartskünstler SAC erstreckt, gehört zur Veranstaltungsreihe anlässlich der 25. Gründungsfeier des Österreichischen Kulturforums in Bukarest. Diese bietet eine direkte künstlerische Röntgenaufnahme der Auswirkungen menschlicher Eingriffe in die Umwelt an und wird in elf Ländern in Europa und in den Vereinigten...

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Eine Festmesse für Bischof Pacha

Otto Sykora (1873-1945) beendete im Juni 1936 in Temeswar/Timi{oara die Arbeit an seiner „Festmesse“, op. 225, die er dem Temeswarer Diözesanbischof Dr. Augustin Pacha gewidmet hat: „Seiner Excellenz dem Herrn Diözesan-Bischof Dr. Augustin Pacha in größter und ehrfurchtsvoller Ergebenheit zugeeignet.“ In dieser Zeit war Sykora bereits Rentner und ist von Reschitza, wo er viele Jahre erfolgreich als Dirigent der Werkskapelle wirkte, nach Temeswar...

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Schönbacher Handwerkszentrum

Korbflechten gehört zu den ältesten Handwerkstechniken der Menschheit. Schon vor 100.000 Jahren wurde geflochten. Das organische Material ist zwar nicht erhalten geblieben, aber die Abdrücke in Lehm und Ton sind noch sichtbar. Heute erfreut sich das Handwerk wieder zunehmender Beachtung. Eine internationale Musterregion für den Bereich Handwerk und Manufaktur  ist das Waldviertel in Niederösterreich. Nebst Holz-, Glas-, Textil- und...

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ADZ-Reihe: Wertvolle Jugendbücher Reifeprüfung im Wald

Eigentlich ist Charlotte eher schüchtern. Ob so ein Überlebenscamp für Mädchen da das Richtige ist? Die Alternative: Ferien auf dem Dorf bei Oma, wo ganz sicher nichts passiert, und die Gemeindebibliothek rauf und runter lesen...  Was sich schlimmer anlässt als befürchtet – sieben fremde Mädchen in einem maroden Kleinbus und eine altbacken wirkende Betreuerin mit Klimperketten und langen Fingernägeln, geschenkte Taschenlampen ohne Batterien und...

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Wo man singt, da lass dich nieder…

Aus den Tiefen des südostdeutschen Musikarchivs hat der rührige Musikforscher und profunde Kenner des Banater Musiklebens, das freilich nicht ohne das Zusammenwirken aller im Banat vertretenen Nationalitäten denkbar ist, eine neue Seite aufgeschlagen und seinen Fokus diesmal auf Lugosch gerichtet – und vor allem auf den dort tätigen Komponisten und Gründer des Gesang- und Musikvereins Conrad Paul Wusching.

Lugosch wurde als Stadt der Musik...

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Das Leben rückwärts aufgerollt in „Lichtungen“

„Zugehörigkeit, sagte Ferry, ist vielleicht nichts anderes als eine Entscheidung.“ – der Spruch des Großvaters Ferry ist ein Leitmotiv des Romans „Lichtungen“ von Iris Wolff, das in neun Kapiteln immer wieder aufs Neue thematisiert wird. Die Geschichte der Familien von Lev und Kato, zwei Randfiguren aus einem Maramureschener Dorf an der Iza, um die sich die Ereignisse ranken, sprechen von Zugehörigkeit, Abstammung, Anpassung, Zuneigung, inneren...

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Wiedereröffnung des Klausenburger Apothekenmuseums im Mauksch-Hintz-Haus

Groß war die Enttäuschung der Klausenburger und hämisch die Polemik mancher Medien im Herbst 2018, als die im denkmalgeschützten Mauksch-Hintz-Haus an der Nord-Ost-Ecke des Haupt- bzw. Marktplatzes (Piața Unirii) seit 1954 bestehende „Pharmaziehistorische Sammlung“ ihre Türe schließen musste. Der Grund dafür war, dass der Hauseigentümer Dr. med. Georg Hintz (Frankfurt am Main) am Gebäude aus dem 16. Jahrhundert umfangreiche bauliche...

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