Meinung und Bericht

Pfuscherei im Bildungswesen – ein rumänisches Dauerthema

Jedem, der der deutschen Sprache halbwegs mächtig ist, dürfte die Begriffsfamilie rund um „pfuschen“ und „Pfuscherei“ vertraut sein. In der rumänischen Sprache existiert eine direkte Entsprechung: das Verb „a fușeri“ und das Substantiv „fușereală“. Die Bedeutung ist nahezu deckungsgleich – und ebenso wenig schmeichelhaft. Wenn es jedoch einen Bereich gibt, in dem man diese Begriffe nicht hören möchte, dann ist es die Bildung. Ausgerechnet dort...

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Randbemerkungen: Krieg für Frieden

Wer glaubt schon, dass der Angriff der USA und Israels auf den Iran eine Reaktion auf eine vorherige gezielte Provokation seitens der Iraner war. Gut, im Nachhinein, dass die Welt einen religiösen Fanatiker, Ayatollah Ali Khamenei, und (glaubt man den Aggressoren Israel und USA aufs Wort) einige Dutzend kriegswütige hohe Militärs aus einem unberechenbaren Land los hat. Gut, dass die kriegsnährenden  technischen Anlagen des Iran (Ukrainer im TV...

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„Die Stadt hat was“

Der Band „Großsanktnikolaus, Stadt- und Kirchengeschichte. Vom Geist des Ortes. Menschen, Familien, Stadtgeschichte, Flucht und Deportation“, Ende 2025 im Cosmopolitan-Art-Verlag in Temeswar/Timi{oara mit finanzieller Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen (DRI) erschienen, ist weit mehr als eine historische Dokumentation. Schon das Vorwort macht deutlich, dass die Herausgeber – die Deutschlehrerin und Forumsvorsitzende in...

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„Es sind Perlen, die glänzen müssen“

Einen Termin mit dem neuen Leiter des Rumänischen Hörfunks ausmachen? Dazu bedarf es tatsächlich an Hartnäckigkeit. Denn Robert Schwartz ist ständig unter-wegs – nicht nur auswärts, auf Events, sondern insbeson-dere im eigenen Haus: vom Archiv über Studios bis zum Dachboden, er spricht mit den Mitarbeitern, informiert sich, erkundet, was ist, was verbessert werden kann. ADZ-Redakteur Șerban Căpățâna schafft es, etwas über eine halbe Stunde mit...

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Zugebissen: Jackpot der Ausreden

Es bleibt im Donau-Karpatenland faszinierend, wie kreativ eine Stadtverwaltung werden kann, wenn es darum geht, nichts zu tun. Da legt die Regierung mit dem Dringlichkeitserlass Nr. 7/2026 endlich den Hebel um, um die allgegenwärtigen Glücksspieltempel aus den Straßen zu fegen – und was passiert? Die meisten Kommunen reagieren, als hätte man ihnen den heiligen Gral der Gewerbesteuer entrissen. Plötzlich ist alles „zu komplex“, „nicht eindeutig“,...

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Warum Stadtparks so wichtig sind

Cișmigiu, Herăstrău und Kiseleff sind drei der bekanntesten Stadtparks von Bukarest. Versteckt in den Vierteln gibt es noch zahlreiche mehr. Sehr kleine, wie zum Beispiel der „Parcul Lisabona“ in Dorobanți, etwas größere, wie der „Parcul Cinema Floreasca“ oder gar riesige, wie der „Parcul Tineretului“. Was für ein Glück, dass Bukarest (und viele weitere rumänische Großstädte) so viele Parks haben! Denn diese können für die Umwelt und vor allem...

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Wort zum Sonntag: Fastenzeit: Endlich Ballast abwerfen

„Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ (Römer 5,8). Wir befinden uns in der Passionszeit. Es ist eine stille Zeit im Kirchenjahr, in der wir Jesu Christi auf dem Weg zum Kreuz begleiten. Oft begegnen uns in diesen Wochen Worte wie „Sünde“ und „Buße“. Für viele von uns klingen sie fremd oder nach einer strengen Moral aus alten Zeiten. Doch was bedeuten sie eigentlich heute,...

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Architektin sein in einem System, das Frauen inkludiert

Hand aufs Herz: Ich habe ihn immer ein bisschen peinlich gefunden, diesen Tag, wo man vielleicht eine Blume bekam oder eine Praline, von Kollegen, Bekannten, vom Chef, nur weil man eine Frau ist. Und wenn eine Delegation Männer vor einer Bürotür stand und wartete, dass ich zuerst durchginge, was mir aber nicht sofort klar war, dachte ich: Warum gehen die nicht rein? Warten sie noch auf jemanden? Brett vorm Kopf! In meinem Kopf gab es keinen Platz...

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