Neustadt – Die Stadt Neustadt/Baia Mare macht erste Schritte auf dem Weg zu einer Städtepartnerschaft mit Khankendi in Aserbaidschan. Bürgermeister Ioan Doru Dăncuș und Elchin Yusubov, Sonderbeauftragter des Präsidenten Aserbaidschans, unterzeichneten dazu eine gemeinsame Absichtserklärung.
Nach Angaben des rumänischen Senats ist Neustadt damit die erste europäische Stadt, die das Verfahren für eine Städtepartnerschaft mit Khankendi einleitet. Der Vorstoß ist das Ergebnis mehrerer institutioneller Kontakte zwischen Vertretern Rumäniens und Aserbaidschans.
Eine wichtige Rolle spielte dabei der Senator Cristian-Augustin Niculescu-Țâgârlaș, Mitglied der parlamentarischen Freundschaftsgruppe Rumänien-Aserbaidschan. Er besuchte Khankendi im Juli und traf dort mit Elchin Yusubov zusammen. Während seines Aufenthalts nahm der Senator außerdem am Shusha Global Media Forum teil und beteiligte sich an einem Dialog mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev.
„Die parlamentarische Diplomatie beweist ihren Wert, wenn aus dem Dialog konkrete Ergebnisse für die Gemeinschaften entstehen, die wir vertreten“, erklärte der Senator.
An der Zeremonie in Neustadt nahmen auch der aserbaidschanische Botschafter in Rumänien, Gudsi Osmanov, Vizebürgermeister Ionuț Pîrvu sowie Florin Andreicuț, Dekan der Rechtsanwaltskammer des Kreises Maramuresch/Maramureș, teil.
Die unterzeichnete Absichtserklärung markiert den Beginn des Partnerschaftsverfahrens. Geplant sind mögliche Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft und Investitionen, darunter Kontakte zwischen Unternehmen und Unternehmern sowie Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunalverwaltungen.
Auch Kultur, Bildung, Tourismus und Sport könnten künftig Teil der Zusammenarbeit werden. Darüber hinaus, sollen das kulturelle Erbe beider Städte stärker bekannt gemacht und Kontakte zwischen Fachleuten aufgebaut werden.
Senator Cristian-Augustin Niculescu-Țâgârlaș betonte, dass der Unterzeichnung der Absichtserklärung nun konkrete Projekte und eine weitere Vertiefung der Beziehungen zwischen den beiden Gemeinschaften folgen sollten.
