Petrifeld – Mehr als zehn Volkstanzgruppen aus ganz Nordsiebenbürgen, darunter aus Großwardein, Mühlpetri, Sathmar, Petrifeld, Terem und Großkarol, nahmen vergangenen Samstag am Schwäbischen Tanzfest in Petrifeld/Petrești teil. Trotz großer Hitze versammelten sich gegen 17 Uhr die Trachtenträger vor dem Schwäbischen Museum in Petrifeld. Angeführt wurde der Umzug von einer Reiterin, gefolgt von zwei Pferdewagen und der Blaskapelle aus Fienen. Dahinter zogen die Volkstanzgruppen und die weiteren Teilnehmer der Veranstaltung durch den Ort.
Am Freizeitzentrum angekommen, begann das Festprogramm auf der Bühne. Die Anwesenden wurden unter anderem von Bürgermeister Otto Marchiș, Kreisrätin Camelia Pacz und Johann Leitner, Vorsitzender des Kreisforums Sathmar, begrüßt.
Der Bürgermeister dankte insbesondere den Unterstützern, den Freiwilligen, den Mitarbeitern des Bürgermeisteramtes sowie den Mitgliedern der örtlichen Tanzgruppe, die durch ihren gemeinsamen Einsatz auch in diesem Jahr die Organisation des Festes ermöglicht hatten. In seiner Ansprache betonte er, dass Petrifeld eine lebendige und starke Gemeinschaft sei, die sich weiterentwickeln und gleichzeitig ihre Werte bewahren könne.
Außerdem kündigte er an, dass die Organisatoren die Veranstaltung im kommenden Jahr auf zwei Tage erweitern möchten. An einem der beiden Tage sollen Musikgruppen aus der Umgebung die Möglichkeit erhalten, sich vorzustellen und das Publikum zu unterhalten.
Kreismanager Attila Kovács überbrachte die Grüße des Vorsitzenden des Kreisrats Sathmar, Csaba Pataki. Camelia Pacz betonte in ihrer Rede, wie wichtig es sei, dass die Petrifelder Jahr für Jahr ihre kulturellen Werte feiern und an die kommenden Generationen weitergeben.
Johann Leitner stellte in seiner Begrüßungsrede einen Vergleich zwischen einer Tanzgruppe und einer starken Gemeinschaft her. „Eine starke Gemeinschaft entsteht genauso wie eine gelungene Choreografie – mit Geduld, Engagement, Vertrauen und gegenseitigem Respekt. Wenn einer einen Schritt nach vorne macht, folgen die anderen. Wenn jemand Unterstützung braucht, steht die ganze Gruppe hinter ihm“, sagte er. Nur so bleibe der Tanz harmonisch und auch die Gemeinschaft lebendig. Er rief die Anwesenden dazu auf, gemeinsam zu feiern und die Überzeugung mit nach Hause zu nehmen, dass man „auf der Bühne wie auch im Leben“ dann am stärksten sei, wenn man sich im gleichen Rhythmus bewege.
Das Festprogramm wurde vom Schwäbischen Männerchor eröffnet. Im Laufe des Spätnachmittags traten auf der Freilichtbühne außerdem die Volkstanzgruppen Ährenkranz aus Petrifeld, Enzian und Rosmarein aus Großwardein/Carei, Lavendelstrauß aus Mühlpetri/Patru, die Wiesengruppe aus Terem/Tiream, Gute Laune sowie die Jugendtanzgruppe der Deutschen Jugendorganisation Sathmar Gemeinsam auf.
Für musikalische Unterhaltung sorgte die Blaskapelle Pro Blasmusik aus Fienen. Darüber hinaus präsentierten die rumänische Volkstanzgruppe Ceatăra aus Großkarol sowie die Tänzerinnen und Tänzer der Tanzschule Lead&Follow aus Großkarol ihr Können.
Neben dem kulturellen Programm lockte auch das gastronomische Angebot zahlreiche Besucher an. Auch diesmal konnten die Gäste den traditionellen schwäbischen Strudli probieren, der neben den Gastgeberinnen aus Petrifeld auch von Frauen aus Kalmandi und Schinal zubereitet wurde.
Am Abend wurde gemeinsam zur Livemusik der Petrifelder Band gefeiert. Das Schwäbische Tanzfest zeigte einmal mehr, wie lebendig die schwäbischen Traditionen in Petrifeld sind und wie wichtig gemeinsames Feiern, Tanzen und Musizieren für den Zusammenhalt der Gemeinschaft bleiben.







