Bukarest (ADZ) - Die Sanitas-Gewerkschaft im Gesundheitswesen ist am Dienstag landesweit in Streik getreten. In rund 400 Krankenhäusern im ganzen Land werden nach den gesetzlichen Vorgaben Notfälle behandelt und mindestens ein Drittel des regulären Betriebs aufrechterhalten. Nicht dringende Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe könnten verschoben werden. Ein Treffen am Montag im Schloss Cotroceni mit Vertretern des Präsidialamts sowie den kommissarischen Ministern für Arbeit und Gesundheit endete ergebnislos. Sanitas kritisiert, dass der Entwurf für das neue Besoldungsgesetz ohne echte Beratungen ausgearbeitet worden sei. Die Umsetzung könne für Beschäftigte im Gesundheitswesen zu erheblichen Einkommenseinbußen führen. Die Gewerkschaften beklagen außerdem einen Personalmangel von rund 30.000 Beschäftigten in den Krankenhäusern.
Der Gewerkschaftsbund SedLex, der vor allem Beamte im öffentlichen Dienst vertritt, will sich den Protesten in der Gesundheitsbranche anschließen.





