Strudlifest in Terem – alle packten an

Aufmarsch mit den Trachtenpaaren Fotos: Gabriela Rist

Die leckere Spezialität der Sathmarer Schwaben, der Strudli, wurde von zwei Gruppen vor Ort frisch zubereitet.

Terem – Das diesjährige Strudlifest in Terem/Tiream, das vom Demokratischen Forum der Deutschen in Terem am vergangenen Samstag neben dem örtlichen Fischteich organisiert wurde, war ein Paradebeispiel für Zusammenhalt. Unter der Leitung des jungen Forumsvorsitzenden Mark Kaposi arbeitete das gesamte Forumsteam in Terem – und nicht nur. Eine starke Vertretung der Forumsgruppe aus Fienen/Foieni unterstützte die einheimische „Strudligruppe“ mit einem Strudlistand, an dem die leckere sathmarschwäbische Spezialität während des gesamten Festes ununterbrochen vor Ort zubereitet wurde.

Bereits ab 14 Uhr wurden die Besucher auf dem Festgelände erwartet. Das kulturelle Programm begann um 17 Uhr mit einem Aufmarsch, angeführt von der Gasttanzgruppe der DJS Gemeinsam aus Sathmar. Ihr folgten die Mitglieder der frisch gegründeten Kindertanzgruppe aus Terem, die Erwachsenentanzgruppe aus Fienen und die Rosma-rein-Tanzgruppe aus Großwardein/Oradea.

Begrüßt wurden die Anwesenden vom Forumsvorsitzenden Mark Kaposi. Zu Beginn lud er alle ein, sich mit einer Schweigeminute an Helmut Berner, den vor Kurzem verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Regionalforums Nordsiebenbürgen und ehemaligen Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Sathmarer Schwaben und Oberwischauer Zipser, zu erinnern.

Der Vorsitzende betonte in seiner Rede, wie wichtig der Zusammenhalt der Gemeinschaft sei, und zeigte sich erfreut darüber, dass beim Strudlifest neben den Schwaben auch viele andere Dorfbewohner anwesend waren. Er hob außerdem hervor, wie wichtig es sei, die Traditionen an die junge Generation weiterzugeben: „Der Strudli ist für uns mehr als nur ein gutes Essen. Er gehört zu unserer Heimat und erinnert uns an unsere Familien und an unsere Vorfahren. Dieses Fest zeigt, wie wichtig unsere Traditionen sind. Es ist schön, dass wir sie gemeinsam weitergeben und auch den jungen Menschen zeigen können.“ Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Helferinnen und Helfern sowie Unterstützern, die in irgendeiner Weise zum Gelingen des Festes beigetragen haben.

Die Tanzfläche gehörte anschließend den Jüngsten, den Mitgliedern der Kindertanzgruppe aus Terem. Unter der Leitung ihrer Lehrerin Valeria Veibel zeigte die „Wiesengruppe“ ihr Können mit einem deutschen Volkstanz sowie zwei thematischen Tänzen – einmal mit den Jungen und einmal mit den Mädchen. Alle Tänze fanden beim begeisterten Publikum großen Anklang, sodass die Kinder auch eine Zugabe zeigen durften.

Im weiteren Verlauf tanzten abwechselnd die Jugendtanzgruppe der DJS Gemeinsam aus Sathmar, die Erwachsenentanzgruppe aus Fienen/Foieni und die Rosmarein-Tanzgruppe aus Großwardein. Danach gehörte die Tanzfläche allen, die gerne Walzer, Polka und andere Gesellschaftstänze tanzen wollten. Für die Livemusik sorgte die örtliche Band Harmonies.

Neben Strudli und Tanz gab es auch Zeit und Raum für gute Gespräche unter den Teilnehmern – nicht nur aus der Dorfgemeinschaft, sondern auch aus anderen sathmarschwäbischen Ortschaften wie Kalmandi, Großkarol und Großmaitingen.