FILM DER WOCHE

„Good Bye, Lenin!“ rundet Filmreihe ab

Als letzter Film innerhalb der Filmreihe „All das war Deutschland... auch!“ läuft morgen um 18 Uhr in der Teestube der Temeswarer Cărturești-Buchhandlung  die Tragikomödie „Good Bye, Lenin!“ aus dem Jahr 2003. Die Filmreihe wurde vom DAAD-Lektorat an der TU Politehnica in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturzentrum Temeswar veranstaltet. Der Film läuft auf Deutsch und ist mit englischen Untertiteln versehen. Der Eintritt ist frei.

 

Sie leben in einem gespaltenen Deutschland und die Trennung ist auch für sie so gut wie vorprogrammiert: Der Familienvater zieht unerwartet in den Westen und lässt seine Frau Christiane (Katrin Saß) und die beiden Kinder Alexander (Daniel Brühl) und Ariane Kerner (Maria Simon) in der DDR zurück. Wir schreiben das Jahr 1978. Nach schweren Depressionen beginnt die Mutter, sich für den Sozialismus einzusetzen.

Elf Jahre später soll Christiane anlässlich des 40. Jahrestages der DDR eine Auszeichnung bekommen. Unterwegs ist sie Zeugin einer Demonstration, an der sich auch ihr Sohn Alexander beteiligt. Als sie beobachtet, wie der Junge von der Polizei geschnappt und festgenommen wird, erleidet sie einen Herzinfarkt und wird sofort ins Krankenhaus eingewiesen. Monate lang liegt sie im Koma und hat keine Ahnung, dass in der Zwischenzeit sogar die Berliner Mauer gefallen ist. Auch sonst verändert sich vieles für die Familie Kerner. Alexander verliebt sich in die Krankenschwester Lara und seine Schwester Ariane schmeißt ihr Studium und verliebt sich in einen Westdeutschen.

Im Juni 1990 erwacht Christiane – völlig unerwartet - aus dem Koma. Sie ist jedoch noch nicht komplett geheilt und darf keine Schocks erleiden. Aus diesem Grund lässt ihr Sohn Alexander im Zimmer seiner Mutter die DDR wieder aufleben. Dies ist aber schwieriger, als er ursprünglich gedacht hatte, denn vor dem Fenster der Mutter wird ein riesiges Coca-Cola-Plakat montiert. Außerdem ist es sehr umständlich, Spreewaldgurken, Mocca Fix Gold und Rotkäppchen-Sekt – typische DDR-Produkte - zu verschaffen.

Die Tragikomödie „Good Bye, Lenin“ (120 Minuten) aus dem Jahr 2003 in der Regie von Wolfgang Becker gehört zu den 15 erfolgreichsten deutschen Filmen in den deutschen Kinos. Es ist ein Film, der die Geschichte der DDR humorvoll den Zuschauern näher bringt. Eine Mischung aus Drama und Komödie, Witz und Kritik, ein Film, der mit viel Gefühl das heikle Thema der Wende 1989 angeht. Bei der Verleihung des französischen Filmpreises „César“ wurde „Good Bye, Lenin!“ 2004 als bester europäischer Film ausgezeichnet.