Bukarest (ADZ) – Die rechtspopulistische AUR scheint dem monatelangen Werben der PSD allmählich nachzugeben – AUR-Fraktionschef Petrișor Peiu schließt nämlich neuerdings eine PSD-AUR-Regierung nicht mehr aus und fordert dementsprechend von den Sozialdemokraten erste konkrete Schritte. So verwies Peiu die PSD darauf, dass sie bis dato noch „keine bezeichnende Geste“ gegenüber der AUR gemacht habe, und ließ PSD-Chef Sorin Grindeanu offen wissen, dass „Mehrheiten vor den formellen Konsultationen mit dem Staatsoberhaupt, nicht danach“ geschmiedet würden. Sollte Grindeanu der AUR jedoch eine Einladung zukommen lassen wollen, sei man gewillt, dieser nachzukommen und erste Gespräche zu führen. In puncto angeblicher Verhandlungen der PSD mit einzelnen AUR-Parlamentariern bezüglich ihrer Unterstützung sagte Peiu, dass die Sozialdemokraten „bloß angeben“ würden. Der AUR-Fraktionschef ließ die PSD zudem wissen, unter welchen Bedingungen die Rechtspopulisten geneigt wären, Kooperationsverhandlungen einzugehen: Erstens sei die AUR nach wie vor entschlossen, keine Regierung zu bestätigen, der sie nicht angehöre; zweitens habe das neue Kabinett die AUR-Maßnahmen zur Beilegung der Mehrfachkrise umzusetzen; drittens habe es „Garantien“ bezüglich dieser Umsetzung zu geben, stellte Peiu klar. Der AUR-Fraktionschef reagierte damit auf ein Statement Sorin Grindeanus vom Vortag, der eröffnet hatte, dass die Chancen für eine PSD-AUR-Regierung mittlerweile „durchaus gut“ stünden.
Bezüglich der Bemühungen des designierten Premierministers Siegfried Mureșan (PNL) um eine Mehrheit sagte Peiu, dass diese „aussichtslos“ seien – Mureșan und dessen Kabinett hätte „keine Chance“, vom Parlament bestätigt zu werden, diese Episode sei „längst gegessen“.
