Bukarest (ADZ) – Nach dem Abschuss russischer Drohnen durch die rumänische Luftwaffe bei drei unterschiedlichen Zwischenfällen im eigenen Luftraum vor wenigen Tagen zieht Rumänien auch diplomatische Konsequenzen. Das Außenministerium berief den russischen Botschafter ein und zeigte ihm Wrackteile der zerstörten Fluggeräte. Es sei „absolut inakzeptabel und untragbar“, dass Russland den rumänischen und somit den EU- und NATO-Luftraum verletzt, protestierte das Außenamt. Wladimir Lipaew wies die Vorwürfe an sein Land als „grundlos“ ab und sprach von einer „erneuten Propaganda-Inszenierung“, die weitere Luftschläge gegen die ukrainischen Donau- und Schwarzmeerhäfen verhindern soll. Über diese Infrastruktur laufen NATO-Waffenlieferungen, sagte der Diplomat. Russland habe nie Drohnen auf Ziele in Rumänien geschickt, so Lipaew.
Das Außenministerium in Bukarest teilte mit, dass Rumänien als Antwort auf die Vorfälle einen Mitarbeiter der russischen Botschaft als Persona non grata ausweisen und den eigenen Botschafter aus Moskau zu Beratungen nach Bukarest einberufen werde.





