Dan: „Nicht voll auf Drohnen vorbereitet“

Präsident spricht bei CNN über Sicherheitspolitik

Staatschef Nicușor Dan | Archivfoto: presidency.ro

New York/Bukarest (ADZ) – Staatschef Nicușor Dan hat in einem Dialog mit dem US-Sender CNN Probleme bei der Einstellung auf die neue Wirklichkeit des Drohnenkriegs eingeräumt. Rumänien habe im Kontext des „neuen Phänomens“ zwar Fortschritte gemacht, wobei auch die USA mit Geräten zu Erkennung und Abschuss geholfen habe, doch sei das Land nicht „voll darauf vorbereitet“. Bei den jüngsten Drohnenvorfällen, die auch zwei Menschen verletzten, gehe Dan davon aus, dass es sich nicht um gezielte Angriffe gehandelt habe – anders als „Desinformation, hybride Attacken, Angriffe auf die kritische Infrastruktur (…), Sabotage“. Damit versuche Russland das Vertrauen der Menschen in die Behörden und die Unterstützung der europäischen Länder für die Ukraine zu untergraben, so Nicușor Dan bei CNN. Einen direkten Angriff Russlands auf ein NATO-Land findet der Präsident allerdings „nicht sehr wahrscheinlich“ in den nächsten zwei Jahren. „Wir müssen jedoch vorbereitet sein, denn hätte jemand im Jahr 2020 gefragt, ob Russland die  Ukraine angreifen und Kiew erobern würde, wäre die Antwort Nein gewesen“, argumentierte Dan, der sich in New York anlässlich des UNO-Gipfels aufhält.