Nach Krawall-Demo: Die AUR wäscht ihre Hände in Unschuld

PNL und USR werfen Rechtspopulisten Unterwanderung des Protests vor

Bukarest (ADZ) – Liberale und USR haben der rechtspopulistischen AUR eine gezielte Unterwanderung des jüngst in der Hauptstadt gestiegenen Schafzüchter-Protests vorgeworfen, der bekanntlich dank ultrarechter Rowdies und Fußball-Hooligans in Gewalt und Chaos ausgeartet war. Eine friedliche Demo der Tierzüchter sei de facto politisch gekapert worden, deren reale Probleme und Forderungen entsprechend „in Krawallen und Randalen untergegangen“, sagte PNL-Sprecher Ionel Bogdan. Seinerseits verwies der USR-Abgeordnete Alexandru Dimitriu darauf, dass ultrarechte Influencer in den sozialen Netzwerken bereits seit Wochen zu einem „Großprotest am 15. September“ aufgerufen und am Schafzüchter-Protest dementsprechend zahlreiche AUR-Parlamentarier und -Anhänger teilgenommen hatten.

AUR-Chef George Simion wies indes alle Vorwürfe bezüglich gezielt geschürter Gewalt durch Mitglieder oder Anhänger seiner Partei zurück – seines Wissens habe sich kein einziges AUR-Mitglied, das am Protest teilgenommen habe, etwas zuschulden kommen lassen. Es sei das gute Recht aller AUR-Parlamentarier, -Mitglieder und -Anhänger, an einem legitimen Protest teilzunehmen, zumal „viele aufgebrachte Menschen anwesend gewesen“ seien, da sie sich „vom Staat nicht mehr beschützt“ fühlen würden. Besagte AUR-Mitglieder und -Anhänger nun mit „Vorfällen, die inzwischen strafrechtlich untersucht werden“, in Verbindung bringen zu wollen, sei „höchst unfair“, sagte der AUR-Chef. Auch dessen erster Stellvertreter, Dan Dungaciu, wusch seine Hände in Unschuld: Es sei „weder verboten noch illegal“, sondern vielmehr „ein Zeichen der Solidarität“, wenn AUR-Mitglieder an Protesten teilnehmen – die AUR sei immerhin als Protestpartei ins Leben gerufen worden, betonte Dungaciu.