PSD-Chef Grindeanu wegen Regierungskrise angezählt

Immer mehr Genossen mit seiner Führung unzufrieden

Sorin Grindeanu | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Die Regierungskrise setzt ihrem Urheber, PSD-Chef Sorin Grindeanu, mittlerweile schwer zu: Immer mehr Sozialdemokraten setzen ihren Parteichef diese Tage unter Druck, da Grindeanu seinen Genossen vor dem Sturz der Koalitionsregierung unter Premierminister Ilie Bolojan (PNL) versprochen hatte, dass man in wenigen Wochen zurück an der Macht sein werde. Seither sind jedoch bereits knapp fünf Monate vergangen, ohne dass die PSD erneut an den Hebeln der Macht und Ressourcen sitzen würde – weswegen in der Partei, die die Oppositionsbänke bekanntlich äußerst ungern drückt, nun der Unmut gegenüber dem PSD-Chef wächst.

In der PNL ist man sich derweil nur allzu wohl bewusst, dass Grindeanus Stuhl umso stärker wackelt, je länger die Regierungskrise andauert – man sei schon gespannt, wie lange die aktuelle PSD-Führung noch mit der eigenen Partei in der Opposition durchhalten könne, so der Tenor. Dem liberalen Abgeordneten Robert Sighiartău zufolge sollen mittlerweile auch die Beziehungen zwischen Staatsoberhaupt und dem PSD-Chef abgekühlt sein – Nicușor Dan habe gemerkt, dass Grindeanu und dessen Genossen ihn bloß „verdummen“ würden, so Sighiartău.