Bukarest (ADZ) – Die rumänische Luftwaffe hat am Wochenende binnen 48 Stunden insgesamt drei in den Luftraum des Landes eingedrungene Drohnen abgeschossen. Wie Staatspräsident Nicușor Dan in einem Facebook-Posting bekannt gab, schoss ein rumänischer F16-Pilot am Sonntagmorgen über dem Schwarzen Meer unweit von Sulina erneut ein unbemanntes Flugobjekt ab, nachdem schon am Samstag eine Drohne über dem Donaudelta unweit von Sfântu Gheorghe und tags davor eine erste bei Padina, Kreis Buzău, zerstört wurde, die rund 200 Kilometer ins Landesinnere vorgedrungen und erwiesenerweise russischer Bauart gewesen war.
Dan beglückwünschte die rumänischen F16-Piloten in seinem Posting ausdrücklich für „ihren Professionalismus, Mut und ihre effizienten Einsätze“, durch die die Sicherheit der Bürger gewährleistet werde. Der Staatschef kündigte zudem an, dass das Auswärtige Amt wegen der wiederholten Drohnen-Vorfälle eine Protestnote vorbereitet – es sei „schlichtweg inakzeptabel“, dass die Russische Föderation den rumänischen Luftraum und damit auch jenen der NATO und der EU fortwährend verletze. Die bei Padina abgeschossene Kampfdrohne sei nach Angaben der ermittelnden Generalstaatsanwaltschaft eindeutig russischer Bauart bzw. vom Typ Geran 2 gewesen, die Protestnote der rumänischen Behörden werde nach Untersuchung sämtlicher Drohnenüberreste auf diesen Befunden aufbauen, schrieb Dan. Außenministerin Oana Țoiu (USR) teilte indes mit, wegen der jüngsten Drohnen-Vorfälle den russischen Botschafter Wladimir Lipajew für Montag einbestellt zu haben.
Interims-Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) betonte seinerseits, dass „diese Provokationen tunlichst ein Ende zu nehmen“ hätten, Rumänien werde seine Souveränität und seinen Luftraum zu verteidigen wissen.





