Bukarest (ADZ) – 30 Jahre sind es her, seit dem ein indisches Staatsoberhaupt in Rumänien war – folgerichtig hat Präsident Nicușor Dan die Visite seiner Amtskollegin Droupadi Murmu in Bukarest als historisch bezeichnet. Das Ereignis soll die bilateralen Beziehungen ankurbeln, kündigten die beiden Staatschefs anlässlich ihres Treffens auf Schloss Cotroceni am Donnerstag an. Dan verwies auf die fast 80 Jahre diplomatischer Beziehungen und die Chancen für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Das Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Indien eröffne neue Möglichkeiten für beide Volkswirtschaften, sagte er. Investitionen im jeweiligen Partnerland könnten auch durch eine direkte Flugverbindung gefördert werden, regte Dan auf der gemeinsamen Pressekonferenz an. Rumänien sei für Indien ein wichtiger Partner innerhalb der EU und die beiden Ländern wollen ihren Handelsaustausch verdoppeln, sagte ihrerseits Präsidentin Murmu. Nach Angaben der rumänischen Außenministerin Oana Țoiu habe das Volumen des bilateralen Handels 1,2 Milliarden Dollar letztes Jahr erreicht und sei somit um 20 Prozent gegenüber 2024 gestiegen.
Weitere Gespräche betrafen die verarbeitende Industrie, das Gesundheitswesen, erneuerbare Energien, grünen Wasserstoff, Wissenschaft, Technologie und künstliche Intelligenz. Auch die Verteidigungszusammenarbeit soll im Kontext der angespannten internationalen Lage verstärkt werden. Geplant sind regelmäßige Austausche und gemeinsame Ausbildungsmaßnahmen, um die Fähigkeiten der Rüstungsindustrie beider Länder zu stärken.
Bereits im Vorfeld des Besuches der indischen Präsidentin erwähnte der indische Botschafter in Bukarest ein mögliches Investitionsprojekt von einer Milliarde Euro zur Produktion von Kriegsgerät in der Region Brăila.





