Schafbauern drohen mit Protesten in Brüssel

Tanczos weist Vorwürfe der Untätigkeit zurück

Interimsminister Barna Tanczos hat auf einer Pressekonferenz am Mittwoch die Vorwürfe der Schafzüchter vehement zurückgewiesen und zahlreiche bereits laufende Initiativen zur Lösungsfindung aufgezählt. Außerdem seien Unterstützungsschemen im Gespräch, einige davon kurz vor der Genehmigung, andere müssten von der künftigen Regierung abgesegnet werden. Zu ersteren gehöre eine Finanzierung für die Einhaltung von Maßnahmen der Biosicherheit, etwa die Isolierung kranker Tiere. | Foto: Inquam Photos / Mălina Norocea

Bukarest (ADZ) – Nach einem Treffen der Vertreter der Schafzüchter mit Präsidialberater Cristi Roșu, der auf die „in wenigen Tagen“ einzusetzende „künftige Regierung“ vertröstete, sind diese auf die Piața Victoriei zurückgekehrt, um mit den Demonstranten zu beraten. Einer der Anführer erklärte, man fühle sich von den Behörden ignoriert und überlege, die Demonstration nach Brüssel zu verlagern. Am Vortag hatten die Protestierer eine Liste mit Forderungen an die Regierung übergeben, darunter: Exportfreigabe ohne Beschränkungen, Aufhebung der Gebühren für veterinärische Pflichtmaßnahmen, Entschädigungen für Verkaufsbeschränkungen und Dürreschäden am Weideland.

Interimsminister Barna Tanczos wies auf einer Pressekonferenz am Mittwoch die Vorwürfe zurück. Seit Monaten pflege man intensiven Dialog, konkrete Maßnahmen seien unterwegs: Sechs bilaterale Export-Übereinkommen mit arabischen Ländern wurden unterzeichnet, weitere werden noch verhandelt. Fünf Länder haben sich auf rumänische Initiative zusammengeschlossen, um von der EU flexiblere Gesetze und die Eliminierung „disproportionierter Maßnahmen“  zu fordern.