Bukarest (ADZ) – Fast die Hälfte der Rumänen (46,3 Prozent) würden ein weniger demokratisches Regime befürworten, sofern dieses Ordnung und Stabilität garantiere, so das Ergebnis der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSCOP (13. bis 16. Juli, 1100 Befragte, Fehlermarge ± 2,95%). Mit 47,2 Prozent nur unwesentlich mehr erklärten, Demokratie zu bevorzugen, auch wenn dies mit mehr Konflikten und politischen Debatten einhergehe (6,5 Prozent äußerten sich nicht). INSCOP-Direktor Remus Ștefureac sieht in dem Ergebnis eine besorgniserregende Zunahme der Zerbrechlichkeit des Bekenntnisses zu demokratischen Werten. Das Phänomen übersteige das Niveau bloßer konjunktureller Unzufriedenheit, ausgelöst durch politische Instabilität, wirtschaftliche Schwierigkeiten und schwindendes Vertrauen in die Behörden.
Aus der Umfrage geht hervor, dass sich zur Demokratie eher PNL- und USR-Wähler, Männer, Bürger unter 30 Jahren, Personen mit höherer Bildung sowie aus dem Großstadtmilieu bekennen. Ein weniger demokratisches System unterstützen eher AUR-Wähler, Bürger zwischen 45 und 59 Jahren, jene mit einfacher Bildung sowie Landbewohner.





