US-Botschafter: Haben vollstes Vertrauen in Rumäniens Demokratie

KimberlyGate schlägt weiterhin hohe Wellen

Foto: pixabay.com

Bukarest/Konstanza (ADZ) – Der Eklat um die großspurige Andeutung der US-Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, dass die USA Einfluss auf die politischen Entwicklungen in Rumänien genommen hätten, schlägt nach wie vor hohe Wellen: Nach den Enthüllungen der US-Wirtschaftstageszeitung „Wall Street Journal“ (WSJ) bestätigte mittlerweile auch die ebenso angesehene britische „Financial Times“ (FT) unter Berufung auf eigene Quellen, dass Guilfoyle am 18. März in Athen während eines Abendessens mit griechischen Amtsträgern den bevorstehenden Sturz der Regierung Bolojan angedeutet hatte – „wir können das in jedem Land tun, in dem wir wollen“, sagte die US-Diplomatin demnach. Sowohl WSJ als auch FT beriefen sich dabei auf Zeugen, die bei der Unterhaltung anwesend waren. Kaum zwei Wochen später reiste die US-Botschafterin sodann nach Bukarest, wo sie mit PSD-Chef Sorin Grindeanu, dem damaligen Energieminister Bogdan Ivan (PSD) sowie Präsidialrat Florin Vlădică zusammentraf. Grund für den Anfang Mai erfolgten Sturz des Kabinetts unter Premier Ilie Bolojan (PNL) soll dessen Weigerung gewesen sein, überteuertes amerikanisches Flüssiggas (LNG) zu kaufen.

Von der Konstanzaer Lokalpresse während eines Besuchs vor Ort auf den Eklat um die Äußerung Guilfoyles angesprochen, lavierte der US-Botschafter in Bukarest, David Nirenberg, herum – Demokratie sei oft „kompliziert“, doch hätten die USA stets „Vertrauen in Rumäniens Demokratie“ gehabt sowie in die „Fähigkeit des Landes, diese und andere Herausforderungen zu meistern“, dies sei ein „Problem, das Rumäniens Politiker alleine lösen“ müssten, so Nirenberg. Das hochumstrittene Statement Kimberly Guilfoyles wurde vom US-Botschafter in Rumänien mit anderen Worten weder dementiert noch bestätigt.