Musik lag sechs Tage lang in der Luft: In Wolkendorf trafen sich vom 28. Juni bis 3. Juli die Musikerinnen und Musiker der Jugendblaskapelle Kronstadt zum Transilvanian Musikcamp, um gemeinsam zu musizieren, Neues zu lernen und als Orchester weiter zusammenzuwachsen.
Das Musikcamp unter der Leitung von Matthias Roos und Team ist ein fester Bestandteil der musikalischen Nachwuchsarbeit. Für viele Jugendliche stellt es den Höhepunkt des Probenjahres dar, denn hier bleibt Zeit, sich intensiv mit dem Instrument, dem Orchesterspiel und einem neuen Repertoire auseinanderzusetzen. Täglich standen Register- und Gesamtproben auf dem Programm. Einstudiert wurden traditionelle deutsche und rumänische Blasmusik ebenso wie moderne Orchestermusik. Die erarbeiteten Stücke werden die Jugendblaskapelle auch in den kommenden Monaten bei Konzerten, Gottesdiensten und kulturellen Veranstaltungen begleiten.
Zum Camp-Alltag gehört inzwischen auch ein Workshop zur richtigen Körperhaltung beim Musizieren, den erneut Physiotherapeut Răzvan Țintea leitete. Die dort erlernten Übungen wurden anschließend jeden Morgen wiederholt und fest in den Probenalltag integriert.
Doch das Transilvanian Musikcamp lebt nicht allein von der Musik. Spiele, gemeinsame Freizeitaktivitäten und ein Lagerfeuer stärkten den Zusammenhalt der Gruppe. Selbst ein heftiges Sommergewitter mit Starkregen, Blitz und Donner konnte der guten Stimmung nichts anhaben. Im Gegenteil: Die unerwartete Herausforderung schweißte die Teilnehmer noch enger zusammen.
Ein Höhepunkt der Camp-Woche war die musikalische Mitgestaltung des traditionellen Waldgottesdienstes in Wolkendorf. Mit ihren Instrumenten verliehen die jungen Musiker dem Gottesdienst einen festlichen Rahmen und trugen dazu bei, eine langjährige Tradition der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien fortzuführen.
Das Transilvanian Musikcamp verbindet musikalische Ausbildung mit gelebter Gemeinschaft. Es fördert Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein und trägt dazu bei, das kulturelle Erbe der Siebenbürger Sachsen lebendig zu halten. Ermöglicht wurde das Camp durch die Förderung des Departements für Interethnische Beziehungen (DRI), vermittelt über das Demokratische Forum der Deutschen in Kronstadt.





