„Weidenbächer Heimatblatt“
(62. Ausgabe, Juni 2015)
Eine gelungene Fotokollage ist auf dem Titelblatt reproduziert. Sie soll, wie im Bildtext vermerkt wird, „den unzerstörbaren Zusammenhalt der Weidenbächer, auch in der Vergangenheit verdeutlichen“.
In seinem Editorial bezieht sich Nachbarvater Klaus Oyntzen dann auf einige der Beiträge aus dem Inhalt dieser rund 50 Seiten starken Ausgabe bezüglich der Teilnahme der Weidenbächer an dem Trachtenumzug in Dinkelsbühl, auf das Skitreffen im März und das 11. Blasmusiktreffen im April. Auch richtet er die Einladung an alle Weidenbächer, sich an dem diesjährigen 14. Treffen in Rothenburg zu beteiligen. Eingeplant ist dieses vom 18. bis zum 20. September. Zu diesem Anlass finden auch Neuwahlen statt, wobei alle Ämter des Vorstands und der Redaktion neu vergeben werden können oder müssen, heißt es in der Ankündigung.
Im Juni feierte das Weidenbächer Heimatblatt auch seinen 30-jährigen Geburtstag - zu diesem Anlass wird die erste Ausgabe der Publikation, die 1985 in sechs Seiten erschien, reproduziert.
Über das „Musikalische Wiedersehen in kleiner aber feiner Runde“, bezogen auf das 11. Weidenbächer Musikantentreffen, schreibt Birgit Wagner Kirr. Der reich illustrierte Beitrag führt den Leser in die Atmosphäre des Treffens ein. Über die im Vorjahr (14. - 25. August) in Wolkendorf stattgefundene Begegnung berichten ausführlich Klaus Guess und Doris Martini. Daran beteiligten sich auch Weidenbächer. Zudem wird die Heimatgemeinde Weidenbach von Pfarrer Uwe Seidner aus Wolkendorf betreut, der auch für Neustadt zuständig ist. In Perspektive ist auch eine Partnerschaft zwischen Wolkendorf und Nottuln in Sicht, wie den „Westfälischen Nachrichten“ zu entnehmen ist, ein Beitrag der von Klaus Oyntzen eingesandt wurde.
Im weiteren Inhalt dieser Ausgabe sind die Erinnerungen an die Hilfeleistungen des Dorstener Lionsclubs, gezeichnet von Otto Dück, zu lesen. Es folgen einschätzende Kommentare zu seinem Buch „Die Landwirtschaft des Burzenlandes“, die in der „Siebenbürgischen Zeitung“ erschienen sind, sowie weitere Beiträge, die von Dipl-Agraringenieur Dr. Heinz Bredt und von dem Historiker Prof. Dr. Konrad Gündisch stammen.
Die Impressionen von dem diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl, gezeichnet von Hans Gärtner, Vorsitzender des HOG-Verbands, bzw. Erika Nagy, den sehr ansprechenden Fotos die Anja Stark (Nagy) dazu lieferte, führen einen in dieses Treffen bestens ein. Die Archivfotos aus dem Inhalt der Ausgabe, darunter auch jenes des Hauses von Andreas Beer in Weidenbach, in dem 1783 Kaiser Joseph II einkehrte und verköstigt wurde und das, laut Aussage des amtierende Bürgermeisters von Weidenbach, demnächst renoviert und als Museum eingerichtet werden soll, oder das Foto des Kinderorchesters der Gemeinde im Jahr 1925 sind weitere geschichtliche Dokumente, die dem Leser geboten werden. Gerhard Römer bietet einige der wichtigsten Aussprachen großer Philosophen und Denker, die ansprechend sind und nie an Aktualität verlieren.
Die Familieninformationen, die Glückwünsche an die Jubilare mit Weidenbächer Wurzeln runden auch diese vielseitige Ausgabe des Weidenbächer Heimatblattes ab.
„zeidner gruß“
(Nr. 118, Jahrgang 62, Pfingsten 2015)
Zwei Hauptthemen stehen im Mittelpunkt dieser Ausgabe der Zeidner Heimatortsgemeinschaft in Deutschland, die, wie auch weitere Publikationen der Heimatgemeinschaften, wegen des Poststreiks mit Verspätung eingetroffen sind. Trotzdem verlieren diese Ausgaben nicht an Aktualität und man liest diese mit Interesse. Bekannt ist der „zeidner gruß“ durch seine Vielfalt an Materialien sowohl aus der Heimat als auch aus dem Leben der Heimatortsgemeinschaft in Deutschland.
Einleitend bietet einen ausführlichen Rückblick Hans Unberath auf die vor 50 Jahren in Zeiden erfolgte Gründung des deutschen Lyzeums, was damals im Zusammenhang mit vielen Schwierigkeiten stand, aber schließlich doch gelungen ist. Dort wurden Schüler nicht nur aus Zeiden sondern aus Ortschaften der gesamten damaligen Region unterrichtet. Bekanntlich wurde erst 1968 durch die neue Verwaltungsreform zu den Kreisgebieten übergegangen. Insgesamt 13 Schuljahre stand die deutschsprachige Schuleinheit den Schülern zur Verfügung. Der letzte Jahrgang war 1976/1977, der mit dem Bakkalaureat abschließen konnte. Ergänzt wird die Dokumentation mit zusätzlichen Informationen und Erinnerungen von Katharina Unberath, Gudrun Römer, Ursula Lienert, Hans Königes.
Das zweite Thema der Ausgabe umfasst den ausführlichen Rechenschaftsbericht der evangelischen Kirchengemeinde A.B. Zeiden für das Jahr 2014. Pfarrer Andreas Hartig und Kirchenkurator Peter Foof bieten eine Übersicht zu den Gottesdienstfeiern und den weiteren geistlichen Veranstaltungen, über die Jugendarbeit, dem Dienst am Nächsten, über die Tätigkeit des Nähkreises. Zu den wichtigsten im Vorjahr stattgefundenen Veranstaltungen in Zeiden gehört die 4. Zeidner Begegnung, an der sich auch rund 200 Landesleute aus Deutschland beteiligten. Aus dem Bericht erfährt man auch Details über Arbeiten an Immobilien, der Instandhaltung am Friedhof u.a. Erwähnt werden die in der Kirchengemeinde verzeichneten Besuche aus dem Ausland, aber auch der Besuch von Bischofsvikar und Dechant des Kronstädter Kirchenbezirkes, Dr. Daniel Zikeli, der Gast der 4. Zeidner Begegnung und der dabei stattgefundenen Orgeleinweihung war. Dank wird im Bericht an Pfarrer und Lektoren gerichtet, die im Vorjahr Vertretungsdienste in Zeiden übernommen haben. Organist Klaus Dieter Untch bietet eine Übersicht der im Vorjahr stattgefundenen Kirchenmusik-Konzerte.
Eingeladen wird zu dem in der Zwischenzeit stattgefundenen Treffen der Zeidner Nachbarschaft, auf das sicher in der nächsten Ausgabe des Heimatblattes eingegangen wird. Weitere Themen, die im Inhalt behandelt werden und auch Nachbarvater Rainer Lehni in seinem Editorial erwähnt, ist die vor 70 Jahren stattgefundene Deportation, die massive Aussiedlung nach der politischen Wende von 1989, aber auch der Roman der Zeidnerin Ursula Ackrill „Zeiden, im Januar“, der von Georg Aescht rezensiert wird.
Helmuth Mieskes bezieht sich auf das 80-jährige Bestehen der rumänischen Schule in Zeiden, Wolfgang Wittstock stellt das neue Stadtwappen vor, Heiner Aescht bezieht sich auf die 175 Jahre seit Bestehen der Zeidner Blaskapelle. Hans Königes schreibt über das 30. Skitreffen. Helmuth Mieskes bietet Aufschluss über die eingelaufenen Spenden und welchen Zwecken diese dienen. Udo Buhn bietet eine Übersicht zu Hilfsaktionen die 1990 für Zeiden in Deutschland gestartet sind. Günther Horvath schreibt über die Beziehungen seines Vaters, Werner Horvath, zu dem Maler Friedrich Miess, wobei auch fünf Gemälde mit Zeidner Ansichten von Friedrich Miess reproduziert werden. Weitere geschichtliche Beiträge aus der jüngeren Vergangenheit von Zeiden, Informationen, Familiennachrichten und die ansprechende, reiche Illustration bieten dem Leser eine inhaltsreiche Ausgabe, die sicher nicht nur von den Zeidnern mit Interesse aufgenommen wird.
