Neustadt – Die endgültige Lösung für eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen in Neustadt/Baia Mare rückt näher: Der Wiederaufbau der eingestürzten Brücke über den Fluss Săsar ist nun offiziell finanziert und soll bald in die Ausschreibungsphase gehen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 32,4 Millionen Lei (etwa 6,5 Millionen Euro).
Der Kreisrat Maramuresch/Maramureș gab bekannt, dass die technischen und wirtschaftlichen Indikatoren für das Projekt vom Verkehrs- und Infrastrukturministerium genehmigt wurden. Damit ist die Finanzierung gesichert und der Weg frei für die öffentliche Ausschreibung der Bauarbeiten.
Die Finanzierung erfolgt sowohl aus europäischen Mitteln über das Verkehrsprogramm 2021–2027 als auch aus dem Staatshaushalt Rumäniens. Die Umsetzung übernimmt die nationale Straßenverwaltung CNAIR über ihre Regionaldirektion in Klausenburg/Cluj. Rund 21 Millionen Lei sind allein für Bau- und Montagearbeiten vorgesehen. Die Bauzeit wird mit etwa 12 Monaten veranschlagt.
Nach aktuellem Zeitplan soll die Ausschreibung in den kommenden Wochen starten. Wenn keine Einsprüche das Verfahren verzögern, könnte der Bauvertrag in etwa drei Monaten unterzeichnet werden. Ein Bau-start im Herbst gilt damit als realistisch.
Die Săsar-Brücke war im Frühjahr 2025 eingestürzt und hatte erhebliche Verkehrsprobleme in Neustadt verursacht. Eine der wichtigsten innerstädtischen Verkehrsachsen war damit unterbrochen, was täglich tausende Pendler betraf.
Als Übergangslösung wurde in Rekordzeit eine provisorische Brücke errichtet, die seit Ende August 2025 den Verkehr teilweise entlastet.
Der Vorsitzende des Kreisrats Maramuresch, Gabriel Zetea, bezeichnete die Genehmigung als entscheidenden Schritt für die Region. Besonders hob er die Zusammenarbeit zwischen Kreisverwaltung, der Stadt Neustadt und nationalen Behörden hervor.
„Die provisorische Brücke war nur eine Übergangslösung. Jetzt haben wir endlich die Finanzierung und gehen in die Umsetzung“, so Zetea. Auch die beteiligten Infrastrukturbehörden sowie das Verkehrsministerium wurden für ihre Unterstützung ausdrücklich gewürdigt.
Der Kreisrat kündigte an, das Projekt weiterhin eng zu begleiten, damit die Bauarbeiten möglichst rasch beginnen und fristgerecht abgeschlossen werden können.




