Bauarbeiten zu 70 Prozent fertig

A1-Tunnel zwischen Margina und Holdea nehmen Form an

Deutlich sichtbare Fortschritte auf der Baustelle des fehlenden A1-Autobahnabschnitts zwischen Margina und Holdea Foto: Facebook DRDP Timișoara

Temeswar – Die Bauarbeiten am fehlenden Abschnitt der Autobahn A1 zwischen Margina und Holdea kommen zügig voran. Nach Angaben des Regionalamtes für Straßen- und Brückenbau (DRDP) Temeswar/Timișoara sind inzwi-schen rund 70 Prozent der Arbeiten abgeschlossen.

Besonders große Fortschritte wurden am ersten Tunnel erzielt. Die beiden Röhren sind bereits zu mehr als 90 Prozent fertiggestellt. Dort haben die Bauarbeiter inzwischen mit dem Aufbau der Fahrbahn begonnen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Fertigstellung des Bauwerks.

Auch am zweiten Tunnel wird intensiv gearbeitet. In der von UMB errichteten Tunnelröhre müssen noch rund 270 Meter ausgebrochen werden, in der von dem bosnischen Partner Euro Asfalt gebauten Röhre fehlen noch etwa 107 Meter. Parallel dazu laufen Arbeiten an der Abdichtung und am Einbau der endgültigen Tunnelauskleidung.

Die Arbeiten erfolgen derzeit an drei Baustellenabschnitten, ein vierter soll in Kürze hinzukommen.

Gleichzeitig wird an insgesamt zehn Vortriebsstellen in beiden Tunnelröhren weiter gegraben.

Der zweite Tunnel erhält eine moderne Sicherheits- und Kommunikationstechnik. Vorgesehen sind unter anderem Belüftungsanlagen, Notruftelefone, Sensoren, zusätzliche Hydranten für den Brandfall sowie Funkantennen, die eine zuverlässige Kommunikation und die Übermittlung von Informationen an die Verkehrsteilnehmer gewährleisten sollen.

Wie die DRDP Temeswar weiter mitteilte, sind alle vier Tunnelportale bereits fertiggestellt. Als nächster Schritt steht deren architektonische Gestaltung an.

Auch die Straßenbauarbeiten schreiten voran. Ein Großteil der oberen Tragschicht aus hydraulisch gebundenem Schottermaterial wurde bereits eingebaut. Zum Schutz der Schicht kam eine spezielle Bitumenemulsion zum Einsatz, die das Verdunsten von Wasser verhindert, Rissbildungen vorbeugt und zugleich den Untergrund für die späteren Asphaltschichten vorbereitet.

Auf der Baustelle wird derzeit außerdem ein Werk eingerichtet, in dem die Fertigträger für die Brücken und Überführungen des Autobahnabschnitts hergestellt werden. Insgesamt sollen dort 442 Träger produziert werden. Die Anlage wird eine Kapazität von bis zu sechs 40 Meter langen Trägern pro Tag erreichen. Ebenfalls entsteht auf dem Gelände eine Asphaltmischanlage zur Versorgung der Baustelle.