Ein CFR-Generaldirektor auf Baustelleninspektion

Zwischen Lugosch und Karansebesch stehen die Bahn-Modernisierungsarbeiten am schlechtesten

Arad/Temeswar/Karansebesch – In der letzten Tagesbilanz des Realisierungsstands der Modernisierungsarbeiten an der rund 162 Kilometer langen Transbanater Bahnlinie Arad – Temeswar – Karansebesch, die auf Höchst-Reisegeschwindigkeiten von 160 km/h hochgetrimmt werden soll, die von CFR Infrastructură am 17. Juli bekanntgegeben wurde, stehen die Bau-, Renovierungs-, Streckenerneuerungs- und –modernisierungsarbeiten zwischen Lugosch und Karansebesch (zugegeben: auch der Strecke, die zuletzt den Zuschlag bekommen hat), am schlechtesten: erst 13,01 Prozent sind realisiert.

Am besten stehen die Arbeiten zwischen Lugosch und Temeswar-Ostbahnhof mit 73,30 Prozent, die Bahnstrecke, die Temeswar durchquert (Temeswar/Ostbahnhof – Temeswar/Nordbahnhof – Temeswar/Nordbahnhof – Ronatz/Eisenbahnstellwerk) ist zu 24,51 Prozent fertig und die Bahnverbindungsstrecke Temeswar/Ronatz – Arad liegt bei 35,08 Prozent des Solls. In diesen Tagen begab sich der Interim-Generaldirektor der Nationalen Eisenbahnkompanie CFR SA, Ion Simu-Alexandru zur Inaugenscheinnahme der Banater Eisenbahn-Baustellen (Simu-Alexandru steht seit Jahren – !!! – wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch im Visier der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft DNA, weil er in der Zeit seines Interimats als CFR-Generaldirektor sich auch zum Interim-Direktor der Eisenbahnregionale Temeswar ernennen ließ; er ist Temeswarer und gilt als enger Vertrauter des früheren Verkehrsministers und PSD-Vorsitzenden Sorin Grindeanu, der ebenfalls eine prächtige Villa in Temeswar bewohnt...).

Unter Simu-Alexandrus Gönner Grindeanu als Verkehrsminister war die Transbanater Eisenbahnstrecke in die obengeannten vier Streckenabschnitte – jede mit EU-Milliardendotierungen für die Modernisierung ausgestattet – unterteilt worden, an denen jetzt, mit mehr oder weniger Elan, gearbeitet wird. Der Interim-Generaldirektor der CFR hatte sich mit einem Troß von Projektmanagern, Vertretern der Bauausführungsfirmen und „Umsetzungsteams“ seines Verkehrsressorts umgeben, um „direkt, an Ort und Stelle, den Stand der Arbeiten, die Organisierung der Arbeit an jedem Streckenabschnitt“ zu prüfen.

Im Kommuniqué zur Baustellenvisite, das CFR Infrastructură anschließend veröffentlichte, heißt es: „An jedem der Streckenabschnitte analysierte man den Stand der angegangenen Arbeiten, die Mobilisierung des Personals, die Ausnutzung der verfügbaren Maschinen, die Respektierung der Termine für die Realisierung einzelner Objekte und besprach die nötigen Maßnahmen für den Fortgang des Vorhabens.

Man diskutierte auch die Schwierigkeiten, auf die man gestoßen war, etwa bei der Verlegung verschiedener Anlagen entlang der Bahnstrecke, den Stand der archäologischen Sicherung des Geländes, Funde, die bei den archäologischen Sicherheitsgrabungen gemacht wurden, man ging ein auf die Verfahren zur Einholung der erforderlichen Genehmigungen, auf Fragen des Zugangs zu den Baustellen, auf die Koordinierung der Arbeiten, damit der reguläre Zugverkehr so wenig wie möglich beeinträchtigt wird und weiterhin sicher abgewickelt werden kann.“

An der rund 162 Kilometer langen Transbanater Bahnstrecke Arad – Temeswar – Karansebesch gibt es 19 Bahnhöfe und Haltestellen, von denen 13 komplett neu gebaut werden.