Eine Katamaran-Fähre zum Vermieten

Die Donaufähre „Baziaș 2“ kann auch privat und für Events gemietet werden, seit sie nur an den Wochenenden nach Serbien fährt

Neumoldowa – Der Bürgermeister von Neumoldowa, Adrian Torma (PSD), nebenbei auch ein erfolgreicher Geschäftsmann (zusammen mit seinem Bruder besitzt er das Großhandelshaus für Industriewaren und Baufachgeschäft „Casa Alex“), neuer-dings auch Mitglied im Verwaltungsrat der Regionalentwicklungsgesellschaft ADR V West, zeigt sich optimistisch betreffs Nutzung der Katamaranfähre „Baziaș II“, die die Stadt Neumoldowa in Partnerschaft mit dem Kreisrat Karasch-Severin (wieder) betreibt. Demonstrativ überquerte er an den „Tagen von Golubac“ die Donau mit der Fähre bis Usije, ihrem Ankerplatz am serbischen Ufer.

Dort angekommen, nutzte er die Gelegenheit zu einer Erklärung: „Diese Fähre ist ein strategisches Projekt. Ich glaube an die Notwendigkeit, dieses Projekt laufend weiter zu entwickeln. Wir sind also dauernd auf der Suche nach neuen Ideen und Lösungen und sind auch jedem für Tipps und konstruktive Kritik dankbar. Es geht um die Optimierung der Nutzung der Fähre, um die Auslotung ihres ganzen Potenzials. Natürlich bleibe ich der Überzeugung, dass es jederzeit weiser ist, aufzubauen, strebend durchzuhalten und die Visionen anzueignen, die dem ganzen Raum des Donaudurchbruchs beim Eisernen Tor nachhaltig einen Mehrwert erbringen.“

Wie bereits berichtet, ist die Zahl der Donauüberquerungen zwischen Neumoldowa und Usije aus Kostengründen, Wasser- und Kundenmangel (sowie einer von den Serben nicht in den Griff bekommenen Versandung der Anlegestelle) auf die Wochenenden beschränkt worden. Das hat dazu geführt, dass die zwei Fährbootsbesatzungen halbiert werden mussten. Bürgermeister Torma ist jedoch dabei, die beiden auf dem freien Arbeitskräftemarkt angeheuerten und dann entlassenen Schiffsleute (einen Kapitän und einen Matrosen) zu ersetzen: er hat zwei Einheimische auf Ausbildung geschickt. Denn er arbeitet daran, das Programm der Fähre wieder, in anderer Form, auszuweiten, neu auszurichten.

Die Fähre eigne sich sehr wohl für Ausflugsfahrten durch den Eingangsbereich des grenzüberschreitenden rumänisch-serbischen Naturparks Eisernes Tor/Djerdapp, etwa rund um die „Wildpferde-Insel“ Ostrov oder bis zum Nera-Delta beim Einzug der Donau auf rumänisches Hoheitsgebiet im (der Fähre ihren Namen gebenden) Raum Basiasch. Zudem können die hervorragend renovierten und touristisch ausgebauten, faktisch einander gegenüberstehenden mittelalterlichen Festungen Golubac (errichtet zu Zeiten des Königs und Kaisers Sigismund von Luxemburg) am serbischen und die Ladislau-Festung von Coronini (erbaut zu Zeiten des letzten männlichen Habsburgers der albertinischen Linie, Ladislaus V. Posthumus, Herzog von Österreich, König von Böhmen und von Ungarn) am Nordufer der Donau ein rundes Besuchs- und Erlebnisprogramm bieten. Allerdings setzt eine Direkt-Inaugenscheinnahme der in diesem Jahr fertig renovierten Ladislaus-Festung ein Anlegen in Neumoldowa und eine kurze Busfahrt voraus. Zudem denkt Bürgermeister Torma auch über abendliche Fahrten mit der „Baziaș 2“ auf der Donau nach, oder über deren (eigentlich bereits mögliche) Vermietung als Boot für Sonderevents und Privatfeiern.

Ausflüglergruppen mit bis zu 30 Teilnehmern haben einen Pauschalpreis von 1500 Lei zu entrichten, von größeren Gruppen wird eine Teilnahmegebühr von 50 Lei/Stunde gefordert. Für Privatveranstaltungen ist die Fähre für 3000 Lei pro Event mietbar. Reservierungen und zusätzliche Auskünfte über Fernruf 0040-775-315315.

Torma, der Bürgermeister: „Ich liebe Neumoldowa, ich liebe die gesamte Klissura der Donau und ich glaube fest an deren Zukunft. Vor uns liegt eine der faszinierendsten Landschaften Europas. Wenn wir unter uns einig bleiben und alle fest an die Zukunft dieses Raums glauben, muss aus diesem Potenzial auch eine Chance resultieren für künftige Generationen. Zukunft entsteht nicht über Nacht. Zukunft wird Schritt für Schritt aufgebaut. Mit Geduld, mit Zielstrebigkeit, mit Menschen die daran glauben.“