Temeswar – In Temeswar/ Timișoara wird die Verwaltung des Fernwärmenetzes neu organisiert. Der Kommunalrat hat am Dienstag beschlossen, den Transport, die Verteilung und die Versorgung mit Wärme künftig direkt über den neu gegründeten öffentlichen Dienst „TermSet“ abzuwickeln, wie aus einer Pressemitteilung des Bürgermeisteramts Temeswar hervorgeht. Die Änderung tritt am 15. Oktober in Kraft. Die Trennung der beiden Bereiche war bereits 2023 angekündigt worden, wurde jedoch mehrfach verschoben. Die bisherige Vereinbarung mit „Colterm“ für Transport und Verteilung läuft nun am 14. September aus. Für die Wärmeproduktion besteht zwischen der Stadt und „Colterm“ ein Vertrag bis 2031.
Die Stadtverwaltung hat nun die Kunden des bisherigen Versorgers „Colterm“ über die wichtigsten Änderungen informiert. „TermSet“ übernimmt künftig den technischen und operativen Betrieb der Infrastruktur, darunter die Haupt- und Sekundärnetze, Wärmestationen, Blockheizwerke sowie die entsprechenden Wasseranlagen. Auch Mitarbeiter von „Colterm“, die in diesem Bereich tätig sind, sollen zu „TermSet“ wechseln.
Für die Verbraucher besonders wichtig: Ab dem 15. Oktober übernimmt „TermSet“ auch die Abrechnung. Die letzten Rechnungen von „Colterm“ werden im November verschickt und betreffen den Verbrauch bis einschließlich 14. Oktober. Der neue Dienst wird weiterhin am bisherigen Standort von „Colterm“ arbeiten, sodass der Übergang ohne Unterbrechung der laufenden Aktivitäten erfolgen soll.
In den vergangenen Wochen hatten einige Bewohner zudem bemerkt, dass sie ihre Fernwärmerechnungen nicht mehr wie in früheren Jahren im Voraus für die Wintermonate bezahlen konnten. In mehreren Wohnblocks wurden die Bewohner deshalb bereits darauf hingewiesen, Geld für die kommenden Rechnungen zurückzulegen.
„Colterm“ verschwindet trotz der Neuordnung nicht aus dem Fernwärmesystem. Das Unternehmen bleibt für die Produktion der Wärme am CET Süd und am CT Zentrum verantwortlich. Nach Angaben der Stadt verfügt „Colterm“ für die kommende Heizsaison bereits über rund 20.000 Tonnen Kohle. Die Versorgung werde fortgesetzt.
Mit der Neuordnung trennt die Stadt die Produktion von Transport und Verteilung. Nach Angaben der Verwaltung entstehen die größten Verluste vor allem durch den schlechten Zustand und das hohe Alter des Fernwärmenetzes. Um die Netzverluste zu reduzieren, bereitet die Stadtverwaltung die Durchführung von Arbeiten zum Austausch der alten Rohrleitungen auf einer Länge von fast 27 Kilometern (Hin- und Rücklauf) vor.
