Kronstadt – Wie steht es heute um Rumänien? Wie kann das Vertrauen in staatliche Institutionen und den öffentlichen Raum zurückgewonnen werden? Was braucht es, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Zeiten zunehmender Polarisierung zu stärken? Und welchen Beitrag kann jeder Einzelne dazu leisten?
Diese und weitere Fragen zu aktuellen Themen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe des Festivals für Film und Geschichten in Rosenau/Râșnov. Unter dem Leitthema „Projekt: Rumänien“ laden die Festspiele dazu ein, über die Zukunft des Landes nachzudenken und gemeinsam über Perspektiven für die rumänische Gesellschaft ins Gespräch zu kommen.
Zwischen dem 7. und 23. August analysieren Historiker, Wirtschaftsexperten, Künstler, Journalisten, Kulturschaffende, Meinungsbildner und Vertreter der Zivilgesellschaft die aktuellen Entwicklungen in Rumänien und diskutieren gemeinsam Lösungsansätze. Die Frage nach der zukünftigen Entwicklung des Landes ist sehr wichtig besonders in einer Welt, die von geopolitischen Spannungen, dem Krieg in der Nachbarschaft sowie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt ist, erklären die Veranstalter vom Verein Mioritics. Darüber hi-naus vertreten sie die Meinung, dass Veränderung möglich ist, wenn Menschen Verantwortung übernehmen, sich engagieren und ihre Fähigkeiten zum Wohl der Gesellschaft einsetzen.
Das Programm des FFIR umfasst rund 50 Filme, 18 Debatten und Vorträge sowie Beiträge von mehr als 60 Referenten und Gesprächspartnern. Ergänzt wird das Festival durch 20 Konzerte, drei Theateraufführungen und eine Sommerschule, an der mehr als 70 Studierende und Gymnasiasten teilnehmen.
Zu den rund 100 Gästen gehören unter anderem Ana Blandiana, Ioan Stanomir, Armand Goșu, Sorin Ioniță aber auch Alexandra Căpitănescu, die heuer den dritten Platz bei Eurovision gewann, Ada Milea, Simion Bogdan-Mihai, Irina Margareta Nistor oder Lupii lui Calancea.
Die Veranstaltungen finden an mehreren Orten statt: in Rosenau/Râșnov vom 14. bis 23. August, in der Künstlerbastei in Kronstadt/Brașov vom 7. bis 13. August, in der Marienburg/Feldioara vom 7. bis 9. August sowie in der Evangelischen Kirche in Zeiden/Codlea am 8. August.
Bereits Anfang Juli wurde erstmals eine Ausgabe des Festivals in der Republik Moldau veranstaltet.
Das Festival für Film und Geschichten versteht sich als Plattform für den gesellschaftlichen Dialog. Es bringt Intellektuelle, Künstler, junge Menschen, Vertreter der Zivilgesellschaft und ein breites Publikum aus Rumänien, der Republik Moldau und der Diaspora zusammen. Durch Film, Geschichte und Debatte möchte es neue Denkanstöße geben, gesellschaftliches Engagement fördern und einen Beitrag zu einer gemeinsamen europäischen Zukunft leisten.
Die Debatten und Vorträge werden live auf den Facebook- und Instagram-Seiten des Festivals filmsiistoriirasnov übertragen. Dort sind auch das vollständige Programm zu finden sowie weitere Informationen zu den Veranstaltungen.
Karten für die Events sind über eventbook.ro erhältlich.




