Gelebter Glaube in Maria Radna

16. Deutsche Wallfahrt am Portiunkula-Fest

Der aus Sanktanna/Sântana gebürtige und derzeit im Bistum Mainz tätige Pfarrer Karl Zirmer zelebrierte den Festgottesdienst anlässlich der Deutschen Wallfahrt nach Maria Radna. Foto: Adrian Pășcălău-Kollar

Radna – Zur Feier des Portiunkula-Festes sind am Sonntag, dem 2. August, zahlreiche Gläubige zur 16. Deutschen Wallfahrt in die Basilika Minor „Maria – Mutter der Gnaden“ nach Maria Radna im Kreis Arad gekommen. Die traditionelle Wallfahrt brachte Pilger aus dem Banat sowie aus Deutschland zusammen und unterstrich erneut die Bedeutung des bedeutendsten Marienwallfahrtsortes der Region für die deutsche Gemeinschaft. Die Bänke in der imposanten päpstlichen Basilika waren voll.

Den feierlichen Wallfahrtsgottesdienst zelebrierte Pfarrer Karl Zirmer, Vorsitzender des Südostdeutschen Priesterwerks e.V., gemeinsam mit weiteren Priestern aus Rumänien und Deutschland. In seiner Predigt stellte er die spirituelle Bedeutung des Portiunkula-Festes sowie die Verbundenheit der Banater Deutschen mit ihrem jahrhundertealten Wallfahrtsort in den Mittelpunkt.

Für die festliche musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte der Banater Kirchenmusiker, Musikwissenschaftler und Organist Dr. Franz Metz. Gemeinsam mit der Sopranistin Iulia Vasilache, dem Bariton Wilfried Michl, dem Trompeter Thilo Krapf und dem Posaunisten Hans Eichinger präsentierte er ein abwechslungsreiches Programm. Dieses umfasste geistliche Werke Banater Komponisten, Kompositionen der internationalen Musikliteratur sowie bekannte Marienlieder, die von den Wallfahrern mitgesungen wurden.

Die Deutsche Wallfahrt nach Maria Radna hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Treffpunkt der Banater Deutschen aus nah und fern entwickelt und setzt ein Zeichen für gelebten Glauben, Gemeinschaft und die Bewahrung des kulturellen Erbes.