Marmaroschsiget – Zwei Ausstellungen im zweiten Stock der Gedenkstätte „Sighet Memorial“ in Marmaroschsiget/Sighetu Marmației laden im August dazu ein, sich mit den dunkelsten Kapiteln der kommunistischen Geschichte auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stehen die Opfer der stalinistischen Repression in der Sowjetunion sowie die verfolgten rumänischen griechisch-katholischen Bischöfe.
Die Ausstellung „Der letzte Blick: Unter den Kugeln des Kommunismus“ der französischen Künstlerin Madeleine Melot zeigt 25 Porträts von Opfern des Großen Terrors in der UdSSR von 1937 und 1938. Die in Öl auf Holz gemalten Bilder gehen auf historische Fotografien zurück, die der polnische Journalist und Fotograf Tomasz Kizny in Moskauer Archiven entdeckte. Veröffentlicht wurden die Aufnahmen in seinem 2013 erschienenen Album „Der Große Terror in der UdSSR (1937–1938)“.
Eine zweite Ausstellung widmet sich den rumänischen griechisch-katholischen Bischöfen, die während der kommunistischen Verfolgung zu Märtyrern wurden. Das fotografisch-dokumentarische Wanderprojekt „Die seligen rumänischen griechisch-katholischen Bischöfe und Märtyrer“ erinnert an Menschen, deren Leben und Wirken durch das kommunistische Regime gewaltsam beendet oder unterdrückt wurde.
Die Ausstellung entstand unter Federführung des Kreismuseums Sathmar gemeinsam mit zahlreichen griechisch-katholischen Diözesen, Kulturinstitutionen, Pfarreien und Dekanaten aus verschiedenen Regionen Rumäniens.
