Neupalota – Den Heiligen Antonius von Padua, den Schutzpatron der römisch-katholischen Kirche feierte man am 14. Juni in Neupalota/Palota. „Im Nächsten den Menschen sehen, auch wenn er anders denkt, anders spricht. Alle Menschen respektieren. So kann man in Eintracht und Frieden leben und einander helfen. Liebt alle Menschen, vor allem die, mit denen ihr zusammenlebt“, war die Botschaft der Predigt von Sándor Pék, Generalvikar der römisch-katholischen Diözese in Großwardein/Oradea.
Das traditionelle Kirchweihfest wird jedes Jahr von den Mitgliedern der deutschen Minderheit sowie der römisch-katholischen Kirchengemeinde des Dorfes organisiert. Die Feier gilt als das bedeutendste Ereignis des Ortes und wird von den Einwohnern mit großer Vorfreude erwartet. „Es ist für die deutsche Minderheit der Region von großer Bedeutung, denn für die Einwohner des Dorfes stellt die Veranstaltung nicht nur ein gesellschaftliches Ereignis dar, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung ihrer kulturellen Identität, ihrer Bräuche und Traditionen, die sie an die kommenden Generationen weitergeben möchten“, sagt Angela Tencuț, Vorsitzende des Ortsforums Neupalota.
Die Ehrengäste und die teilnehmenden Gruppen – darunter „Banater Kranz“, „Hatzfelder Pipatsche“, „Bileder Heiderose“, „Gemeinsam“ aus Sathmar, „Rosmarein“, „Enzian“, und „Sonnenschein“ aus Großwardein, „Lavenderstrauss“ aus Mühlpetri sowie die Blaskapelle „Banater Musikanten“ – wurden von den Mitgliedern des Demokratischen Forums der Deutschen aus Neupalota herzlich empfangen.
Um 10 Uhr begann der traditionelle Trachtenumzug, der gemeinsam mit der Blaskapelle durch alle Straßen des Dorfes führte und zahlreiche Zuschauer begeisterte.
Im Anschluss fand der feierliche Gottesdienst zu Ehren des Heiligen Antonius von Padua, des Schutzpatrons der Kirche, statt.
Nach der Messe erfolgte die Kranzniederlegung am Denkmal des Grafen Johann Maria Frimont, des Gründers des Dorfes Palota und Stifters der römisch-katholischen Kirche. Der Graf lebte von 1759 bis 1831 und gilt bis heute als bedeutende historische Persönlichkeit der Gemeinde.
Das gemeinsame Mittagessen wurde im Kulturheim von Palota veranstaltet und bot den Gästen Gelegenheit zum Austausch und geselligen Beisammensein.
Der kulturelle Teil des Festes begann um 16 Uhr mit traditionellen Tänzen und Liedern der teilnehmenden Gruppen. Den festlichen Abschluss bildete der traditionelle Kirchweihball, bei dem bis in die Abendstunden gefeiert wurde.





