Karlsburg – Albert Csaba (Jahrgang 2005) aus Ungarn, derzeit in Ausbildung am Conservatorium van Amsterdam und begabter Organist, der auch schon in der Westerkerk der niederländischen Weltmetropole zu hören war, gibt Freitagabend, am 24. Juli, um 19 Uhr ein Konzert auf der 1874 von István Kolonics für die Empore der römisch-katholischen Michaels-Kathedrale zu Karlsburg/Alba Iulia gebauten Orgel. Sie steht noch heute an ihrem ursprünglichen Platz und ist das einzige Instrument der tausendjährigen Kultstätte. Dass Albert Csaba mehrheitlich Alte Musik von John Bull, Johann Caspar Kerll und Jan Pieterszoon Sweelinck sowie barocke Werke von Johann Sebastian Bach und Gottfried August Homilius spielt, ist natürlich dem Standort seines aktuellen Studiums geschuldet, der in Sachen protestantischer Kirchenmusik früher Epochen nach der Reformation zu Europas tonangebenden Zentren zählt. Aber auch Romantisches von Joseph Gabriel Rheinberger, Alexandre Guilmant und Felix Mendelssohn-Bartholdy bringt Albert Csaba nach Karlsburg mit. Zwar zählt sein solistischer Auftritt nicht zur regionalen Konzertreihe in der Michaels-Kathedrale und in je einem Kulturgut von Emerichsdorf/Sântimbru, Eisenmarkt/Hunedoara und Dornstadt/Teiuș zum Andenken an die Schlacht von 1456 bei Belgrad, die den siegreichen Feldherrn Johannes von Hunyad das Leben kostete. Der Eintritt jedoch ist frei, und die Spendeneinträge am Ausgang des Orgelkonzerts gehen an Albert Csaba persönlich zur Förderung seines Studiums in Amsterdam. Wer es versäumen sollte, seinem Spiel in Karlsburg zu lauschen, kann ihn am Mittwoch davor, am 22. Juli, um 19 Uhr bei genauso kostenlosen Konditionen in der reformierten Kirche im zentralen Klausenburg/Cluj auf der Farcas utca/Strada Mihail Kogălniceanu erleben.




